Wer mal so ganz auf die Schnelle im QGIS OSM-Daten abfragen und ggf. nachnutzen will, sollte sich mal das QGIS-Plugin „OSMInfo“ [1], [2] anschauen. Mithilfe der Overpass-API werden nach einen Klick auf den interessierenden Punkt alle OSM-Informationen extrahiert. Mit Rechsklick auf ein Element der Treffer kann das Objekt kopiert/gesichert werden (Zwischenablage, temp. Layer oder akt. selektierten Layer). Danke NextGIS! Hier mein Schnelltest:
So was habe ich schon lange gesucht! Eine Suchfunktionalität, die durch alle Themen UND alle deren Spalten der aktuellen Sitzung sucht, quasi ein Google für mein GIS. Bei QGIS scheint es jetzt gefunden, am 27.11.2023 von Markus Mayr veröffentlicht. Trommelwirbel … das „Project Full Text Search“ -Plugin [1]. Warum es bis heute nur drei Downloads hat, versteht man nicht, jetzt werden es sicher mehr.
Ich habe es getestet und alles bestens! Einfach mal bei ein paar halleschen Kitas nach Fragmenten aus Kita-Name oder Straßenbezeichnung gesucht, ohne wissen zu müssen, in welchen Spalten die Daten stehen. Nach der Eingabe von mind. vier Zeichen kamen die ersten Treffer. Genial! Danke Markus! Details findet Ihr unter Github [2].
Wie sich das Ganze bei größeren Datenbeständen verhält, wieviel Ressourcen gebraucht werden, … einfach mal beobachten. Jetzt macht es alles was es soll, superschnell und ohne die kleinste Kenntnis der DB-Struktur und ohne komplizierte Abfragen, … 🙂
Animation: Mein Test nach „buk “ und „heinrich“
Update 1: 06.12.2023, 10:40 Uhr: In den Kommentaren wurde erwähnt, dass diese Funktion auch in der Location Bar mit „af“ wie „all features“ zur verfügung steht. Ich hab die Funktion dort gesucht, gefunden und getestet, aber leider: Die Funktion findet (momentan) nicht alles! „buk “ findet die beiden Treffer, bei „heinr“ wird nicht gefunden, also noch nicht so richtig brauchbar?
Ich mag sie, diese wunderbaren kleinen Tools. Wer kennt das nicht, man hat mühsam eine Beschriftung zusammen gestellt und dann muss man sie mal nur ganz kurz ausschalten, um sie dann ein paar Arbeitsschritte später wieder einzuschalten. Mit QGIS-Bordmitteln geht das natürlich, man hat mehrere Möglichkeiten, z. B. ins Symbolisierungsmenü und dort auf „Keine Beschriftung“ schalten und dann wieder zurück oder Stile kopieren und wieder einfügen, alles OK, aber immer ein paar Klicks zu viel. Die OneClick-Variante bietet Euch das neue Plugin „CIGeoE Toggle Label Visibility“ [1]. Klein und wirkungsvoll! Mein Test siehe kleine Animation …
Animation: Mein Test mit den Höhenbeschriftungen der Digitalen Stadtgrundkarte von Halle
Update 1, 29.11.2023, 17:00: Über QGIS-Bordmittel, rechte Maustaste auf Layer kann die Beschriftung auch ein-/ausgeschaltet werden, aber eben mit mind. 2 Klicks 😉
Screenshot: Ein QGIS-Bordmittel im Layer-Kontext-Menü
Ich habe das neue QGIS-Paket installiert und es läuft erwartungsgemäß hervorragend in meiner GIS-Umgebung, also jetzt QGIS 3.34.1 zusammen mit PostgreSQL v16.1 auf einem MAC mit M1 unter dem inzwischen wieder aktualisiertem macOS 14.1.1 Sonoma, siehe Screenshot. Danke allen Mitwirkenden!!!
Screenshot: QGIS 3.34.1 & PostgreSQL v16.1 auf einem MAC mit M1 unter macOS 14.1.1 Sonoma
Animation: Mein Test – alle Eingangsthemen, Einstellungen, Ergebnisse
Wer kennt das nicht, man will mehrere Layer gegeneinander verschneiden, aber es stört, immer nur zwei Layer verschneiden zu können, also Thema1 + Thema2 = Ergebnis1, Ergebnis1 + Thema3 = Ergebnis2, … Wie oft hat man sich schon gewünscht, mehrere Layer gleichzeitig zu verschneiden, am besten erst einmal mit UNION, der vollständigsten Verschneidungsfunktion, komplett und ohne Verluste. Abhilfe schafft ganz sicher das neue, am 12.11.2023 veröffentlichte QGIS-Plugin „Multi Union“ [1], welches momentan bis zu sechs Themen in einem Schritt verschneidet. Einmal installiert findet Ihr das Plugin in der Toolbox.
Ich habe es getestet, es klappt unter QGIS auf Windows prima, siehe Screenshots:
Unter Mac gibt es momentan leider noch die Einschränkung bzgl. des GDAL-Paketes (momentan ist unter QGIS 3.34.0 nur GEOS-Version 3.9.1 verfügbar, benötigt wird mind. 3.10, ich frage auf der QGIS-Developer-Liste [2] nach).
Screenshot: Fehler auf Mac durch zu alte GEOS-Version
Bereits am 4. November 2023 kam via Tweet die Meldung von Jürgen E. Fischer, dass die Downloads für 3.28.12 „Firenze“ and 3.34.0 „Prizren“für Windows und Linux [1] und damit diesmal leider noch nicht für Mac verfügbar sind. Seit vorgestern Abend steht nun zum Glück auch das Mac-Paket zum Download bereit [2]. QGIS 3.34.0 wird mit diesem Release auch zum neuen LTR (LongTermRelease).
Ich habe das neue QGIS-Paket installiert und es läuft erwartungsgemäß hervorragend in meiner GIS-Umgebung, also jetzt QGIS 3.34.0 zusammen mit mittlerweile PostgreSQL v16.1 auf einem MAC mit M1 unter dem inzwischen wieder aktualisiertem macOS 14.1.1 Sonoma, siehe Screenshot. Danke allen Mitwirkenden!!!
Screenshot: QGIS 3.34.0 & PostgreSQL v16.1 auf einem MAC mit M1 unter macOS 14.1.1 SonomaScreenshot 2: Alles wieder OK, das ist es, das QGIS-Paket für Mac (Quelle [2]) 🙂
Stamen war hier schon immer mal wieder ein Thema [1]. In [2] hatte ich bereits am 19. Oktober 2023 über den geplanten Umzug der berühmten Stamen-Hintergrundkacheln berichtet. Der Umzug zu Stadia Maps ist jetzt erfolgreich abgeschlossen [3]. Ich habe es unter QGIS getestet, es klappt wirklich gut, vgl. Animation 1:
Animation 1: Stamen Toner auf Stadia Maps im QGIS getestet.
Was hat sich nun geändert:
Die Kacheln stehen in gewohnter Qualität zur Verfügung, die Performance ist bestens.
Die Kacheln sind allerdings nur noch in deutlich begrenzten Umfang kostenfrei, momentan im Plan „Stadia Free“ mit 200000 Credits/Monat, allerdings scheinen mir diese Credits auch recht schnell verbraucht. Ich habe in zwei Tagen nur mit meinen wenigen Tests schon mehr als 8000 Credits (=1/25 der Monatsmenge) verbraucht. Man muss also sparsam sein!
Der Support ist tatsächlich überragend, ich habe mehrere Anfragen* gestellt, die Hilfestellung war sehr schnell und fachlich fundiert. Danke dafür!
QGIS unter Windows: alles perfekt, QGIS auf Mac: es fehlt immer mal eine Kachel, F5 zum Refresh reicht scheinbar nicht aus, eine Anfrage ist gestellt, ggf. ist es aber auch ein Mac-/QGIS-Problem? Ich suche noch …
Screenshot: In zwei Tagen nur mit wenigen Tests schon mehr als 8000 Credits verbraucht
Screenshot 1: 3D mit dem XYZto3D Plugin rechts. Links nur zur Orientierung das QGIS-View
Selten kommt man mit so wenig Aufwand zu so aussagekräftigen und interaktiven 3D-Modellen! Das QGIS-Plugin „XYZto3D“ erwartet ausschließlich Daten aus einer CSV-Datei in der Struktur X, Y, Wert (z. B. Höhe). Eine Visualisierung wie im QGIS-View in Screenshot 1 ist nicht nötig(!), dient hier nur der Orientierung. Installation aus dem Zip-File, Funktion und Bedienung des Plugins sind in „Generate 3D Topography Surface Model from XYZ Data with XYZto3D QGIS Plugin“ [2] ausführlich beschrieben. Mein Test mit einem Ausschnitt der Höhendaten der Digitalen Stadtgrundkarte der Stadt Halle (Saale) [3] funktionierte auf Anhieb tadellos.
Screenshot 2: Struktur und Ausschnitt der CSV-Datei Höhendaten der Digitalen Stadtgrundkarte der Stadt Halle (Saale) [3] hier in Libre Office CalcAnimation: Navigieren und Identifizieren im 3D-Ergebnis
Bildvergleich: Zuordnung Berg & Tal am Giebichenstein in Halle (Saale)
Python als Skriptsprache hat insbesondere im Bereich Geografischer Informationssysteme seit Jahren eine wachsende Bedeutung. Sowohl beim Marktführer in der Arc*-Welt wie auch im freien QGIS stehen viele Python-basierte Skripte und Erweiterungen zur Verfügung. Arcpy, PyProj, NumPy sind typische Vertreter. Außerdem können die GI-Systeme mit Python recht einfach um eigene Funktionalitäten und Automaten erweitert werden. In [1] heißt es einleitend:
„Python-Bibliotheken sind die ultimative Erweiterung für GIS, denn sie ermöglichen es Ihnen, die Kernfunktionen zu erweitern. Durch die Verwendung von Python-Bibliotheken können Sie aus der GIS-Schablone ausbrechen und in die Datenwissenschaft eintauchen.“ [1]
Früher, zu proprietären (ESRI)-Zeiten hatten wir „clean“ für Fehler und „build“ für Topologie, die „dangle lenght“ und die „fuzzy tolerance“. Etwas Ähnliches findet Ihr in dem neuen QGIS-Plugin „Consolidate Networks“ [1]. Coole Sache, so was habe ich schon lange gesucht. Ich habe es mal „quick & dirty“ gestestet, es klappt gut, nur eine Frage bleibt (jedenfalls bei mir) noch offen. Vielleicht habt Ihr eine Erklärung, gern in den Kommentaren, den Testdatensatz findet Ihr in [2]. Mein Test, seht selbst:
Screenshot 1: Die Ausgangssituation, Linien mit Digitalisierungs- und TopologiefehlernScreenshot 2: Das Ergebnis, die Linien geometrisch repariert und via FID topologisch verbunden. Nur ein Fehler wird nicht korrigiertScreenshot 3: Meine Test-EInstellungen – alles mal „quick & dirty“ mit 20 mScreenshot 4: Das Protokoll des Verarbeitungsprozesses