QGIS-Tipp: Schrittweise entwickeln mit Jupyter Notebook direkt im QGIS!

Jupyter Notebook [1] als interaktive Arbeitsumgebung wird vor allem für Datenanalysen, wissenschaftliches Rechnen, in der Lehre und beim Prototyping genutzt. Besonders stark ist es immer genau dann, wenn man wirklich jeden Schritt oder Block einzeln testen und optimieren und das Ganze auch nachvollziehbar behalten und speichern will. Außerdem können in einen Notebook sowohl Code (z. B. Python) als auch beschreibender Text (als Markdown) gemischt werden. Seit Ende des letzten Jahres kann Jupyter Notebook nun auch via dem neuen QGIS-Plugin „QGIS Notebook Plugin“ [2] von Qiusheng Wu direkt im QGIS genutzt werden. IMHO eine wirklich coole Entwicklung, wenn wohl auch noch nicht alles perfekt ist, wie Anita Graser in [4] beschreibt. Mein Tipp: Schaut Euch das Video [5] an, es lohnt sich. Ich bin sicher, das Ding hat Potenzial und QGIS-Entwickler dürfen noch Großartiges erwarten, ich beobachte weiter und halte Euch auf dem Laufenden. Danke Qiusheng Wu!
Ich hab’s mal kurz angetestet, siehe Screenshot:

Screenshot: Mein erster Test mit dem neuen QGIS-Plugin „QGIS Notebook Plugin“ [2] auf Mac

Hier der Original-Tweet [3]:

Und hier noch eine Info zum Update [6]:

[1] … https://jupyter.org/
[2] … https://plugins.qgis.org/plugins/qgis_notebook/
[3] … https://x.com/giswqs/status/2005659141973651457?s=20
[4] … https://anitagraser.com/2026/01/10/notebooks-in-qgis
[5] … https://www.youtube.com/watch?v=Nr2QEZq2Q_Q
[6] … https://x.com/giswqs/status/2011149069482385514?s=20

Update: Vereinfachung bereits in der Geo-Datenbank

In meinem vorgestrigen Beitrag [1] gab es wohl einige Fragen [2] bzgl. meiner Ausführungen bei der gemeinsamen Nutzung der vereinfachten Daten in einer Datenbank. Da vermutlich nicht alle die Diskussion verfolgen, versuche ich jetzt noch einmal zu präzisieren. Per SELECT wird die Vereinfachung natürlich nur einmalig für den Anfragenden berechnet, nur ihm/ihr steht das Ergebnis zur Verfügung. Nutzt man die Funktionen hingegen, um die Daten innerhalb der Datenbank zu vereinfachen und das Ergebnis in diese zurück zuschreiben, z. B. mit CREATE, stehen die Ergebnisse dann allen berechtigten Nutzern zur Verfügung.
Hier ein Beispiel, die Eingangsdaten werden mit einer Toleranz von 10m mit der CLEAN-Funktion (ST_CoverageClean) [3] vereinfacht:

-- Clean the coverage, merging gaps with width <= 1
CREATE TABLE test.test_1_poly_10 as SELECT id, ST_CoverageClean(geom, 10) over() AS GEOM FROM test.test_1_poly;

Screenshot 1: Der Eingangsdatenbestand „test_1_poly“ mit typischen Geometriefehlern wie Lücken und Überschneidungen
Screenshot 2: Der Ergebnisdatenbestand „test_1_poly_10“ mit CLEAN (ST_CoverageClean) bearbeitet ohne die typischen Geometriefehlern wie Lücken und Überschneidungen in perfekter Topologie
Screenshot 3: Eingangs- und Ausgangs-Datenbestand inkl. SQL-Statement

[1] … https://geoobserver.de/2026/01/13/vereinfachung-bereits-in-der-geo-datenbank/
[2] … https://geoobserver.de/2026/01/13/vereinfachung-bereits-in-der-geo-datenbank/#comment-30646
[3] … https://postgis.net/docs/manual-3.7/de/ST_CoverageClean.html

Vereinfachung bereits in der Geo-Datenbank

Bitte beachtet auch das Update vom 15.01.2026.

Screenshot (Bildquelle [1])

Wer mit Geodaten zu tun hat, kommt oft in die Situation, diese Daten mit geeigneten Werkzeuge zu vereinfachen. Oft wird dazu der lokale GIS-Client mit Funktionen wie Clean oder Simplify genutzt. Das heißt aber auch, dass die Clienten auch bei Nutzung einer Datenbank jeweils nur für sich selbst diese Arbeiten ausführen und ggf. kein Anderer davon partizipiert. Die Datenbank selbst mit ihren spatialen Erweiterungen bietet heutzutage jede Menge leistungsfähiger Funktionen für diese Aufgaben an. Was spricht also dagegen, diese auch gleich dort zu nutzen, z. B. um Abfragen performanter zu machen oder Datenbestände zentral zu vereinfachen? Einen lesenswerten Beitrag dazu „PostGIS Performance: Simplification“ [1] von Paul Ramsey habe ich via X (ehemals Twitter) [2] im crunchydata-Blog [3] gefunden. Dort werden eine Vielzahl nützlicher Vereinfachungs-Funktionen direkt in der Datenbank, aber auch ihre Grenzen vorgestellt:

[1] … https://www.crunchydata.com/blog/postgis-performance-simplification
[2] … https://x.com/crunchydata/status/1998497697993498791?s=20
[3] … https://www.crunchydata.com/blog

FOSSGIS 2026 – Anmeldung ist freigeschaltet, Helfer gesucht!

Bildquelle [1]

Das Konferenzorganisationsteam der FOSSGIS 2026 [1] teilte am Donnerstag mit, dass die Anmeldung zur FOSSGIS-Konferenz 2026 freigeschaltet wurde. Ihr findet die Anmeldung auf der FOSSGIS 2026-Anmeldungsseite [2].
Außerdem werden wie in jedem Jahr noch freiwillige Helfer gesucht, wer sich also beteiligen kann und möchte, findet alle Infos dazu im FOSSGIS 2026 ENGELSYSTEM [3].

[1] … https://www.fossgis-konferenz.de/2026/
[2] … https://www.fossgis-konferenz.de/2026/anmeldung/
[3] … https://helfen.fossgis.de/

DataViz: The Rising Sun

Was Schönes zum Wochenende? Die IMHO wohl schönste Datenvisualisierung (DataViz) zum Thema „Sonnenauf- und untergänge“ habe ich via LinkedIn [1] bei Benjamin Niedermann [2] in seine Anwendung „Sunrise and Sunset“ [3] gefunden. Einfach starten, beim Start seid Ihr auch gleich beim aktuellen, Datum und die Karte auf Euern gewünschten Standort bewegen. Dann auf Wunsch am äußeren (Monats-)Rad drehen, Sonnenauf- und untergangszeiten sowie die Sonnenhöhe ablesen.

Screenshot: Sonnenauf- und untergang am 9. Januar 2026 in Halle (Saale) (Bildquelle [3])

„Eine orange Kurve veranschaulicht den Sonnenaufgang und -untergang an diesem Ort und ermöglicht so eine intuitive Erkundung der Tageslichtmuster und jahreszeitlichen Veränderungen.“ [3]

[1] … https://www.linkedin.com/posts/benjamin-niedermann_datavisualization-infographics-astronomy-activity-7403436878886002688-nc47
[2] … https://se.linkedin.com/in/benjamin-niedermann?trk=public_post_feed-actor-name
[3] … https://visquill.com/#/gallery?example=sun-map
[4] … https://youtu.be/N4bFqW_eu2I

GBL: GeoBasis_Loader mit neuen Themen

Screenshot: Neue Daten im „GeoBasis_Loader“ (GBL) [1], hier die Zeitzonen als WFS mit QGIS symbolisiert und beschriftet, im Hintergrund die Light-Variante der NE-Basemap

Gleich zu Beginn des neuen Jahres hat das QGIS-Plugin „GeoBasis_Loader“ (GBL) [1] Zuwachs bei den Layern bekommen. Neu sind einige Themen im GBL-Katalog 3. Zum Jahreswechsel immer besonders interessant zwei Themen (WMS & WFS) mit den Zeitzonen. Außerdem stehen zwei wunderbare, weil sparsame Hintergrundkarten sowie eine weltweites Gradnetz zur Verfügung. Die Daten kommen von Natural Earth [2], die Geodienste werden von der DLR bereit gestellt.

[1] … https://geobasisloader.de
[2] … https://www.naturalearthdata.com/

QGIS-Tipp: Plugin „QGIS Dual Viewer“

Das neue Plugin „QGIS Dual Viewer“ [1] von Deepak Kumar und Surya Shankar Kaibartya [2] versetzt Euch in die Lage, zwei unabhängige aber synchronisierte Kartenansichten für den direkten visuellen Vergleich verschiedener Themen oder Themenzusammenstellungen im QGIS zu öffnen. Dabei könnt Ihr in beiden Ansichten in Echtzeit synchron zoomen und schwenken. Zur Steuerung verfügt jede Ansicht verfügt über ein eigenes Ebenenbedienfeld („Layers“), was eine einfache, effektive Übernahme ausgesuchter Themen des Hauptfensters in das Vergleichsfenster ermöglicht. Den Quellcode und eine Kurzdokumentation findet Ihr auf GitHub [3].

Screenshot: Mein Test – die (älteren) Google-Satelliten-Bilder verglichen mit den aktuelleren DOP 20 vom LVermGeo LSA am Beispiel der neuen Reileck-Bebauung auf dem GRAVO-Druck-Gelände [4] in Halle (Saale)

[1] … https://plugins.qgis.org/plugins/QGISDualViewer/
[2] … https://plugins.qgis.org/plugins/author/Deepak%2520…%2520Shankar%2520Kaibartya/
[3] … https://github.com/dk0885807-dotcom/QGISDualMapViewer
[4] … https://www.openstreetmap.org/#map=19/51.495634/11.966549

2026 – Happy New Year!

Allen meinen (Fach)Kollegen, Lesern, Followern, Freunden und Bekannten wünsche ich ein glückliches, entspanntes und erfolgreiches neues Jahr. Möge es ein Jahr voller schöner Momente sowie spannender Arbeit mit guten Analysen und Entscheidungen werden!

Generiert mit dem ascii-art-generator [1], den Text findet Ihr übrigens unter 2026_HappyNewYear_BannerTxt.txt [2], die Originalgrafik bei illustoon unter [3]

[1] … https://www.ascii-art-generator.org/de.html
[2] … https://geoobserver.de/wp-content/uploads/2026/01/2026_HappyNewYear_BannerTxt.txt
[3] … https://illustoon.com/?id=6011

MCAAHNY!

Bild: Thaliapassagen-Weihnachtsstern in Halle [1], [2]

Allen meinen Fachkollegen, Lesern und Followern wünsche ich ein Frohes Weihnachtsfest und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr! Kommt zur Ruhe, entspannt Euch, verbringt viel Zeit mit Euern Lieben, sammelt neue Kräfte und lasst uns auch im nächsten Jahr wieder neues und spannendes „GeoZeugs“ austauschen.
Und weil ja Weihnachten ist, vielleicht wollt Ihr noch etwas Gutes tun?

Und übrigens, diesen wunderschönen Weihnachtsstern im Bild habe ich hier gefunden:
[1] … https://www.openstreetmap.org/#map=19/51.490352/11.966292
[2] … https://maps.app.goo.gl/uUNbaRgr2KSMpstX8

GDAL Released: v3.12.1

Gestern, am Donnerstag, den 18.12.2025 gab GDAL-Maintainer Even Rouault per Mail [1] bekannt, dass eine neue Version der universellen GDAL-Bibliothek [2] zur Verfügung steht, aktuell ist nun GDAL v3.12.1, ein Bug Fix Release. GDAL steht für Geospatial Data Abstraction Library und ist vor allem als Kommandozeilen-Tool, aber auch als wesentlicher Bestandteil von QGIS bekannt. Die Neuerungen findet Ihr auf GitHub [3].

[1] … https://lists.osgeo.org/pipermail/gdal-dev/2025-December/061238.html
[2] … https://gdal.org/
[3] …https://github.com/OSGeo/gdal/blob/v3.12.1/NEWS.md