Google? GIS? Fokus auf Halle!

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Na, das ist ja ein Ding, da kann man sich 22 Jahre intensiv mit GI-Systemen und GeoDaten, Diensten, Verschneidungen, Choropleten, Heatmaps, Buffering, Projektionen, Dichten, Triangulationen, Isolinien, … beschäftigen und dann kommen zwei kluge, junge Leute aus Halle und zeigen allen GIS-Experten und Dateneignern in den Firmen, den Behören und den Verwaltungen, wie unkompliziert und schnell man in diesem Umfeld mit wenig Aufwand viel bewirken kann. Klar waren diese Daten nicht amtlich, nicht überall verifiziert, nicht 100%ig verlässlich, aber sie waren eben sofort da und halfen schnell Vielen! Klasse und Glückwunsch und DANKE!

Was zeigt uns das: Natürlich stellt das Ganze nicht unser Spezialwissen, unsere Werkzeuge und unsere Daten in Frage – GoogleMaps ist kein GIS und will es wahrscheinlich auch nicht sein, aber es macht deutlich: Wir Experten sollten öfter mal die Scheuklappen zur Seite ziehen, den Tunnelblick erweitern und wieder pragmatischer denken. Und netter Nebeneffekt: Google startet mit dieser Aktion seine größte Werbekampagne in Deutschland – Gut für Halle!

Hier dazu ein Beitrag der MZ, hier die Karte und hier das Video.

Amtliche WMS-Dienste für Freies Projekt nutzbar!

NRW hat mal wieder was gemacht, womit sich andere Länder schwer tun. NRW stellt seine amtlichen WMS (hier ein Thread im Forum) zur Nutzung für das freie OpenstreetMap-Projekt zur Verfügung. Der Kernsatz aus dem Angebot:

Zur Förderung der Verbreitung der amtlichen Geobasisdaten werden die Darstellungsdienste zur uneingeschränkten Nutzung für private, kommerzielle, behördliche, interne und externe Zwecke zur Verfügung gestellt

Was andere Vermessungsverwaltungen seit Jahren ignorieren und torpedieren, scheint in NRW vernünftigerweise gar keine Frage zu sein. Natürlich können dabei beide Seiten gewinnen und sie sollten es auch tun. Der geoObserver hofft, dass die anderen schnell nachziehen, hat aber noch diese oder jene Zweifel 😉

Ach und: Glückwunsch NRW!

Erde = Kartoffel!

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Erst war die Erde eine Scheibe, dann behauptete einer plötzlich, sie wäre eine Kugel. Und in der Schule lernten wir, naja, nicht ganz eine Kugel, eher ein Rotationselypsoid. Und nun ist die Wahrheit endgültig raus: Die Erde ist eine Kartoffel. Und der, der es bewiesen hat, muss jetzt verglühen – ein moderner Scheiterhaufen?

Mehr dazu auf heise.de.

Geolizenz.org … Alles klar?

Seit gestern gibt es eine neue Plattform für die Lizenzierung der Geodaten der öffentlichen Verwaltung unter GeoLizeng.org. EIne gute Sache an sich, die aber – dank diesem (in Deutsch) Internetz und SozialMedien – gleich wieder stark diskutiert wird. Der GeoObserver hört erst mal zu und verfolgt die Dinge. Hier ein paar Quellen:

Historische Zusammenhänge entdecken

Wie sah Europa 1140 aus? Kleinstaaterei in Deutschland um 1600? Wie lange gab’s die DDR auf der Karte? Alles Fragen, die man gut mit GI-Systemen und den dazugehörigen Geodaten veranschaulichen kann. Und damit auch die NICHT-GeoExperten was davon haben, verpackt man es einfach in ein Video, und ab auf Youtube, damit es möglichst viele erreicht.

GIS4Kids, Geo in Minecraft!

Habt Ihr Euch schon immer mal gefragt, wie Ihr die Kids mit Eurer GIS-Affinität erreichen könnt („Och, schon wieder nur Landkarten…. Gähn….“)?. Die Britten haben’s vorgemacht – eine GB-Karte im bei den Kids beliebten Konstruktions-Spiel Minecraft. 22 Milliarden Steine für 220000 Quadratkilometer GB. Und alles auch noch OpenData! Und so haben sie es gemacht. Hut ab und weiter so und nun ist der geoObserver gespannt, wann die erste deutsche Minecraft-Stadt verfügbar ist. Vielleicht Halle?

Die Haupstadt macht’s vor …

Klaus Wowereit prägte mal den Spruch: „Berlin ist arm, aber sexy.“ Hmm, kann jeder davon halten, was er/sie will, aber nun geht die Hauptstadt wirklich in eine „sexy“-Offensive, sie stellt Ihre Geodaten kostenfrei jedem zur Verfügung (heise.de berichtete). Danke und weiter so liebst Haupstadt, …und vielleicht klapp’s ja auch noch mit dem Flughafen 😉

 

Openstreetmap mal wieder Erster!

Naja, eigentlich kennt man es ja schon – bei neuen, gerade entstandenen Objekten hat das Openstreetmap-Projekt (fast) immer die Nase vor. Ein neues, ganz aktuelles Beispiel hat der geoObserver am Wochenende gefunden im Blog vom Nutzer „tyr_asd“. Demnach wurde am 27.09.2013 der St. Daniel-Tunnel eröffnet und ist natürlich auch gleich in den OSM-Daten zu finden. Und bei Google oder Bing? Weit und breit kein Tunnel – naja, so ein Tunnel ist ja auch von oben nicht zu sehen. 😉

Hier zu direkten Vergleich, man darf gespannte sein, wann die anderen großen Kartenwerke den Tunnel aufnehmen.