Gut befeuert: Die Lighthousemap

Animation 1: Mitschnitt der Lighthousemap [1] um Rostock

Was Schönes zum Wochenende oder im Urlaub: Falls Ihre gerade irgendwo an einer Küste seid, schaut nach Leuchttürmen (auch Leuchtfeuer oder Befeuerung) und dann gleich auch mal in die Karte der Leuchttürme, die Lighthousemap [1] vom Geo Team der Universität in Groningen. Ganz sicher findet Ihr auch „Euern“ Leuchtturm.

Die Daten stammen via Overpass-API mit der Anfrage nach allen Elementen mit einem „seamark:light:sequence“- oder „seamark:light:1:sequence“-Attribut. Diese werden dekodiert und mithilfe von Leaflet als farbige Kreise auf der Karte angezeigt. Außerdem wird versucht, die Attribute „seamark:light:range“ und „seamark:light:colour“ zu berücksichtigen. Den Code findet Ihr auf GitHub [2]. Falls Ihr „Euern“ Leuchtturm nicht findet, ergänzt ihn einfach im OpenStreetMap und schon ist er auch auf dieser Karte zu finden 🙂

Animation 2: Mitschnitt der Lighthousemap [1] um ganz Europa

[1] … https://watmildon.github.io/lighthouse-map-libre/#map=4.00/54.1262/12.0942
[2] … https://github.com/geodienst/lighthousemap

OSM-Zeitreise: Die „before/after map“

Animation: Das Ergebnis meines Tests, Vergleich des letzten 10 Jahren in den OSM-Daten, Standort Halle (Saale), Pauslusviertel [2]

Wolltest Du auch schon immer mal wissen, wie sich die OSM-Daten an einer bestimmten Stelle verändert haben, also eine OSM-Zeitreise machen? Das ist jetzt mit der „before/after map“ auf mapki [1] ganz einfach möglich. Lass Dir einfach den „sign-in“-Link schicken, nutze diesen und suche Dir Dein gewünschtes Gebiet auf der OSM-Karte aus. Dann noch schnell ein Rechteck zeichnen, den gewünschten Zeitraum eingeben und schon hast Du die erforderlichen Eingaben gemacht. Nur noch starten und einige Zeit später bekommst Du einen neuen Link mit der Ergebniskarte.

Ich hab’s probiert, in Halle (Saale), Paulusviertel für den Zeitraum von vor 10 Jahren bis heute. Man muss etwas geduldig sein, bei mir hat es ca. 2:25 h gedauert, vielleicht war auch gerade viel los, aber das tolle Ergebnis [2] zählt, siehe auch Animation oben. Die deutlichsten Veränderungen: Pauluspark, Trafohaus auf dem Spielplatz entfernt, Parkmöglichkeiten ergänzt, Rembrandtstraße vervollständigt, mehr Läden und Praxen erfasst.

[1] … https://beforeafter.mapki.com/
[2] … https://beforeafter.mapki.com/jobs/be76f4a5-4cc4-4c20-bc17-5a88e9bb4945

Röntgen: 569 freie OSM-Symbole

Screenshots: Die Röntgen-Symbole (Bildquellen [4])

Röntgen [1] ist ein Set von Icons, um verschiedene Kartenelemente aus der OpenStreetMap-Datenbank darzustellen. Es lässt sich jedoch auch problemlos für beliebige Kartenprojekte oder auch für Vorhaben, die ggf. nichts mit Karten zu tun haben, verwenden. Derzeit besteht das Set aus 569 Icons. Alls Icons stehen im SVG-Format zur Verfügung, eine Nachnutzung in Eurem GIS, z. B. QGIS ist damit unproblematisch möglich. Sergey (enzet) hat auf Mastodon [2] mitgeteilt, dass jetzt Version 0.16.0 [3] von Röntgen veröffentlicht wurde. Das komplette Icon-Set könnt Ihr als ZIP auf GitHub [6] herunter laden.

Gefunden in der OSM-Wochennotiz 830 [7]

[1] … https://github.com/enzet/Roentgen
[2] … https://masto.ai/@enzet/116730975785360141
[3] …https://github.com/enzet/Roentgen/releases/tag/v0.16.0
[4] … https://github.com/enzet/Roentgen/blob/main/doc/grid_black.svg
[5] … https://enzet.ru/roentgen/#advertising_column
[6] … https://github.com/enzet/Roentgen/releases/download/v0.16.0/roentgen-0.16.0.zip
[7] … https://weeklyosm.eu/de/archives/18652

MapOnShirt: GeoNerds immer gut angezogen

Screenshot 1: Einfacher, durchsichtiger Entwurfsprozess (Bildquelle [1])

Der GeoInteressierte legt möglicherweise Wert darauf, seine Geoaffinität auch offen zu zeigen. Wem es ebenso so geht, der sollte sich mal MapOnShirt [1] mit den verschiedensten Varianten der OpenStreetMap-Visualisierung auf verschiedenen Produkten anschauen, dort heißt es

Fantastische Kartendesigns
MapOnShirt ist ein tolles Tool, mit dem man farbenfrohe Designs aus Landkarten erstellen und diese in hochwertige Artikel verwandeln kann – T-Shirts, Poster, Kissen und mehr.
„Es ist der ideale Ort für durchdachte Geschenke und originelle Wohnaccessoires.“
[1]

Screenshot 2: Mein erster #geoObserver-Prototyp, an den Farben ist selbstverständlich noch zu arbeiten 😉 (Bildquelle [1])

[1] … https://maponshirt.com/
[2] … https://youtu.be/sIBijuqR8Yw?si=DhWZCWxiJYCgAy5H

Energieinfrastrukur mit OpenGridWorks

Screenshot 1: OpenGridWorks [1] in Europa (Bildquelle [1])

Einen Überblick über weltweit vorhandene öffentliche Daten aus dem Energiesektor, kreiert von Brian Bartholomew findet Ihr bei OpenGridWorks [1]. Genießt die Datenfülle und die Datenvisualisierung und entdeckt die Energiewelt noch mal mit anderen Augen. Die Daten stammen aus OpenStreetMap, der PeeringDB [2], EpochAI [3] und dem Global Energy Monitor [4].

Screenshot 2: OpenGridWorks [1] USA, Europa und die Atlantikkabel (Bildquelle [1])
Screenshot 3: OpenGridWorks [1] in und um Halle (Saale), mit der Identifikation auf der Kraftwerk Schkopau (Bildquelle [1])

[1] … https://opengridworks.com/power-plants
[2] … https://www.peeringdb.com/
[3] … https://epoch.ai/data/data-centers?view=graph&tab=power
[4] … https://globalenergymonitor.org/

Plantaube: Einfach und schnell zur OSM-Karte

Wenn man mal ganz schnell einen Plan braucht und vielleicht das gewohnte GI-System gerade nicht verfügbar ist, dann lohnt es sich, mal bei der Plantaube [1] von Julian Lindner [2] vorbei zu schauen. Mit wirklich wenigen Klicks und Eingaben könnt Ihr einen Plan erstellen und in verschiedenen Formaten exportieren. Ich habe es mal ausprobiert und es funktioniert absolut problemlos. Aus meiner Sicht sind vor allem die einfache Bedienung und die sehenswerte Plangrafik hervorzuheben. Mein Ergebnis-PDF findet Ihr unter [3].
IMHO: Coole Lösung! Genutzt werden selbstverständlich die OpenStreetMap-Daten.

Das Projekt ist noch im Entstehen, um Feedback wird ausdrücklich gebeten. Ich würde mir noch bessere Beschriftungsmöglichkeiten, den verpflichtenden Hinweis auf OSM-Daten im PDF und vielleicht die Einbindung eigener Daten wünschen, aber ich bin mir sicher, dass kommt bestimmt noch, ich habe schon angefragt.

Screenshot 1: Die Adresse suchen, hier Halle, Ankerstraße 3b, Maßstab, Papierformat und -Orientierung sowie Himmelsrichtung wählen
Screenshot 2: Opetionen Einstellen, hier z. B. die Schatten für Gebäude und Bäum
Screenshot 3: PDF generieren lassen

[1] … https://www.plantau.be/
[2] … https://www.linkedin.com/in/julian-lindner-8a7a51246/
[3] … https://geoobserver.de/wp-content/uploads/2026/05/Ankerstrasse_3b_HAL.pdf

Watrify: Die freie Trinkwasser-Karte/App

Screenshot 1: Trinkwasser finden in Halle (Saale) mit den derzeit leider wieder dem Vandalismus zum Opfer gefallenen Trinkwasserbrunnen aus der Peißnitz

So Leute, über Pfingsten soll es ja nun recht warm werden, Grund genug für alle, die sich aktiv draußen bewegen wollen, den Vorrat mit Trinkwasser abzusichern. Eine neue Anwendung dafür habe ich bei Watrify [1] entdeckt, als Webkarte und als Apps für Android und iOS. Momentan sind mehr als 250.000 Trinkbrunnen in fast ganz Europe verfügbar. Die Daten kommen aus den Open-Data-Portalen von Städten und Kommunen, OpenStreetMap sowie von der Watrify-Community. Auf der Webseite [1] heißt es:

„Willkommen bei Watrify – deiner Plattform, um Trinkwasser an öffentlichen Trinkbrunnen, Wasserspendern und Quellen in Deutschland zu finden. Egal ob Wanderer, Fahrradfahrer, Van-Lifer oder Städtereisender: Auf Watrify findest du schnell und einfach Trinkwasser in deiner Nähe. Nutze die Suche, um deine Stadt oder Region einzugeben und sofort Trinkwasserstellen zu finden. Hier geht es direkt zur Trinkwasserkarte Deutschland.“ [2]

[1] … https://www.watrify.de/
[2] … https://www.watrify.de/trinkwasser-karte/

VeganGuide: Vegane & Vegetarische Lokationen

Screenshot 1: Der VeganGuide [1] weltweit, auffällig der besonders hohe Anteil in Europa und die verschwindend kleine Anzahl in der Antarktis 😉 (Bildquelle [1])

Der VeganGuide [1] ist eine auf OpenStreetMap (OSM) basierende Karte, die Euch das Finden veganer und/oder vegetarischer Restaurants, Imbisse und FastFood-Lokationen erleichtert. Momentan, also mit Stand heute, den 20.05.2026, 00:06 Uhr zeigt diese Karte alle im OSM erfassten und entsprechend getaggten 49.579 veganen Lokale in 167 Ländern. Unterschieden wird nach Kategorien wie „vegan“, „vegan options“ und „limited vegan options“ je nach veganem bzw. vegetarischem Anteil.
Ich habe es mal für Halle (Saale) getestet, an einer Stelle, die ich ganz gut kenne, am Reileck [2].

Screenshot 2: Die Situation in Halle (Saale), am Reileck [2] gleich zwei vegane Lokationen in unmittelbarer Nähe (Bildquelle [2])

Coole Geschichte, ich würde mir vielleicht doch eine etwas deutlichere Unterscheidung bei den Kategorien in der Karte wünschen. Die Anwendung ist Open Source, den Code findet Ihr auf Codeberg [3]. Weiter Infos zum Thema Vegan/Vegetarisch via OSM-Daten findet Ihr unter [4] und [5].

[1] … https://veganguide.org/
[2] … https://veganguide.org/4g11c3p#16/51.49647/11.96605
[3] … https://codeberg.org/yetzt/veganguide
[4] … https://geoobserver.de/2022/09/27/browser-und-qgis-vegan-oder-vegetarisch-oder/
[5] … https://geoobserver.de/2014/09/09/osm-fleischlose-geodaten/

Map3D: 3D wirklich ganz einfach!

Wenn Du mal ganz schnell ein 3D-Modell eines Planungsgebietes brauchst, kann Dir ganz sicher Map3D [2], [3] weiterhelfen. Dort heißt es:

Dies ist ein 3D-Gebäudekartierungsdienst, der mit React-Three-Fiber implementiert wurde. Er ermöglicht den Export als GLB-Datei und alle Funktionen sind kostenlos nutzbar. Auf diesem Projekt aufbauend lassen sich verschiedene Funktionalitäten wie digitale ZwillingeDrohnenvermessungen und GPS-Markierungen realisieren.

Die Kartendateien basieren auf OpenStreetMap-Daten.“
[2]

Auf der Webseite des Projektes [2] kann man die Funktionsweise testen, ich habe es mal probiert, es funktioniert wunderbar. Noch nie bin ich einfacher zu (m)einem 3D-Modell gekommen. Man braucht nur folgende fünf Schritte auszuführen:

Schritt 1: In das gewünschte Gebiete bewegen/zoomen
Schritt 2: Zu berechnenden Ausschnitt markieren
Schritt 3: kurz rechnen lassen
Schritt 4: Ergebnis der Berechnung
Schritt 5: Das fertige 3D-Modell

Momentan sind realisiert: 3D-Gebäude erstellen, Straßen bauen und GLB exportieren. In Zukunft soll es noch mehr geben: Gebäudestruktur, Höhenanpassung, Material und Höhenkarte. Ihr findet den Quellcode und noch weitere Details auf GitHub [2].

Hier der Original-Tweet [1]:

[1] … https://x.com/RoundtableSpace/status/2053516665548427743
[2] … https://map.fleet.im/
[3] … https://github.com/cartesiancs/map3d

TerraInk: Coole DIY-Poster und Wallpaper mit OSM-Daten

Abbildung 1: Screenshot meiner TerraInk [1] Testsitzung – eine HALLE-Karte mit Standardeinstellungen und eine hinzugefügten Symbol (Marker)

Wer schon immer mal attraktive Poster oder Bildschirmhintergründe mit freien Geodaten kreieren wollte, hat es jetzt wirklich einfach, mit TerraInk [1] ist das schnell und unkompliziert getan. Einfach die Lokation eingeben, Thema, Layout und Stile festlegen und dann die Wunschkarte mit Inhalten anreichern, also mit Markern, Layern und Routen. Aber auch ohne eigene Anpassungen trefft Ihr schon mit den Grundeinstellungen eine richtige Wahl und es kommen coole Karten dabei heraus. Genutzt werden die bekannten freien OpenStreetMap-Daten.

Abbildung 2: Das Ergebnis meiner TerraInk [1] Testsitzung als PNG
Abbildung 3: Screenshot einer Teams-Sitzung mit dem Ergebnis meiner TerraInk [1] Testsitzung als Hintergrund

[1] … https://terraink.app/