Corona-Karten gibt es in allen Formen und Ausprägungen, aber sie zeigen immer „nur“ die jeweilige Ausbreitung im zeitlichen und räumlichen Kontext. Aber wo kommt Corona eigentlich her, wo geht es hin? Interessante Karten zum Corona-„Wanderungsverhalten“ findet Ihr bei „Die geografische Verbreitung des aufkommenden Koronavirus COVID-19“. Als Daten stammen von worldometers.info [2], die (leider) letzte Datenaktualisierung erfolgte am 30. März 2020, eine Aktualisierung wäre wünschenswert. Übrigens, die Übersetzung einschalten hilft 😉
Screenshots: Links Corona-Export und recht Corona-Import von und nach Italien (Quelle [1]), Stand 30.03.2020
Nachdem ich erst im September über den QGIS Hub [1] berichtet habe, hat Kartoza eine neue Austauschplattform für QGIS-Styles gesponsort, das Style Sharing Repository [2]. Prototyp dafür war der o. g. QGIS Hub von @klaskarlsson [4]. Möge es sich füllen, Dank den Beteiligten und Sponsoren!
Nach dem Januar-Bericht zum Ranking [1] der aktuellen GI-Systeme im Markt findet Ihr die aktuellen Daten bei gisgeography.com im Artikel „30 GIS Software Applications [2020 Rankings]“ [2] mit Stand 05.11.2020. Insgesamt 30 GI-Systeme wurden verglichen und bewertet. Und wieder besonders interessant: QGIS3 und QGIS2 liegen mit 95/96 Punkten ganz knapp hinter dem Marktführer mit 98/97 Punkten(!), bezieht man den Lizenz-Preis von 0,00 EURO ein würden die Freien sicher (haushoch) gewinnen! Also: #switch2qgis!
Screenshot: Die vier Erstplazierten GI-Systeme (Quelle [2], Stand 05.11.2020)
Auf der sich noch in der Entwicklung befindlichen Website „terradactile“ von Sparkgeo [1], [2] könnt Ihr Euch sehr einfach DEMs und Hillshades als COGs (Cloud Optimized GeoTIFFs [3]) unter Verwendung von AWS Terrain Tile data [4] generieren lassen. Dazu heißt es dort:
„Generieren Sie Digital Elevation Model (DEM) und hillshade cloud Optimized GeoTIFFs (COGs) zur Visualisierung und zum Herunterladen basierend auf AWS Terrain Tile-Daten. Terradactile wurde von Sparkgeo als Teil eines Hack-Tages erstellt. Es befindet sich derzeit im Alpha-Stadium und ist in Arbeit. Lassen Sie uns wissen, wenn Sie irgendwelche Probleme haben. Sie können in diesem Blogbeitrag herausfinden, wie und warum wir es erstellt haben. Die Geländekacheln werden aus diesen Datenquellen erstellt. Viele der Anbieter von Geländekacheldaten erfordern eine Attributierung.“
Ich hab’s mal getestet, klappt prima und ist schnell. Gebiet auswählen, Generierung starten und Ergebnisse downloaden. Wünschenswert wären noch größere Ausschnitte bei höheren Auflösungen (Zoomfaktor 14, 15, …) oder hab ich was übersehen?
Screenshots: terradactile in Aktion, Gebiet auswählen, Generierung starten und Ergebnisse downloaden und im QGIS visualisieren (Quelle [1]).
Karten und Dashboards mit dem Corona-Thema gibt es mittlerweile recht viele, auch hier wurde genug darüber berichtet [1]. Aber wo befinden sich eigentlich die Labore, in denen die Daten entstehen? Im Labor-Finder von Corona-Diagnostik Insights [2] findet Ihr die Antwort.
Laut einem Tweet [1] vom Umweltministerium LSA [2] wurde gestern ein neues Umweltportal für Sachsen-Anhalt in Betrieb genommen. Es ist unter umwelt.sachsen-anhalt.de zu finden. Mein erster Eindruck: Modern, übersichtlich, schnell, … und verlinkt mit dem Umweltatlas Halle 🙂 Momentan stehen 56 Themenkarten zur Verfügung. So sind z.B. auch die Milchtankstellen, die Direktanbieter, der Kulinarische Stern, der Wildbretatlas und der Obstatlas der AMG enthalten. Ich würde mir noch direkt in der Karteanwendung Hinweise (Links zur WMS, WFS, …) wünschen, wo die Themen als Geodienste und OpenData verfügbar sind oder hab ich das bloß nicht gefunden?
creenshot: Schutzgebiete im neuen Umweltportal bei Hale (Saale)
An ein wirksames, leider etwas verborgenes Feature ab QGIS3, den sog. Voransichtsmodus sei heute erinnert. Hier könnt Ihr neben den „normalen“ Farben Eurer Symbolisierung auch Graustufen, FAX-Qualität und zwei verschiedene Arten von Farbblindheit simulieren. Ich hab’s mal mit meinem Corona-Live-Projekt [1] getestet. Klappt prima. einfach mal probieren unter „Ansicht / Voransichtsmodus/. . .“ Mehr zum Thema auf Farbblindheit #geoObserver findet Ihr bei [2]
Mittlerweile stehen im halleschen Open Data Portal 129 Themen mit offenen Rohdaten zur Nutzung für jedermann, also Bürgern, Wirtschaft und Behörden zur Verfügung [1]. Wie gewohnt werden die Daten und Metadaten im städtischen Intranet mit KomGIS+ erfasst, gepflegt und stündlich in das Open Data Portal der Stadt Halle (Saale) im Internet repliziert.
Screenshot: DasOpen Data Portal von Halle (Saale) mit jetzt 129 Themen mit Georeferenz
Momentan finden wir im Netz immer mehr aktuelle Karten zur Corona-Situation, vgl. z. B. [1], [2], [3]. Leider kann man diese oft nur in fertigen Anwendungen und Dashboards konsumieren. Besser wäre es natürlich, die Corona-Daten live ins eigene GIS mittels freier QGC-konformer Dienste einzubinden. Ich bin gestern mal auf die Suche gegangen [5], habe das Schwarmwissen bemüht und bin schnell fündig geworden. Nachdem ich bzgl. eines WMS oder WFS in die Runde gefragt hatte, kam schnell der einsprechende Link [4]. Nun musste ich nur noch lernen, das dort kein OGC-konformer WFS sondern etwas Proprietäres (ArcGIS-Server) vom Markführer läuft. Egal, QGIS kommt auch damit klar 😉 Mein QGIS-Projekt könnt Ihr gern nachnutzen [6], je nach aktueller Corona-Lage sollten dann natürlich neue Klassen gebildet werden 😉 Übrigens: in QGIS kann ein WFS-Layer mit <F5> refreshed werden.
Corona-Daten live im QGIS via ArcGisFeature-Dienst: Die neuen 7-Tage-Fälle pro 100000 Einwohner (Stand: 9.11.2020, 20:15 Uhr, Quelle [4])
Den Overpass-Turbo [1] finde ich unglaublich faszinierend. Ich kenne kein besseres Tool, um die komplexen OpenStreetMap-Daten abzufragen. Für eine korrekte Syntax benötigt man allerdings ein bisschen Übung. Schön ist es dann, treffende Beispiele zu finden, OSM-User Dex2000 hat eine umfangreiche Liste „Verschiedene QA-Overpass-Abfragen“ [2] erstellt. Ich hab einige probiert, z. B. alle Hausnummer mit Bindestrich, also „-“ in der Innenstadt von Halle (Saale).
Animation von Screenshots: alle Hausnummer mit Bindestrich, also „-“ in der Innenstadt von Halle (Saale) (Quelle: [1])