Na, wisst Ihr schon, was Ihr an der Ostertagen macht, man sollte schließlich zeitig genug planen 😉 Mein Tipp: Erfasst doch mal an den Lokationen Eurer Wahl Obst- und Streuobstwiesen.
Screenshot: Besonders hoch ist die „Obstwiesendichte“ westlich des Schwarzwaldes oder ist da „nur“ am meisten erfasst? (Bildquelle [4])
Im OpenStreetMap-Forum hat User Henri97 seine „Neue Karte für Streuobstwiesen & Obstgärten“ [1] vorgestellt, Ihr findet das Portal unter portal-streuobst.de [2] oder geht gleich direkt zur Karte[3]. Dort könnt Ihr Eure beobachteten und erfassten Obst- und Streuobstwiesen OpenStreetMap-basiert eintragen. Lt. Nabu [5] könnten bundesweit „250.000 ha bis 300.000 ha Streuobstbestände, davon über 95 Prozent Streuobstwiesen“ [5] existieren
Screenshot 1: Die Mittelachsen-Funktion mit den LSA-ALKIS-Gebäuden
Kennt Ihr SFCGAL? Ich kannte es bisher nicht, mein Fehler? 😉 Also, was macht man heute? Man befragt eine KI, ich ChatGPT und diese lieferte sinngemäß Folgendes:
„SFCGAL ist eine spezialisierte Geometrie-Bibliothek, die vor allem im GIS- und 3D-Kontext eingesetzt wird. SFCGAL erweitert klassische 2D-Geometriebibliotheken um echte 3D-Funktionalität und robuste geometrische Operationen.“ und „SFCGAL ist eine High-End-Geometrie-Engine für 3D und komplexe Fälle, die vor allem dann relevant wird, wenn klassische GIS-Tools an ihre Grenzen kommen.“ sowie „SFCGAL ist kein Ersatz für GEOS, sondern eine Ergänzung.“
Durch einen LinkedIn-Beitrag von Salvatore Fiandaca (Danke Toto!) bin ich auf SFCGAL aufmerksam geworden, seine Message: Die Funktionen dieser Bibliothek gibt es jetzt also auch als (derzeit experimentelles) QGIS-Plugin „QSFCGAL“ [3]. Dort heißt es:
„Dieses Plugin integriert SFCGAL-Funktionen in die QGIS-Verarbeitungswerkzeugkiste und Ausdrücke für fortgeschrittene räumliche Analysen. Die SFCGAL-Bibliothek wird mithilfe des pysfcgal-Wrappers in einem QGIS-Plugin implementiert.“ [3]
Ich habe die Bibliothek mal angetestet, mein besonderes Augenmerk betraf die Mittelachsen-Funktion. Diese Problematik hatte ich bereits mehrfach bei meiner Flussbreiten-Berechnung [4] thematisiert. Ich habe mit den ALKIS-Gebäuden in Sachsen-Anhalt [5] und den Gewässern der Stadt Halle (Saale) [6] getestet. Auf den ersten Blick sehen die Ergebnisse trotz völlig unterschiedlichen Geometrien (hier Häuser und Flussläufe) gut aus. Mal sehen, wie sie sich weiter verarbeiten lassen. Ich bin noch am testen …
Screenshot 2: Die Mittelachsen-Funktion mit den LSA-ALKIS-Gebäuden und hinterlegte DOP20Screenshot 3: Die Mittelachsen-Funktion mit den Gewässern der Stadt Halle (Sasle) und hinterlegte DOP20
Einzige von mir festgestellte Einschränkung: Unter MacOS habe ich das Plugin nicht zu Laufen bekommen, hier fehlt eine Windows-DLL 😉 Der Sachverhalt ist von mir gemeldet [7] und wird sicher korrigiert.
Ich starte in diese Woche mit einen GROSSEN DANKSCHÖN! Danke an die FOSSGIS 2026, vor allem die Organisatoren, die Mitwirkenden, die Helfer, die Leute vom CCC, die Sponsoren und die Teilnehmer. Wieder eine großartige Veranstaltung im Umfeld offener (Geo)-Software und offener Daten! Wieder ganz großes Geo-Kino, Danke!
Gleich zwei (FOSSGIS-) News (schon vom Freitag) und beide haben mit dem GeoBasis_Loader (GBL) zu tun. Zum einen durfte ich auf der FOSSGIS 2026 in Göttingen [1] über den GeoBasis_Loader [3] berichten. Leider war die Zeit sehr knapp, ein Lightning Talk geht eben nur 5 Minuten. Trotzdem, es hat Spaß gemacht, meinen Vortrag findet Ihr als CCC-Videomitschnitt [4] und Folien [5].
Na, wo bin ich? Guppenfoto FOSSGIS 2026 in Göttingen (Bildquelle [2])
Die zweite Meldung: der GeoBasis_Loader erreichte genau während der FOSSGIS am Freitag, 14:06 Uhr den 44.444 Download, na das freut eine doch 😉
Screenshot: Der 44444. GeoBasis_Loader-Download, am Freitag, den 27.03.2026, 14:06 Uhr
Oops, das ging ja schnell, das ist Rekord! Gestern wurde die FOSSGIS 2026 in Göttingen [1] eröffnet und am gleichen Tag waren Dank des CCC schon die Mitschnitte von Tag 1 [2] online. Ich glaube, schneller habe ich das noch nicht erlebt. Für alle, die bei der FOSSGIS 2026 nicht live dabei sein können, besteht damit wieder einmal die Riesenchance, sich die Beiträge jetzt sofort und im Nachgang anzuschauen. Danke allen Mitwirkenden, großartig!
Man entdeckt immer wieder neue POIs auf dieser Welt, diesmal das berühmteste Schlüsselloch in Rom, das „Schlüsselloch der Malteserritter“ [1] an der Basilica dei Santi Bonifacio e Alessio. Also, wer von Euch schon dort war oder das nächste Mal in Rom und dort in der Nähe ist, schickt mir gern Euer Foto oder Video von dieser Lokation mit dem faszinierendem Blick zum Petersdom. Wenn Ihr wollt, bekommt es hier einen Eintrag auf Wunsch mit Namensnennung 😉
Im Regionalatlas [1] kann man eine Vielzahl der Daten der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder entdecken und recherchieren. Neben der interaktiven Karte lassen sich die Daten auch als Zeit-Diagramme, Häufigkeitsverteilungen und in Tabellenform nutzen. Eine Neuerung ist die Möglichkeit, die Daten auch regional zu vergleichen, dazu gibt es die neue Funktion „Regionsradar“. Wusstet Ihr z. B., dass die Stadt Halle (Saale) beim Thema „Haushaltsabfälle je EW 2023“ an 144. Stelle von 388 steht, d. h. „Rund 63 % aller Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland haben einen höheren Wert als die ausgewählte Region.„.
Am Freitag, den 20.03.2026 gab GDAL-Maintainer Even Rouault per Mail [1] bekannt, dass eine neue Version der universellen GDAL-Bibliothek [2] zur Verfügung steht, aktuell ist nun GDAL v3.12.3, ein Bug Fix Release. GDAL steht für Geospatial Data Abstraction Library und ist vor allem als Kommandozeilen-Tool, aber auch als wesentlicher Bestandteil von QGIS bekannt. Alle Neuerungen findet Ihr auf GitHub [3].
Zum Wochenende ein Gastbeitrag von Torsten Wolff für den #geoObserver, Danke Torsten!
Am Donnerstag, dem 26. März 2026 um 19:30 Uhr, eröffnet das Forum Gestaltung [1] in Magdeburg die Ausstellung „Maps oder Die Aneignung von Welt(karten) Malerei auf Schullandkarten” der Künstlerin Beate Schoppmann [2], [3]. In einem Gespräch mit dem Veranstalter kam ich darauf, dass auf den DDR-Schulwandkarten meistens „Haack Gotha” stand.
Das ließ mich aufhorchen, da ich in letzter Zeit zweimal in Gotha war, aber keine Ahnung hatte, wo diese Karten entstanden sind. In Gotha ist mir aber das Perthes Forum [4] aufgefallen, von dem ich noch nie etwas gehört hatte. An einer Fassade des Forums waren verschiedene Symbole angebracht. Meine Recherchen haben dann ergeben, dass genau hier die Karten der VEB Hermann Haack Geographisch-Kartographische Anstalt Gotha hergestellt wurden. In dem Gebäude befindet sich heute die Perthes-Gotha-Kartensammlung der Forschungsbibliothek Gotha der Universität Erfurt. Übrigens gab es zur damaligen Zeit neben Haack Gotha die Justus Perthes Geographische Verlagsanstalt Darmstadt als Rechtsnachfolger des enteigneten Gothaer Stammhauses, die auch Karten von Haack Gotha kaufte [5]. Hermann Haack war Kartograf und wurde in der Nähe von Gotha geboren. Er begann im Frühjahressemester 1893 sein Studium der Geografie und Kartografie in Halle. [6] Wer der Stadt Gotha in Thüringen einen Besuch abstatten möchte, hat einiges zu entdecken. Nach vorheriger Anmeldung können auch die Bestände der Kartensammlung eingesehen werden. [7]
Der Klett-Perthes Verlag in Gotha (Bildquelle [4])
Meine Leseempfehlung zum Thema: Wirkt der „Dark Mode“ in der Kartographie anders herum oder wie werden die Farben im immer mehr genutzten Dunkelmodus wahrgenommen? Während im Hellmodus dunklere Farben mit einer größeren Wertigkeit assoziiert werden, stellt sich die folgende Frage: Ist das im Dunkelmodus genau so oder, wie vielleicht zu erwarten, genau umgekehrt? Prof. Dr. Jochen Schiewe, Präsident der DGfK [1] hat es in einer mit 214 Personen durchgeführten Online-Studie untersucht. In seinem KN-Beitrag „Dark‑is‑More Bias Also in Dark Mode? Perception of Colours in Choropleth Maps in Dark Mode“ [2], als PDF downloadbar unter [3], sind die Ergebnisse veröffentlicht, also, wie die Farben im Hell- und Dunkelmodus auf die Probanden wirken. Ich spoilere mal nicht, lest selbst 😉 es lohnt sich. Nur eins dazu:
„Die Studienergebnisse erlauben auch generelle Gestaltungsempfehlungen für künftige Dunkelmodus-Farbschemata für Karten.“ [2]