Ohne Identifizieren, mal ganz auf die Schnelle ein paar Sachdaten live auf der Karte anzeigen, mit QGIS kein Problem, hier z. B. als HTML-Ausgabe.
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QGIS Atlas: Kartenproduktions-Auto-Pilot
Wenn man immer wieder die gleichen Karten mit aktualisierten Daten produzieren muss, kann das viel Handarbeit bedeuten, nervend und fehleranfällig. Einfacher wäre es, diese immer wieder kehrenden Aufgaben einen „Automaten“ zu übergeben. Und in QGIS heißt dieser Auto-Pilot: „QGIS Atlas“. Und wie geht dass? Ganz einfach, hier mal ein paar Quellen zum Thema:
oder:
Die Erde: Eine Zeitreise
Die gute Nachricht: ständig verändert sich unsere Erde, d. h. es muss auch ständig neu vermessen werden und GIS braucht’s wohl auch weiterhin 😉
In einer Simulation hat Ron Blakey, Professor für Geologie, Northern Arizona University unsere Erde in einem Zeitraum von vor 600 Millionen bis in 100 Millionen Jahren dargestellt. Die Kruste schwimmt quasi auf dem flüssigen Schichten darunter, wenn auch sehr langsam.
STRAVA, mit den Rad zur Arbeit.
Über Strava hatte der geoObserver schon mal am 28.10.2014 berichtet. Heut kommt diese interessante Lösung erneut mit einer weltweiten Zusammenfassung aller von Strava erfassten Starts von „Bike to Work“ am 10.05.2016. Zusammen gebaut aus den Klassikern: Leaflet, Mapbox, CartoDB, OpenStreetMap.
Danke für den Tipp aus dem netzwerk | GIS. Hier die kurze Vorschau als GIF.

Bildquelle: Screenshot http://metro-static.strava.com/bike-to-work/
Walkalytics: Fußläufige Erreichbarkeit
Wenn man unterstellt, dass zu Fuß gehen die natürlichste Fortbewegungsart des Menschen ist, für den gesunden Menschen immer verfügbar, was liegt näher, als eine Berechnung der fußläufigen Erreichbarkeit. Bei Walkalytics kann man es probieren. Rasend schnell, ohne herkömmliches Routingnetzwerk, und wenn man angemeldet ist steht auch eine API zur Verfügung. Coole Lösung meint der geoObserver. Demo anschauen!
- Paulusviertel
- Rabeninsel mit Saale an Barriere
Getestet in Halle (Saale) mit und ohne Fluss als Barriere, Bildquelle: Screenshots http://www.walkalytics.com/en/demo/
GOVDATA: Metadatenstandard zum Mitmachen
GOVDATA teilt mit: vom 13.06.-05.07.2016 kann am Entwurf der neuen einheitlichen „Metadatenstruktur für offene Verwaltungsdaten“ mitdiskutiert auf github werden. Zu finden unter: „Deutschland auf dem Weg zum neuen Metadatenstandard“. Feine Sache, wenn’s denn wirklich gewollt ist. Findet der geoObserver.
Ich z. B. habe bei den Metadaten bisher ein freies Textfeld für prosaische, schlecht zu strukturierende Bemerkungen zu den Daten vermißt, z. B. die ergänzenden Beschreibungen zu den Hochwasserdaten in Halle vom 18. April 1994 – so was war in keinem Metadatenfeld abbildbar (oder ich habe keines gefunden), ist aber wichtig für das Verständnis der Daten.
Bildquelle: Screenshot https://www.govdata.de/standardisierung
Traveling Salesman Problem
Eine wunderbare Visualisierung zum Traveling Salesman Problem (Problem des Handlungsreisenden) findet Ihr auf Youtube:
Details unter:
Die Ästhetik der Kreuzung
Man kann Straßenkreuzungen finden wie man will, nervig, laut, schmutzig, störend, umweltfeindlich, gesundheitsgefährdend, … aber sie können auch Ästhetik entfalten. Beispiele dafür findet Ihr bei Interchange Choreographie mit Kreuzungen aus alles Welt.

Bildquelle: Screenshot http://www.c82.net/work/?id=350#interchanges&gid=1&pid=40
Gefunden bei: http://googlemapsmania.blogspot.de/2016/05/coloroful-cartography.html
Indien: Paradoxer Gesetzentwurf zu Geodaten
Ich dachte schon, in Deutschland wäre der Umgang mit Geodaten so manches Mal recht eigenartig, wenn man es blumig ausdrücken will, ABER, es geht viel schlimmer!
Indien hat am 4. Mai 2016 einen Gesetzentwurf vorgelegt, der eigentlich eher zum 1. April gepasst hätte. Aber lustig ist er wirklich nicht. Mit bis zu sieben Jahren Gefängnis und/oder mit bis zu 13,5 Millionen EUR Bußgeld kann bestraft werden, wer ohne Genehmigung georeferenzierte Informationen auf dem indischen Gebiet sammelt, verwendet oder veröffentlicht.
Und wenn Ihr Euch mal überlegt, wann Ihr so alltäglich Geoinformationen erfasst:
- wirklich gezielt mit GPS mappen (z. B. bei OSM)
- (nur) einen Standort mit eine App teilen, z. B. WhatsApp
- eine Karte oder ein Satellitenbild retweeten, verschicken, veröffentlichen
- ein geotagged Foto verteilen
- einen GeoCache veröffentlichen
- eine Route weiter geben
- …
dann tut es momentan bitte lieber nicht in und über Indien. Ggf. sieht unsere Welt dann vorsichtshalber demnächst so aus:

Bildquelle: https://pbs.twimg.com/media/Ch6fM3bXAAErgMx.jpg (Sajjad Anwar @geohacker )
Weitere Infos:
Halle Platz 75(?): Grün, ja grün …
Halle (Saale) wirbt (bisher), die grünste Stadt Deutschlands zu sein (siehe auch http://www.halle.de/de/Wirtschaft/Investorenservice/Standortfaktoren/). Grundlage war der Städtereport 2012 (vgl. Seite 13). Ich fand’s auch toll, Restzweifel und Fragen blieben. Das Grundproblem schien ja die Klassifizierung zu sein, was zählt als GRÜN und was nicht?
Nun gibt es immerhin eine neue Quelle, „Das sind Deutschlands grünste Großstädte“, veröffentlicht bei der Berliner Morgenpost. Hier ist Halle auf Platz 75, auch gut. Ob das richtig ist und wie die Daten erhoben (diesmal Satellitenbilder), aggregiert und klassifiziert worden, lest Ihr im Artikel.
Ach, und nicht vergessen: „Glaube keiner Statistik, die DU …“

Quelle: Screenshot http://interaktiv.morgenpost.de/gruenste-staedte-deutschlands/


