QGIS-Tipp: Neues Plugin „Ribbon Toolbar“

Animation: Standardmenüs –> Ribbon Toolbar –> Standardmenüs

Eine Ribbon Toolbar (auch Menüband oder Multifunktionsleiste genannt) ist ein grafisches Bedienkonzept am oberen Rand von Anwendungsprogrammen, das herkömmliche Menüs und Symbolleisten in einer registerkartenbasierten Oberfläche zusammenfasst. Ihr kennt es ganz sicher aus den Office-Paketen. Dank des Neuen Plugins “Ribbon Toolbar” [1] stehen Euch nun solche Menü- und Symbolleisten auch in QGIS zur Verfügung. Momenta ist das Plugin noch im Status „Experimentell“, ich bin sicher, da kommet noch was. Also bitte testen und Feedback geben. Den Quelltext und die Beschreibung findet Ihr auf GitHub [2], [3].
Danke an Eithan Weiss Schonberg und Anita Graser!

Screenshot: Die Ribbon Toolbar in Aktion

[1] … https://plugins.qgis.org/plugins/ribbon_toolbar/
[2] … https://github.com/anitagraser/qgis-tabbed-ui
[3] … https://github.com/eithanwes/ribbon_toolbar

PostgreSQL: Nicht nur eine Datenbank?!

Screenshot: Beitrag „PostgreSQL als vollständige Backend-Lösung: Warum eine Datenbank alle Tools ersetzen kann“ (Bildquelle [1])

PostgreSQL wird von den meisten „nur“ als relationales Datenbank-System wahrgenommen, immerhin als die leistungsfähigste Open-Source-Datenbank. Dass man mit PostgreSQL aber auch jede Menge zusätzlicher Dinge machen kann und dann eine ansehnliche Anzahl von Extra-Tools sparen kann, zeigt der Beitrag „PostgreSQL als vollständige Backend-Lösung: Warum eine Datenbank alle Tools ersetzen kann“ [1] von Martinsfeld. Genannt werden da beispielsweise ersetzbare Toosl Redis, Elasticsearch, Cron Jobs, Auth0/Firebase Auth, Pinecone/Vector-DBs, MongoDB, Google Analytics, GraphQL Server und Job Queues. Aus meiner Sicht hochinteressanter Stoff, einfach mal Lesen oder Hören, Staunen und dann … Machen 😉

[1] … https://www.martinsfeld.de/blog/postgresql-backend-loesung-eine-datenbank-alle-tools/

Neues Plugin: QR Code Generator für QGIS

Banner: Mein Test mit dem QR-Code-Generator für QGIS mit eine Code für den FNP in Halle (Saale)

Für die QR-Code-Erstellung findet man eine ganze Reihe von Tools im Internet. Mit dem neuen QR Code Generator für QGIS [1] kann man jedoch ohne das QGIS zu verlassen QR-Codes und gängige lineare Barcodes generieren, speichern und als bearbeitbare Bildelemente in das QGIS-Drucklayout einfügen. Einfacher geht es nicht. Den Code findet man auf GitHub [2], ebenso die Dokumentation [3].

Unterstützte Codes [3]:

  • QR-Code
  • Code 128 und Code 39
  • EAN-13 und EAN-8
  • UPC-A
  • GS1-128
  • ITF

Merkmale [3]:

  • Akzeptiert Links, Text, Produktnummern und andere unterstützte Werte.
  • Wählbare Vorder- und Hintergrundfarben, einschließlich Transparenz.
  • Konfigurierbare Ausgabebreite, QR-Fehlerkorrektur und Größe der Ruhezone.
  • Live-Vorschau und Kopieren in die Zwischenablage.
  • Export als hochauflösende PNG-Datei.
  • Direkte QGIS-Drucklayoutintegration.
  • Fügt QR-Codes/Barcodes zu den Menüs und Symbolleisten des Öffnens hinzu .
  • Speichert Layout-Assets nach Möglichkeit neben dem Projekt.
  • Eigenständige Version mit beiliegenden QR- und Barcode-Encodern.
  • Unterstützt QGIS 3.22 bis QGIS 4.x und Qt5/Qt6.
Screenshot 1: QR-Code-Generierung mit der URL für die FNP-Webseite [4] in Halle (Saale)
Screenshot 2: Übernahme des QR-Codes ins Layout mit einem Klick

[1] … https://plugins.qgis.org/plugins/qr_code_generator/
[2] … https://github.com/Heed725/QR-Code-Generator-Qgis-Plugin
[3] … https://github.com/Heed725/QR-Code-Generator-Qgis-Plugin/blob/main/qr_code_generator/README.md
[4] … https://halle.de/leben-in-halle/stadtentwicklung/bauleitplanung/flaechennutzungsplan

pg_cron: Cron-Jobs direkt in der Datenbank

Screenshot

Ein Cron-Job ist bekanntlich ein zeitgesteuerter Hintergrundprozess in Unix- und Linux-Betriebssystemen, welcher dazu dient, wiederkehrende Aufgaben automatisiert auszuführen. Die Admins kennen das und nutzen diese Cron-Jobs für viele sich wiederholende Aufgaben. Aber wusstet Ihr auch, dass man mit PostgreSQL Extension pg_cron [1] auch direkt in der Datenbank solche automatischen Aufgaben ablaufen lassen kann?

Die Installation ist denkbar einfach, ein einfacher Befehl reicht aus:

CREATE EXTENSION pg_cron; oder
CREATE EXTENSION IF NOT EXISTS pg_cron;

Die Syntax für die zeitliche Steuerung der Aufgaben lehnt sich an die aus den Cron-Jobs auf Betriebssystem-Basis bekannte an:

* * * * *
│ │ │ │ │
│ │ │ │ └── Wochentag (0–7, So = 0/7)
│ │ │ └──── Monat (1–12)
│ │ └────── Tag des Monats (1–31)
│ └──────── Stunde (0–23)
└────────── Minute (0–59)

Ein tägliches Datenbank-Vacuum nachts um 3 Uhr würde z. B. so aussehen:

SELECT cron.schedule(
    'nightly-maintenance',
    '0 3 * * *',
    $$VACUUM ANALYZE my_schema.my_table$$
);

Die wesentlichen Vorteile von pg_cron:

  • zeitgesteuerte Aufgabe werden dort definiert wird, wo die eigentliche Aufgabe stattfindet, nämlich in der Datenbank und damit eine saubere Trennung von automatisierten OS-Jobs und Datenbank-Jobs.
  • keine Berücksichtigung von OS-Benutzer/Passwort, Umgebungsvariablen, Dateirechten und Pfaden nötig, der pg_cron-Job arbeitet mit den Rechen des Benutzers, der ihn eingerichtet hat

Wer an einem detaillierteren Vergleich von Cron-Jobs auf Betriebssystem-Ebene mit denen direkt in der Datenbank wünscht, kann sich gern mal meinen Chat auf ChatGPT [3] anschauen.

Hier der Original-Tweet [4]:

[1] … https://access.crunchydata.com/documentation/pg_cron/latest/
[2] … https://neon.com/docs/extensions/pg_cron
[3] … https://chatgpt.com/s/t_6ab1f3fd59fc819182bdc6529f045507
[4] … https://x.com/crunchydata/status/2072006839533756610

Energiewendedaten mit goal100.studio

Screenshot 1: Der Atlas von goal100.studio [2] bei Halle (Saale), hier mit der Identifikation eine Windkraftanlage (Bildquelle [2])

Im August 2026 habe ich hier im GeoBlog einen Beitrag zu einer Energiekarte veröffentlicht, vgl. [1]. Nun wurde ich von einem User informiert, dass eine ähnliche Karte unter goal100.studio [2] zu finden ist. Dort heißt es:

“Unser neues Web-GIS goal100.studio bietet den Überblick über Ihre Energiewendeprojekte. Kollaboratives Karten- und Projektierungsinstrument für Projektierer:innen, Kommunen, Genossenschaften, Beratungen und Akteure mit Landeigentum.“

Ich habe mir die Anwendung am Wochenende mal angeschaut und festgestellt: Interessant und in jedem Fall eine Bereicherung. Bemerkenswert sind die Überschriften „Energiewende ist Teamarbeit.“ und „Unsere Mission: Wir demokratisieren den Zugang zu Daten der Energiewende“. Ich hatte auch Kontakt zur den Protagonisten Bahne Carstensen und Jakob Ortmann und konnte neben meinen eigenen positiven Eindrücken folgende Infos zusammen tragen:

  • sehr viele Datenlayer sind bereits in der kostenfreien Version verfügbar
  • angereicherte und korrigierte Daten zu Erzeugungsanlagen, insbesondere zu Windanlagen in der Genehmigungsphase sowie zu EEG-Zuschlägen stehen zur Verfügung
  • ein webbasierter Layout-Editor kann für Skizzen möglicher Solar-, Wind-, oder Batterieparks genutzt werden und erlaubt, diese zu teilen
  • eine klare Dokumentation der Datenherkunft und -provenienz [3]
  • Bemerkenswert fand ich auch die Layer „EEG-Förderungsfähige Flächen“ und die „Privilegierte Flächen“, so etwas hatte ich bisher noch nicht gesehen. Naja, liegt ggf. an mir 😉
  • die Pro-Version ist günstiger als vergleichbare Angebote
  • außerdem gibt es bei Goal100 eine OpenData-Publikation zu Genehmigungsdaten von Windenergieanlagen [4]. Weitere OpenData-Projekte etwa zu Netzausbauplänen werden gerade angedacht.

Zur Historie des Projektes habe ich folgende Informationen bekommen:
„Goal100 hat als Non-Profit angefangen, Genehmigungsdaten zu Windenergieanlagen zu sammeln und in einem öffentlichen Dashboard zur Verfügung zu stellen, auf goal100.org. [5] Um weitere Nutzungen dieser Daten zu ermöglichen, und um Non-Profit-Angebote quer zu finanzieren, wurde Anfang 2026 das Web-GIS-Angebot goal100.studio gelaunched. Es bietet niedrigschwelligen Zugang zu energiewenderelevanten Geodaten und vereinfacht Projektentwicklungsprozesse.“

Derzeit werden die Daten nicht als Geodienste angeboten, ich würde mir das natürlich für den GeoBasis_Loader [6] wünschen 😉. Aber es gibt Überlegungen, verschiedenen Datenlayer als GeoParquet zur Verfügung zu stellen, wenn genügende Interesse daran bestünde. Ich bin gespannt, werde es verfolgen und darüber berichten.

[1] … https://geoobserver.de/2026/08/04/deeeper-energy-map-eine-energiekarte/
[2] … https://goal100.studio/
[3] … https://docs.goal100.studio/atlas/daten
[4] … https://goal100.org/leistungen/open-data
[5] … https://goal100.org/
[6] … http://geobasisloader.de/

QGIS-Plugin-Update: Weather Picker v0.8.1

Screenshot 1: Einstellungen jetzt im Ausklappmenü des Weather-Picker-Buttons und Punktsammlung und Darstellung der Diagramme auf der Karte

Die gute Nachricht zum Wochenende: Ein Plugin der #geoObserverTools [1], der Weather Picker [2] steht seit gestern in der neuesten Version v0.8.1 zur Verfügung. Thomas Wölk hat einige interessante Funktionen hinzugefügt. Alle Neuerungen findet Ihr im ChangeLog [3], die wichtigsten Änderungen sind folgende:

  • Niederschlag inkl. Schnee und Schauer, erweitertes Diagramm mit Tagesmittel, Tagessummen, kumuliertem Niederschlag, Zoom/Pan sowie verbesserten Achsen und Markierungen
  • Ortssuche
  • Punktsammlung und Darstellung der Diagramme auf der Karte
  • Einstellungen jetzt im Ausklappmenü des Weather-Picker-Buttons
  • Export-Funktion: PNG, SVG, PDF, CSV und georeferenziertes GeoTIFF
Animation: Zoom/Pan sowie verbesserten Achsen und Markierungen in den Diagrammen
Screenshot 2: Einstellungen
Screenshot 3: Ortssuche

[1] … https://geoobserver.de/qgis-plugins/
[2] … https://geoobserver.de/qgis-plugins/#weatherpicker
[3] … https://plugins.qgis.org/plugins/WeatherPicker/version/0.8.1/

35 Jahre Linux: Herzlichen Glückwunsch!!!

Screenshot 1: Wikipedia mit Erstveröffentlichungs-Datum [4] (Bildquelle [4] modifiziert)

Kaum zu glauben, aber Linux hat heute den 35. Geburtstag. Am 25.08.1991 hat Linus Torvalds [1] eine Ankündigung [2], [3] gemacht, quasi: Eh schaut mal, ich hab da was, nicht Großes … [1], [4]. Und 23 Tage später, am 17.09.1991 folgte lt. Wikipedia die Erstveröffentlichung [4]. Und was dann daraus geworden ist, wissen wir vermutlich alle. Das Internet, wie wir es heute kennen, gäbe es ohne Linux nicht, diese freie Software ist quasi eines der wichtigsten Internet-Fundamente. Und Linux ist auch in der GIS-Welt nicht mehr wegzudenken. Viele IT-Lösungen, auch im GIS-Bereich wurden erst durch die Linux-Basis bezahlbar und möglich.

Screenshot 2: Bild der Ankündigung [2] (Bildquelle Reddit [3])

Übrigens: Ich arbeitete damals mit Ultrix auf einer DecStation 3100, Unix war mir also sehr nah. Linux kam später, meine erste Distribution war – hoffentlich erinnere ich mich richtig – Suse-Linux 5.x am Anfang auf sechs oder sieben Disketten, später auf CDs/DVDs und danach als Downloads.

Relikt: Linux 8.1, die ältesten CDs, die ich bei uns noch auftreiben konnte

[1] … https://de.wikipedia.org/wiki/Linus_Torvalds
[2] … https://groups.google.com/g/comp.os.minix/c/dlNtH7RRrGA/m/SwRavCzVE7gJ?pli=1
[3] … https://www.reddit.com/r/linux/comments/mmmlh3/linux_has_a_interested_
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[4] … https://de.wikipedia.org/wiki/Linux

polizeikarte.de: 63.600 Polizeimeldungen auf einer Karte

Mathias hat mit Polizeikarte [1] eine Karte veröffentlicht, die öffentliche Pressemeldungen deutscher Polizeibehörden bündelt. Sie umfasst rund 63.600 Vorfälle aus 260 Orten in 14 Bundesländern. Für die Geokodierung kommt Nominatim zum Einsatz, die Darstellung erfolgt mit MapLibre GL JS auf Basis von Kacheln von OpenFreeMap. Ergänzend lassen sich amtliche Vergleichsebenen einblenden, darunter der Unfallatlas der Statistischen Ämter mit 585.815 Unfällen aus den Jahren 2018 bis 2025. Das nicht-kommerzielle Projekt ist unabhängig von staatlichen Behörden.

Screenshot: Die mit Polizeikarte [1] mit den Daten der letzten drei Monate in Halle (Saale)

Gefunden in der OSM-Wochennotiz 842 [2]

[1] … https://polizeikarte.de/
[2] … https://weeklyosm.eu/de/archives/18872

Gastbeitrag: NASK – Der Starkregen-Kompass für Halle (Saale) oder wenn Erinnerungen zu Vorsorge werden

Heute mal wieder ein Gastbeitrag, diesmal vom Geoinformatiker der MLU Halle Dr. Detlef Thürkow. Danke Detlef!

Abbildung 1: Ausschnitt aus dem NASK-Flyer

Starkregen wird oft erst dann ernst genommen, wenn er gerade passiert. Überflutete Straßen, vollgelaufene Keller, beschädigte Gebäude – für den Moment ist die Gefahr für alle sichtbar. Doch schon wenige Monate später, wenn wieder die Sonne scheint, rückt sie gefühlt in weite Ferne. Erinnerungen verblassen, Risiken werden unterschätzt, notwendige Vorsorge bleibt aus.

Genau hier setzt NASK – Niederschlagsalarm & Starkregen-Kompass Halle (Saale) [1] an: Die Plattform bewahrt Erfahrungen aus Starkregenereignissen und macht sie dauerhaft sichtbar – für Bürgerinnen und Bürger ebenso wie für Verwaltung und Katastrophenschutz.

Abbildung 2: Screenshot mit einem Auszug aus dem Startportal des Niederschlagsalarm& Starkregen-Kompass Halle (Saale) [1]

Von der abstrakten Karte zum realen Erlebnis

Starkregengefahrenkarten gibt es inzwischen vielerorts, und für Fachleute sind sie ein wichtiges Planungsinstrument. Für viele Bürgerinnen und Bürger bleiben die großen blauen Flächen auf einer Karte jedoch abstrakt – sie zeigen mögliche Überflutungsbereiche, vermitteln aber kaum, wie sich ein Starkregenereignis tatsächlich vor Ort auswirkt.

Gerade erst hat das Geoportal.de [2] – als eine der zentralen Komponenten der GDI-DE, betrieben vom Bundesamt für Kartographie und Geodäsie – seine Plattform zur Recherche, zum Download und zur Darstellung von Geodaten und Geodatendiensten grundlegend überarbeitet, mit Version 3.0 und eigener Themenseite auch zu Starkregen. Das zeigt: Auf Bundesebene wird viel investiert, um Geodaten zu diesem Thema besser auffindbar und nutzbar zu machen. Doch so wertvoll diese zentrale Infrastruktur ist – sie bleibt eine Ebene über dem, was Menschen vor der eigenen Haustür erlebt haben.

NASK ergänzt diese Karten deshalb um eine entscheidende Perspektive: die reale Erfahrung aus der Stadt. Über die Plattform können Bürgerinnen und Bürger Starkregenereignisse dokumentieren [3] und Fotos hochladen – von überfluteten Straßen, vollgelaufenen Unterführungen oder Wasserständen an Gebäuden. So entsteht mit Hilfe dieser ersten zentralen Funktion des Portals Schritt für Schritt ein digitales Gedächtnis der Stadt für Starkregenereignisse, das Risiken greifbar macht, wo Karten allein an ihre Grenzen stoßen.

Ein weiteres Herzstück der modular aufgebauten Plattform (Gefahren melden, verstehen, erkennen) ist das zugehörige Kartenportal [4]: Hier laufen nicht nur die Gefahrenmeldungen der Bürgerinnen und Bürger zusammen, sondern auch Meldungen des Katastrophenschutzes – wie der Feuerwehr Halle, künftig sollen weitere Partner hinzukommen. Darüber hinaus sind die amtlichen Informationen von Bund und Ländern über zugehörige Geodienste eingebunden. So entsteht ein gemeinsamer, räumlich verorteter Überblick aus ziviler Beobachtung und professioneller Einsatzerfahrung.

Gleichzeitig bietet die Plattform konkrete Vorsorge-Informationen: welche Schutzmaßnahmen für Gebäude möglich sind, wie sich ein Grundstück gegen Starkregen sichern lässt und wie man sich im Ereignisfall richtig verhält. NASK verbindet damit Risikoinformation und praktische Handlungsmöglichkeiten und stärkt gezielt die Eigenvorsorge der Bevölkerung.

Technisch auf aktuellem Stand

Pünktlich zum Launch wurde unter der Haube des Systems noch einmal nachgeschärft: Live-Widgets zeigen aktuelles Wetter und Kurzfristprognose für Halle, und aktuelle DWD-Wetterwarnungen laufen jetzt als eigener Layer direkt in die Plattform ein – gespeist aus dem offiziellen DWD-Geodatendienst auf Gemeindeebene, alle 30 Minuten aktualisiert. Wer sich vertiefend zum Thema informieren möchte, findet außerdem zwei neue Lernmodule [5] zur städtischen Überflutung durch Starkregen: einen kompakten Schnellüberblick und eine ausführliche Vertiefung.

Ein Projekt aus Forschung, Verwaltung und studentischer Praxis

Entstanden ist NASK aus einer mehrjährigen Zusammenarbeit zwischen dem Team Klimaschutz der Stadt Halle (Saale) und dem Institut für Geowissenschaften und Geographie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Ziel der Kooperation: konkrete Herausforderungen der kommunalen Klimaanpassung in Forschung und Lehre einzubringen und gleichzeitig praxisnahe Lösungen für die Stadt zu entwickeln.

Den Großteil der Plattform – von der Aufbereitung komplexer Geodaten bis zur technischen Umsetzung – haben unser Forschungsteam und die Projektpartner in Stadtverwaltung und Katastrophenschutz entwickelt. Im Rahmen eines studentischen Seminars haben Studierende darüber hinaus das Meldeformular [3] entworfen und das kompakte Lernmodul entwickelt und damit zentrale Kompetenzen für ihren späteren Berufsweg erworben – von Fragen der Nutzerfreundlichkeit bis zur verständlichen Vermittlung von Klimarisiken für Verwaltung und Öffentlichkeit. Gefördert wurde das Projekt im Rahmen von SMARTilience, mit Mitteln der Europäischen Union (NextGenerationEU) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

NASK zeigt, wie Kommunen, Wissenschaft und Studierende gemeinsam praxisnahe Lösungen für die Klimaanpassung entwickeln können, und ergänzt bestehende Starkregengefahrenkarten um lokales Erfahrungswissen – ein übertragbares, skalierbares Modell für partizipative Starkregenvorsorge.

Werden Sie Teil des Projekts!

Am Donnerstag, 17. September 2026, 16–17 Uhr, stellen wir die Plattform beim Launch-Event live vor – im Institut für Geowissenschaften und Geographie, Haus Geographie, Raum 3.31. Auf dem Programm: die Homepage im Härtetest, gemeinsame Navigation durch die interaktiven Hochwasser- und Starkregenkarten, und der Austausch mit anderen Bürgerinnen und Bürgern über Erfahrungen und Handlungsmöglichkeiten.

Ihre Meldung macht den Unterschied. Machen Sie mit für eine starkregensichere Stadt:
starkregen.geo.uni-halle.de [1]
Ihre Ideen. Ihre Erfahrungen. Unsere Stadt. Gemeinsam sicher.

Abbildung 3: Der komplette NASK-Flyer

Zum Autor:

Dr. Detlef Thürkow ist Geoinformatiker mit Fokus auf digitale Bildung und angewandte Geoinformationstechnologien und Drohnenpilot mit dem Fokus auf UAV-Umweltmonitoring. Er lehrt Geoinformatik & Web-Kartographie und leitet Computerpools und Geoinformationsbereich des Instituts. Seine Schwerpunktee bilden Geoinformatik, Geodateninfrastrukturen, UAV, Klimaanpassung, E-Learning
Dr. Detlef Thürkow, Institut für Geowissenschaften und Geographie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Fachgebiet Digitale Geographie,
E-Mail: detlef.thuerkow@geo.uni-halle.de

[1] … https://starkregen.geo.uni-halle.de
[2] … https://www.geoportal.de/
[3] … https://survey123.arcgis.com/share/6533f914e7db4430bede197f46848de0?portalUrl=https://mlu.maps.arcgis.com
[4] … https://starkregen.geo.uni-halle.de/pages/karten
[5] … https://starkregen.geo.uni-halle.de/pages/storymap

#geoObserverTools: Neues Plugin „Duplicate Layer Remover“

Am Freitag haben die #geoObserverTools [1] wieder einmal Zuwachs bekommen, das QGIS-Plugin „Duplicate Layer Remover“ [2] steht zum Download für Euch bereit.

Das Problem:
Ab einer bestimmter Größe wird ein QGIS-Projekt mit seinen vielen Themen unübersichtlich und schwer handelbar. Oft schleichen sich Themen/Layer doppelt oder mehrfach ein, der Überblick geht leicht verloren. Die Anfälligkeit dafür vergrößert sich z. B., wenn mehrere Personen in einem Projekt arbeiten, man das Projekt von jemand anderem nutzt oder wenn man über vorgefertigte Layer-Zusammenstellungen Themen lädt, in denen jeweils das gleiche Thema vorkommt, z. B. immer die gleiche Hintergrundkarte.

Die unkomplizierte Lösung:
Das Plugin „Duplicate Layer Remover“ [2] kann das Projekt ganz schnell und unkompliziert aufräumen, es findet und entfernt doppelte oder mehrere Layer sicher aus dem aktuellen QGIS-Projekt. Dabei funktioniert der Algorithmus so, dass er sowohl gleiche Einzel-Layer als auch gleiche Layer in verschiedenen Gruppen sowie auch mehrfach gleiche Gruppen findet und und nach Bestätigung aus dem Projekt entfernt.

Das Plugin wird bei der Installation/Aktivierung in der Toolbar „geoObserverTools“ [1] eingebunden, diese muss aktiviert sein.

Screenshot: Toolbar „geoObserverTools“ [1]

Hinweis:
Die Erstellung des Plugins wurde durch KI unterstützt, die Verantwortung liegt beim Autor. Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen [4].

[1] … https://geoobserver.de/qgis-plugins/
[2] … https://plugins.qgis.org/plugins/DuplicateLayerRemover/
[3] … https://geoobserver.de/qgis-plugin-duplicate_layer_remover/
[4] … https://geoobserver.de/qgis-plugin-duplicate_layer_remover/#nutzungsbedingungen