Screenshot 1: Liste der gefundenen Plugins „geoObserverTools“ und Abfrage, ob die Fehlenden installiert werden sollten
Das geoObserverTools-Plugin [1] bietet keine eigenen speziellen GIS-Funktionen. Es dient vielmehr als Installer für die Sammlung meiner Plugins, den „geoObserverTools“ [2]. Beim Start prüft der Installer, welche Plugins der geoObserverTools im offiziellen QGIS Plugin Repository verfügbar sind und welche davon bereits in Deinem QGIS installiert sind. Wenn der Installer feststellt, dass noch Plugins fehlen, wird der Nutzer gefragt, ob er diese installieren möchte. Dabei kann für jedes einzelne Plugin entschieden werden, ob es installiert oder übersprungen werden soll. Für alle ausgewählten Plugins startet anschließend automatisch die Installation.
Screenshot 2: Erledigt – die beiden in Screenshot 1 zur Installation markierten Plugins wurden erfolgreich hinzugefügt
Über die Generierung von Farbpaletten habe ich hier schon des öfteren geschrieben [1], nun hat mir X (ehemals Twitter) [2] einen coolen Tipp gegeben: Phosphor [3] von Joshua Stevens. Hier könnt Ihr nach Belieben Eure Farbpalette erstellen und anpassen. Schaut Euch die Optionen an, kein Wunsch bleibt offen, jedenfalls nicht bei mir. Ich habe Phosphor am Wochenende getestet und meine generierte Farbpalette „Phosphor #1b2a49–#2dfb3b“ [4] auch gleich mal in QGIS eingebunden. Hier mein Kochbuch:
Screenshot 1: Schritt 1 – Erstellen der Farbpalette im Phosphor [3]
Bei Farbverlauf sollte nun der importierter Verlauf auswählbar sein.
Verlauf auswählen und auf Anwenden bzw. OK klicken.
Screenshot 2: Schritt 2 – Exportieren der Farbpalette als QGIS-XML-DateiScreenshot 3: Schritt 4-6 – Importieren der .xml-DateiScreenshot 4: Schritt 8-11 – Meinem Thema – DGM in gebiet von Halle (Saale) meinen Farbverlauf Phosphor #1b2a49–#2dfb3b zuweisen
Hier der Original-Tweet [2]:
Significant feature rollout for Phosphor: * Both predefined and custom palettes instantly tell you if they are colorblind-safe * Added live map and image previews of your palette * Controls to add parabolic curves if desired * (See next post)… pic.twitter.com/4w71aLHlwv
Eine Ribbon Toolbar (auch Menüband oder Multifunktionsleiste genannt) ist ein grafisches Bedienkonzept am oberen Rand von Anwendungsprogrammen, das herkömmliche Menüs und Symbolleisten in einer registerkartenbasierten Oberfläche zusammenfasst. Ihr kennt es ganz sicher aus den Office-Paketen. Dank des Neuen Plugins “Ribbon Toolbar” [1] stehen Euch nun solche Menü- und Symbolleisten auch in QGIS zur Verfügung. Momenta ist das Plugin noch im Status „Experimentell“, ich bin sicher, da kommet noch was. Also bitte testen und Feedback geben. Den Quelltext und die Beschreibung findet Ihr auf GitHub [2], [3]. Danke an Eithan Weiss Schonberg und Anita Graser!
PostgreSQL wird von den meisten „nur“ als relationales Datenbank-System wahrgenommen, immerhin als die leistungsfähigste Open-Source-Datenbank. Dass man mit PostgreSQL aber auch jede Menge zusätzlicher Dinge machen kann und dann eine ansehnliche Anzahl von Extra-Tools sparen kann, zeigt der Beitrag „PostgreSQL als vollständige Backend-Lösung: Warum eine Datenbank alle Tools ersetzen kann“ [1] von Martinsfeld. Genannt werden da beispielsweise ersetzbare Toosl Redis, Elasticsearch, Cron Jobs, Auth0/Firebase Auth, Pinecone/Vector-DBs, MongoDB, Google Analytics, GraphQL Server und Job Queues. Aus meiner Sicht hochinteressanter Stoff, einfach mal Lesen oder Hören, Staunen und dann … Machen 😉
Banner: Mein Test mit dem QR-Code-Generator für QGIS mit eine Code für den FNP in Halle (Saale)
Für die QR-Code-Erstellung findet man eine ganze Reihe von Tools im Internet. Mit dem neuen QR Code Generator für QGIS [1] kann man jedoch ohne das QGIS zu verlassen QR-Codes und gängige lineare Barcodes generieren, speichern und als bearbeitbare Bildelemente in das QGIS-Drucklayout einfügen. Einfacher geht es nicht. Den Code findet man auf GitHub [2], ebenso die Dokumentation [3].
Unterstützte Codes [3]:
QR-Code
Code 128 und Code 39
EAN-13 und EAN-8
UPC-A
GS1-128
ITF
Merkmale [3]:
Akzeptiert Links, Text, Produktnummern und andere unterstützte Werte.
Wählbare Vorder- und Hintergrundfarben, einschließlich Transparenz.
Konfigurierbare Ausgabebreite, QR-Fehlerkorrektur und Größe der Ruhezone.
Live-Vorschau und Kopieren in die Zwischenablage.
Export als hochauflösende PNG-Datei.
Direkte QGIS-Drucklayoutintegration.
Fügt QR-Codes/Barcodes zu den Menüs und Symbolleisten des Öffnens hinzu .
Speichert Layout-Assets nach Möglichkeit neben dem Projekt.
Eigenständige Version mit beiliegenden QR- und Barcode-Encodern.
Unterstützt QGIS 3.22 bis QGIS 4.x und Qt5/Qt6.
Screenshot 1: QR-Code-Generierung mit der URL für die FNP-Webseite [4] in Halle (Saale)Screenshot 2: Übernahme des QR-Codes ins Layout mit einem Klick
Ein Cron-Job ist bekanntlich ein zeitgesteuerter Hintergrundprozess in Unix- und Linux-Betriebssystemen, welcher dazu dient, wiederkehrende Aufgaben automatisiert auszuführen. Die Admins kennen das und nutzen diese Cron-Jobs für viele sich wiederholende Aufgaben. Aber wusstet Ihr auch, dass man mit PostgreSQL Extension pg_cron [1] auch direkt in der Datenbank solche automatischen Aufgaben ablaufen lassen kann?
Die Installation ist denkbar einfach, ein einfacher Befehl reicht aus:
CREATE EXTENSION pg_cron;oder CREATE EXTENSION IF NOT EXISTS pg_cron;
Die Syntax für die zeitliche Steuerung der Aufgaben lehnt sich an die aus den Cron-Jobs auf Betriebssystem-Basis bekannte an:
zeitgesteuerte Aufgabe werden dort definiert wird, wo die eigentliche Aufgabe stattfindet, nämlich in der Datenbank und damit eine saubere Trennung von automatisierten OS-Jobs und Datenbank-Jobs.
keine Berücksichtigung von OS-Benutzer/Passwort, Umgebungsvariablen, Dateirechten und Pfaden nötig, der pg_cron-Job arbeitet mit den Rechen des Benutzers, der ihn eingerichtet hat
Wer an einem detaillierteren Vergleich von Cron-Jobs auf Betriebssystem-Ebene mit denen direkt in der Datenbank wünscht, kann sich gern mal meinen Chat auf ChatGPT [3] anschauen.
pg_cron is a PostgreSQL extension that runs scheduled jobs inside the database using standard cron syntax. If you find you are building jobs that mostly consist of calling database commands, just let Postgres handle it with pg_cron. It is a simple, reliable, and efficient way to… pic.twitter.com/fLYcAtesqp
Screenshot 1: Der Atlas von goal100.studio [2] bei Halle (Saale), hier mit der Identifikation eine Windkraftanlage (Bildquelle [2])
Im August 2026 habe ich hier im GeoBlog einen Beitrag zu einer Energiekarte veröffentlicht, vgl. [1]. Nun wurde ich von einem User informiert, dass eine ähnliche Karte unter goal100.studio [2] zu finden ist. Dort heißt es:
“Unser neues Web-GIS goal100.studio bietet den Überblick über Ihre Energiewendeprojekte. Kollaboratives Karten- und Projektierungsinstrument für Projektierer:innen, Kommunen, Genossenschaften, Beratungen und Akteure mit Landeigentum.“
Ich habe mir die Anwendung am Wochenende mal angeschaut und festgestellt: Interessant und in jedem Fall eine Bereicherung. Bemerkenswert sind die Überschriften „Energiewende ist Teamarbeit.“ und „Unsere Mission: Wir demokratisieren den Zugang zu Daten der Energiewende“. Ich hatte auch Kontakt zur den Protagonisten Bahne Carstensen und Jakob Ortmann und konnte neben meinen eigenen positiven Eindrücken folgende Infos zusammen tragen:
sehr viele Datenlayer sind bereits in der kostenfreien Version verfügbar
angereicherte und korrigierte Daten zu Erzeugungsanlagen, insbesondere zu Windanlagen in der Genehmigungsphase sowie zu EEG-Zuschlägen stehen zur Verfügung
ein webbasierter Layout-Editor kann für Skizzen möglicher Solar-, Wind-, oder Batterieparks genutzt werden und erlaubt, diese zu teilen
Bemerkenswert fand ich auch die Layer „EEG-Förderungsfähige Flächen“ und die „Privilegierte Flächen“, so etwas hatte ich bisher noch nicht gesehen. Naja, liegt ggf. an mir 😉
die Pro-Version ist günstiger als vergleichbare Angebote
Zur Historie des Projektes habe ich folgende Informationen bekommen: „Goal100 hat als Non-Profit angefangen, Genehmigungsdaten zu Windenergieanlagen zu sammeln und in einem öffentlichen Dashboard zur Verfügung zu stellen, auf goal100.org. [5] Um weitere Nutzungen dieser Daten zu ermöglichen, und um Non-Profit-Angebote quer zu finanzieren, wurde Anfang 2026 das Web-GIS-Angebot goal100.studio gelaunched. Es bietet niedrigschwelligen Zugang zu energiewenderelevanten Geodaten und vereinfacht Projektentwicklungsprozesse.“
Derzeit werden die Daten nicht als Geodienste angeboten, ich würde mir das natürlich für den GeoBasis_Loader [6] wünschen 😉. Aber es gibt Überlegungen, verschiedenen Datenlayer als GeoParquet zur Verfügung zu stellen, wenn genügende Interesse daran bestünde. Ich bin gespannt, werde es verfolgen und darüber berichten.
Screenshot 1: Einstellungen jetzt im Ausklappmenü des Weather-Picker-Buttons und Punktsammlung und Darstellung der Diagramme auf der Karte
Die gute Nachricht zum Wochenende: Ein Plugin der #geoObserverTools [1], der Weather Picker [2] steht seit gestern in der neuesten Version v0.8.1 zur Verfügung. Thomas Wölk hat einige interessante Funktionen hinzugefügt. Alle Neuerungen findet Ihr im ChangeLog [3], die wichtigsten Änderungen sind folgende:
Niederschlag inkl. Schnee und Schauer, erweitertes Diagramm mit Tagesmittel, Tagessummen, kumuliertem Niederschlag, Zoom/Pan sowie verbesserten Achsen und Markierungen
Ortssuche
Punktsammlung und Darstellung der Diagramme auf der Karte
Einstellungen jetzt im Ausklappmenü des Weather-Picker-Buttons
Export-Funktion: PNG, SVG, PDF, CSV und georeferenziertes GeoTIFF
Animation: Zoom/Pan sowie verbesserten Achsen und Markierungen in den DiagrammenScreenshot 2: EinstellungenScreenshot 3: Ortssuche
Kaum zu glauben, aber Linux hat heute den 35. Geburtstag. Am 25.08.1991 hat Linus Torvalds [1] eine Ankündigung [2], [3] gemacht, quasi: Eh schaut mal, ich hab da was, nicht Großes … [1], [4]. Und 23 Tage später, am 17.09.1991 folgte lt. Wikipedia dieErstveröffentlichung [4]. Und was dann daraus geworden ist, wissen wir vermutlich alle. Das Internet, wie wir es heute kennen, gäbe es ohne Linux nicht, diese freie Software ist quasi eines der wichtigsten Internet-Fundamente. Und Linux ist auch in der GIS-Welt nicht mehr wegzudenken. Viele IT-Lösungen, auch im GIS-Bereich wurden erst durch die Linux-Basis bezahlbar und möglich.
In diesem Sinne, danke Linus, danke allen Mitwirkenden, weiter so und die wirklich herzlichsten GLÜCKWÜNSCHE vom #geoObserver!
Screenshot 2: Bild der Ankündigung [2] (Bildquelle Reddit [3])
Übrigens: Ich arbeitete damals mit Ultrix auf einer DecStation 3100, Unix war mir also sehr nah. Linux kam später, meine erste Distribution war – hoffentlich erinnere ich mich richtig – Suse-Linux 5.x am Anfang auf sechs oder sieben Disketten, später auf CDs/DVDs und danach als Downloads.
Relikt: Linux 8.1, die ältesten CDs, die ich bei uns noch auftreiben konnte
Mathias hat mit Polizeikarte [1] eine Karte veröffentlicht, die öffentliche Pressemeldungen deutscher Polizeibehörden bündelt. Sie umfasst rund 63.600 Vorfälle aus 260 Orten in 14 Bundesländern. Für die Geokodierung kommt Nominatim zum Einsatz, die Darstellung erfolgt mit MapLibre GL JS auf Basis von Kacheln von OpenFreeMap. Ergänzend lassen sich amtliche Vergleichsebenen einblenden, darunter der Unfallatlas der Statistischen Ämter mit 585.815 Unfällen aus den Jahren 2018 bis 2025. Das nicht-kommerzielle Projekt ist unabhängig von staatlichen Behörden.
Screenshot: Die mit Polizeikarte [1] mit den Daten der letzten drei Monate in Halle (Saale)