QGIS: 127 Hintergrundkarten!

Wusstet Ihr schon, dass Ihr mit dem richtigen QGIS-Plugin Zugriff auf 127 Hintergrundkarten habt? Und es werden mehr.  Probiert es aus, PlugIn „QuickMapServices“ installieren (wurde soeben das  202618. Mal heruntergeladen), unter „Settings“, „MoreServices“ aktivieren und schon kann es losgehen, siehe folgende kleine Animation:

QGIS_QuickMapServices_3.gifScreenCapture: QGIS-PlugIn „QuickMapServices“ in Aktion

Hinweise:

  • Nicht alle Hintergrundkarten funktionieren in jeder Projektion (KBS) oder sehen umprojeziert mitunter – gerade bei Topographie – etwas „grisslig“ aus.
  • Ggf. liegen auf manchen Daten auch spezielle Lizenzrechte, also bitte vor Nutzung prüfen. Am besten, Ihr nutzt die freien Daten, z. B. OSM-basierte Dienste

QGIS-Tipp: Beschriftung außerhalb von Polgonen

Einen interessanten Workarround zum Thema Beschriften von Polygonen außerhalb habe ich bei Monde Geospatial gefunden. Buffern, Füllung und Umring auf transparent einstellen und beschriften entlang des Umringpolygons (Umfang). Sicher nicht perfekt, aber immerhin wirksam und für die meisten Fälle ausreichend.

QGIS_Lables_Outside_Polygons_1
Screens aus dem Original-Youtube-Video von Bhaskar Reddy Pulsani
(Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=tgOhoRktWc4)

QGIS & TimeManager

Es macht immer wieder Spaß, mit QGIS und dem TimeManager-PlugIn zu experimentieren, diesmal hab ich mich an der Animation der Erdbeben-Daten von 2012 versucht. Das Erdbeben-Shape angereichert mit einer zusätzlichen Spalte (date_off = 201-12-31) und immer das gleiche Shape drei Mal ins Projekt geladen mit drei verschiedenen Stilen:

  1. Thema: roter Stern für Erbeben des aktuellen Zeitauschnittes (date)
  2. Thema: grüner Stern für die die „Erdbebenspur“ – nutzt dann den Zeitraum date … date_off
  3. Thema: Visualisierung als Heatmap, um die Dichte der Spur anzudeuten

earthquake2012_all3
Animation der Erdbeben in 2012 mit QGIS & TimeManager

earthquake2012_Einstellungen_TimeManager_1
Einstellungen im TimeManager und Layerfenster mit Legende

QGIS: CSV-Header-Länge

Interessant: Ein schönes kleines Beispiel von Anita Graser (THX!) zeigt, dass die Länge des CSV-Headers ziemlich frei von Begrenzungen ist, ganz anders als beim Shapefile mit seinen DBF-Grenzen (10 Zeichen) und den anderen Nachteilen.
Original-Tweet: https://twitter.com/underdarkGIS/status/837347339715104769


Quelle: https://pbs.twimg.com/media/C57a8cJXEAAU4nK.jpg

Simple Hochwasser-Simulation mit QGIS

Man nehme QGIS, das QGIS-PlugIn qgis2threejs, ein DGM (z. B. die freien SRTM-Daten), färbe das DGM ein und lasse sich vom Plugin die 3D-Ansicht rendern. In Browser dann suche man sich einen geeigneten Betrachtungswinkel sowie Ausschnitt und öffne die Controls. Unter „Custom Plan“ dann den Regler „Plane height“ mit der Maus bewegen und schon seht Ihr, welche Flächen bei welcher Höhe überflutet (also voll gelaufen wären) wären.

simple_floodsim_2

Das komplette 3D-Modell findet Ihr unter: http://www.geoobserver.de/demo/SimpleFloodSim_1/SimpleFloodSim_1.html

Achtung: Das ist kein(!) hydrologisches Hochwasser-Modell. Es ist ein einfaches statisches Volllaufmodell ohne jede dynamische Komponente. Die überlassen wir dann doch lieber den Hydrologen.

QGIS: Und die Finanzierung?

Ich werde bei Schulungen und Vorträgen oft gefragt, wie sich QGIS und OpenSource-Software überhaupt weiter entwickeln können, wo sie doch meist kostenfrei von jedermann download- und nutzbar ist. Dann antworte ich so: Motivation, Freiwilligkeit, Spenden, Sponsoring und oft Entwicklung im (staatlich finanzierten) universitären Rahmen (bei QGIS aber eher nicht). Das das alles gut funktioniert sieht man z. B. am Internet selbst, die meisten aktiven Server laufen dort mit freier, offener Software (Linux, Apache, Mail, PHP, MySQL, …). Genauso gut funktioniert es auch im GIS-Bereich: MapServer, GeoServer, PostgreSQL/PostGIS, GDAL, QGIS, …

Tim Sutton und Andreas Neumann haben kürzlich im QGIS-BLOG über die QGIS-Einnahmen berichtet, ein interessanter Beitrag. Auf das detaillierte Dokument von Andreas Neumann QGIS.org – Donations and Sponsorship Analysis 2016 sei hiermit verwiesen.

Also Leute, ein paar EURO hat wohl jeder übrig, dieses großartige Projekt zu unterstützen. Spendet – Ihr werdet sogar in der Spender-Liste genannt. Der geoObserver hat’s auch getan, nachdem er auf dem Geofachtag danach befragt wurde 😉

Oder werdet gleich QGIS-Sponsor! Danke.


Quelle: https://qgisblog.files.wordpress.com/2017/02/screen-shot-2017-02-25-at-9-00-07-am.png

QGIS 3 – News

qgis3_logo_1

In der QGIS-Developer-Liste wurde in den letzten Tagen einiges über den Zeitplan von QGIS 3 diskutiert, hier ein Extrakt:

* 2.18 becomes LTR from June 2017 to June 2018
* release 3.0 in Sept 2017
* release 3.2 in January 2018
* release 3.4 LTR in June 2018

Und heute Nacht kam über Twitter ein interessanter Tweet bzgl. eines neuen Farb-Algorithmus „Topologische Färbung“


Quelle: http://nyalldawson.net/2017/02/new-map-coloring-algorithms-in-qgis-3-0/

QGIS in Halle: 3D-Einwohner-Statistik 1992-2016

Man nehme die stadtteilweise aggregierten Einwohnerdaten aus den Veröffentlichungen der Abteilung Statistik und Wahlen der Stadt Halle Saale), ein kostenfreies QGIS, das PlugIn „Qgis2threejs“ sowie ein kleines Tool, was aus vielen GIFs eine Animation macht, z.B. PicGIF Lite (Mac) oder Corel PhotoPaint (Win). Die Daten an ein Shape gehängt, mit QGIS jede Jahresscheibe (= je ein Thema) bei gleichen Klassen klassifiziert und symbolisiert und mit dem PlugIn „Qgis2threejs“ das Ganze komplett in die 3D-Welt gehoben. Die einzelnen Jahre ein/ausgeschaltet, einen Screenshot gemacht, als GIF abgespeichert und dann animiert. …

… Und fertig ist eine animierte Bevölkerungsentwicklung von Halle für die Jahre 1992-2016. Gut zu sehen, wie die Stadt sich verändert. Während bekanntermaßen besonders die Neubaugebiete in den 90er Jahren viele Einwohner verlieren, kehrt sich dieser Trend in Halle-Neustadt in den letzten Jahren leicht um. Die Viertel in und um die Innenstadt verlieren anfangs weniger und wachsen ungefähr seit der Jahrtausendwende wieder. Ungefähr zur gleichen Zeit wächst dann  auch der hallesche Osten. #switch2qgis

einwohner_halle_1992_2016

QGIS: Nächster Nachbar?

Direkt auf dem 9. Geofachtag fragte mich vor meinen Vortrag #switch2qgis ein QGIS-Interessierter, ob es denn in QGIS auch so eine Funktion gäbe, mit welcher man z. B die nächste Straße, Bahnlinie oder Versorgungsleitung berechnen könne („im ArcGIS geht das.“). Klar gibt’s: im Plugin „NNjoin“. Einfach rechnen und die Ausgangspunkte (hier Hydranten/Gewässer) dann mittels der neu entstandenem Felder „join_gew_name“ und „distance“ beschriften, z. B. so:

"join_gew_name"  ||  ' (' || round("distance",0)   || ' m)'

qgis_nnjoin_1