GIS & OpenData 1918? Ja, die Vorläufer gab’s schon damals 😉
Siehe hier: https://twitter.com/Amazing_Maps/status/455049418513731585/photo/1
GIS & OpenData 1918? Ja, die Vorläufer gab’s schon damals 😉
Siehe hier: https://twitter.com/Amazing_Maps/status/455049418513731585/photo/1

Quelle: Joel Gurin (TheGuardian)
Ja, viele neue Begriffe, teilweise nicht richtig verstanden und falsch gebraucht. Nun hat The Guardian versucht, etwas Klarheit in diese Begriffswelt zu bringen, ein interessanter Artikel, den Euch der geoObserver nicht vorenthalten will.
und ergänzend die aktuellen Beiträge im Wikipedia:
Ostern kommt und manch einer hat dann auch mal etwas Ruhe zum Lesen. Der geoObserver hat schon mal nach versteckten Osterüberraschungen gesucht, hier sein Tipp, wo GIS-Literatur kostenfrei zu laden ist:
In diesem Sinne allen ein ruhiges, entspannendes und vielleicht den GIS-Horizont erweiterndes Osterfest.
Man hält es nicht für möglich, aber lt. einer Karte auf dem matadornetwork, gibt es 7000 Flüsse auf amerikanischen Grund, die in den Mississippi münden. Die Einzugsgebiet diese Flusses ist beeindruckend!

Massendaten aggregieren ist ja unser täglich Brot, keine Frage. Aber aggregierte Daten verlieren natürlich einen Teil ihrer Informationen, Aggregationen glätten das Signal. Wie sieht es denn nun aber mit der Frage aus, diese einmal zusammen gefassten Daten wieder zu schärfen, gewissermaßen die Aggregation wenigstens teilweise rückängig zu machen – also ein DISAGGREGATE? Einen interessanten Beitrag hat der geoObserver für Euch gefunden: „Building Precise Maps with Disser“. In dem Beispiel werden aggregierte Bevölkerungszahlen wieder rückwärts den Gebäuden zugeordnet, heben also die unscharfe Gleichverteilung der Menschen wieder auf. Aber lest selbst ….

In Ergänzung zum gestrigen Beitrag über die Ölstands-Ermittlung via Schattenwurf folgt heute noch ein Beitrag zur Ermittlung von Objekthöhen über den Schatten aus Satellitenbildern. Und wieder einfachste Mathematik 😉
tan(Bogenmass(Sonnenwinkel)) x Schattenlänge = Höhe des Objektes
Sonnenwinkel in [°]
Schattenlänge, Höhe des Objekte in [m]

Coole Idee mit einfachster Mathematik – Unglaublich: die Ölreserven aus dem Weltall zu beobachten. Und das Ganze im Dreisatz (wir sagten früher „Verhältnisgleichung“). Die Berechnung im unteren Bild kann wirklich jeder nachvollziehen, erinnert an die „Steuererklärung auf dem Bierdeckel“. Über Für und Wieder sowie die Brisanz, die solche Informationen beinhalten können, soll hier mal nicht gemutmaßt werden, hier geht’s um die technische Lösung und die ist verblüffend einfach.

Und fliegen sie richtig, nicht zu tief, nicht zu laut?
Ein schönes Beispiel, wo es Berlin zu „Tiefflügen“ kam, hat jetzt die Berliner Morgenpost mit dem Flugroutenradar ins Netz gestellt. Na meine Herren Fluglotsen und Piloten? 800 Abweichungen in 3 Jahren, Leerflüge, … Ton anschalten!

Wir erleben es ja momentan wieder, es wird wärmer – kaum richtiger Schnee diesen Winter. Und damit der geneigte Nutzer sein Bauchgefühl auch mit Zahlen untersetzen kann, sei die Seite von NewScientist empfohlen. Einfach mal durch die Jahresabschnitte klicken, den gesuchten Standort in der Karte markieren und das Temperatur-Diagramm beobachten.
Staunen und CO2 SPAREN!
Am 2.4.2014 fand in der Händelhalle ein Bürgergespräch zum Hochwasserschutz in Halle statt. Geladen hatte das LWH, Ziel war die Information und Diskussion zum Verlauf des neuen Deiches am Gimritzer Damm. MZ und Hallespektrum berichteten.
Eine der zentralen Fragen war, was es denn bringen würde, wenn man die Fläche der Eissporthalle und des Festplatzes aufgeben und als Überflutungsfläche zur Verfügung stellen könnte. Wirklich beantwortet wurde die Frage nicht, diese Variante wurde lt. LHW nicht simuliert, da die Planungsziele anders vorgegeben wurden. Das „Bauchgefühl“ der anwesenden Bürger meinte wohl, das müsste eine Ganze Menge bringen, das LHW solle es untersuchen. Der geoObserver hat’s mal kurz überschlagen und das Ergebnis: wahrscheinlich würde es nichts bis nur ganz wenig bringen. Hmm… leider.
Die zur Verfügung stehende Fläche wäre ca. 70500 m² groß, bei einem angenommenen Durchfluss von 770 m³/s (HQ100) oder 905 m³/s (HW 2013) wäre die verfügbare Fläche in wenigen Minuten voll gelaufen, auch dann, wenn zum Beispiel nur 10% der Durchflussmenge einströmen würden. Diese vereinfachte, rein statische Berechnung berücksichtigt keine Strömungen(der geoObserver ist KEIN Hydrologe!), nur das „einfache Volllaufen“ des vermeintlich großen gewonnenen Stauraumes, vermittelt m. E. aber mal ein ganz gutes Gefühl für die Größenordnungen, die man wahrscheinlich oft völlig unterschätzt. Gerechnet wurde in drei Höhenvarianten 1m, 2m und 3m verfügbaren Volumens, hier die Ergebnisse:
| Fläche | verfügbare Höhe | Volumen | Durchfluss bei HQ100 |
Durchfluss bei HW 2013 |
Vollgelaufen in (bei HQ100)* |
Vollgelaufen in (bei HW 2013)* |
| [m²] | [m] | [m³] | [m³/s] | [m³/s] | [min] | [min] |
| 70587 | 1 | 70587 | 770 | 905 | 1,53 | 1,3 |
| 70587 | 2 | 141174 | 770 | 905 | 3,06 | 2,6 |
| 70587 | 3 | 211761 | 770 | 905 | 4,58 | 3,9 |
| * … bei 100% des Durchflusses auf dieses Gebiet; rechnet man nur z. B. nur 10% des Durchflusses verzehnfacht sich die Zeit (das wären aber im fett markierten Beispiel auch nur 40 min bis zum Überlauf!) | ||||||