Heute findet der 17. Geofachtag das netzwerk | GIS Sachsen-Anhalt e. V. in Dessau statt, voll mit Themen zu Geo & KI. Ich bin auch dabei und darf einen Vortrag „QGIS-Plugin-Programmierung mit KI. Ein Erfahrungsbericht.“ halten, ich freu mich! Übrigens: Ich bin KEIN Python- und QT-Programmierer und KEIN KI-Spezialist 😉 Und vielleicht sieht man sich in Dessau? Für alle, die nicht dabei sein können, die Vorträge gibt es wie immer dann auf den netzwerk | GIS-Seiten [1].
Über Namenskarten hatte ich hier schon des Öfteren im Zusammenhang mit dem „Meierloch“ [1] berichtet. Nun bin zufällig ich auf einen Artikel „Wie oft gibt es meinen Nachnamen in Deutschland? 4 Karten zeigen es“ im Focus [2] gestoßen. Natürlich habe ich die vier angekündigten Karten getestet, was lag näher als „Elstermann“ 😉 Hier meine Ergebnisse:
Übrigens: „0.0008% der Deutschen heißen Elstermann. Am häufigsten ist der Nachname Elstermann in Sachsen-Anhalt.“ [5]
Screenshot 1: Suche nach „Elstermann“ mitGeogen v4 (Bildquelle [3])Screenshot 2: Suche nach „Elstermann“ mit der Namensverbreitungskarte (Bildquelle [4])Screenshot 3: Suche nach „Elstermann“ mit NAMENSKARTE.com (Bildquelle [5])Screenshot 4: Suche nach „Elstermann“ mit namenforschung.net(Bildquelle [6])
Mit dem osm-mapper-globe [1] hat Martijn van Exel ein Visualisierungs-Tool entwickelt, mit dem Ihr Euch alle OpenStreetMap-Bearbeitungen in Echtzeit auf einem interaktiven Globus darstellen lassen könnt. Coole Datenvisualisierung, Danke Martin! Der Code dazu ist auf Codeberg [2] einzusehen und unter der ISC-Lizenz [3] verfügbar. Gefunden in der Wochennotiz 812 auf weeklyOSM [5],
Abbildung: Aktueller ALKIS-WMS und „Pirna 1888 Beiblatt zum Nachweis einer Katastervermessung und Abmarkung“ (Bildquelle [1])
Ein interessanter Veranstaltungshinweis kommt von der Dresdner Regionalgruppe der DGfK. Am 17. März 2026, 17:00 Uhr findet in TU Dresden, HÜL/W139, Helmholtzstraße 10 01069 Dresden ein Vortrag zum Thema „Geschichte des Liegenschaftskatasters – heute noch aktuell?“ [2] statt. Referentin ist Birgit Buder vom GeoSN. Gern gebe ich die Information hier weiter:
„Wir leben im Hier und Jetzt. Macht es da wirklich noch Sinn, sich mit der Geschichte des Liegenschaftskatasters insbesondere im Kontext der Durchführung von Katastervermessungen auseinanderzusetzen? Zur Beantwortung der Frage werden die verschiedenen Epochen, angefangen vom Sächsischen Grundsteuerkataster bis hin zum heutigen Freistaat Sachsen, betrachtet. Dabei geht es u. a. um Besonderheiten und Zeichenvorschriften, die zum jeweiligen Zeitpunkt galten.“ [2]
Und wer zum Vortrag nicht vor Ort sein kann, hat alternativ die Möglichkeit, den Vortrag via Zoom [3] zu genießen, Meeting-ID: 637 7403 7317 Kenncode: nLR&&DS3.
Gestern war es soweit, die 750er Marke wurde geknackt. Seit der letzen GBL-Meldung [1] sind weitere 50 neue Themen in den Katalog 1 „Deutschland“ und 8 „Historisch“ des QGIS-Plugins „GeoBasis_Loader“ (GBL) [2] hinzu gekommen. Dabei handelt es sich um Flure, Gemarkungen und Verwaltungsgrenzen für die Bundesländer HE, NI und SN, nichtaktuelle Luftbilder aus BY sowie historische Karten aus RP. Damit stehen mit Stand heute 771 Themen im GeoBasis_Loader zur Verfügung. Den aktuellen Stand findet Ihr übrigens immer live im Status [3]. Danke für die Zuarbeiten von Sylvia Welschof, Michael Grün und Thomas Wölk! 🙂
Gestern, am Dienstag, den 10.02.2025 gab GDAL-Maintainer Even Rouault per Mail [1] bekannt, dass eine neue Version der universellen GDAL-Bibliothek [2] zur Verfügung steht, aktuell ist nun GDAL v3.12.2, ein Bug Fix Release. GDAL steht für Geospatial Data Abstraction Library und ist vor allem als Kommandozeilen-Tool, aber auch als wesentlicher Bestandteil von QGIS bekannt. Die Neuerungen findet Ihr auf GitHub [3].
Der OpenStreetMap-Offline Kartenanbieter und Maps.me-Nachfolger Organic Maps hat Ende Januar ein größeres Update [1] veröffentlicht. Das Update beinhaltet Verbesserungen wie „Schnellere länder- und regionsübergreifende Routen, frische OSM-Kartendaten und viele Fehlerbehebungen für Android im zweiten App-Update 2026.“ [1]
Screenshot: Ich habe schon aktualisiert (roter Pfeil). Die rote Route ist übrigen mein Mitteldeutscher Marathon 2025 😉
Eigentlich bin ich ja kein Freund davon, Geodaten in eine Tabellenkalkulation zu überführen, weil man damit diesen wunderbaren Geodaten fast immer* ihren Raumbezug raubt. Aber mitunter ist es ja trotzdem nötig und dann kann Euch das neue QGIS-Plugin „Export Excel“ [1], [2] wirklich gut helfen. Als sehr nützlich empfinde ich die „wiederverwendbaren Voreinstellungen“ (Presets). In [1] heißt es:
„Ausgewählte Features aus der aktiven Ebene können mit benutzerdefinierter Feldauswahl, Sortierung und wiederverwendbaren Voreinstellungen in eine Excel-Datei (XLSX) exportiert werden.“ [1]
Ich habe das Plugin für Euch getestet, alles sehr einfach zu bedienen und perfekt funktionierend. Ich habe:
mit dem GeoBasis_Loader [3] die ALKIS-Flurstücksdaten aus Sachsen-Anhalt als WFS geladen,
einige Flurstücke selektiert,
mit dem QGIS-Plugin „Export Excel“ [1] mein Preset „myPreset_1“ festgelegt und
nach Excel exportiert
Screenshot: Mein Test mit den ALKIS-Flurstücksdaten
Dass die KI für gestandene, anerkannte Projekte gefährlich sein kann, erleben wir nicht zu ersten Mal, eines der bekanntesten Beispiele ist vielleicht der massive Rückgang von Anfragen bei StackOverflow, mittlerweile schon als KI-Exodus [1] bezeichnet. Aber auch aus ganz anderer Richtung kann die KI unser gewohntes IT-Leben negativ beeinflussen. So kämpft OpenStreetMap derzeit mit massiver Serverlast, weil KI-Bots versuchen, die Daten des erfolgreichen OSM-Projektes abzuernten. Details dazu findet Ihr bei Heise.de im unbedingt lesenswerten Beitrag „OpenStreetMap sorgt sich: Tausende KI-Bots erfassen Daten“ [2] von Eva-Maria Weiß. Und wer will kann sich den Beitrag natürlich auch vorlesen lassen [3].
(Nachträglich) Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, OSGeo! Lass Dich feiern und feiere selbst die erfolgreichen 20 Jahre freier und Open-Source-Software für Geospatial. Danke allen Mitwirkenden, großartige Arbeit, Cool Stuff!