Wer für QGIS Plugins programmiert, kommt bei der im Februar 2026 geplanten Umstellung auf QGIS 4 nicht um den Wechsel von Qt5 auf Qt6 herum, denn QGIS 4 ist dann Qt6-basiert. Von Bert Temme kam jetzt via X (ehem. Twitter) [1] der Tipp auf im GitHub verfügbare Tools zur Qt5/Qt6-Migration [2]. Gern gebe ich es hier weiter, ich selbst habe es (noch) nicht getestet, gern könnt Ihr Eurer Erfahrungen in den Kommentaren teilen.
Screenshot: 28 neue Themen im Geobasis_Loader, hier in Baden-Württemberg, insgesamt jetzt mit 729 Themen
Seit der letzen GBL-Meldung [1] sind weitere 28 neue Themen im Katalog 1 des QGIS-Plugins „GeoBasis_Loader“ (GBL) [2] hinzu gekommen. Dabei handelt es sich um Flure, Gemarkungen und Verwaltungsgrenzen für die Bundesländer HB & BHV, NW und BW*. Damit stehen mit Stand heute 729 Themen im GeoBasis_Loader zur Verfügung.
Jupyter Notebook[1] als interaktive Arbeitsumgebung wird vor allem für Datenanalysen, wissenschaftliches Rechnen, in der Lehre und beim Prototyping genutzt. Besonders stark ist es immer genau dann, wenn man wirklich jeden Schritt oder Block einzeln testen und optimieren und das Ganze auch nachvollziehbar behalten und speichern will. Außerdem können in einen Notebook sowohl Code (z. B. Python) als auch beschreibender Text (als Markdown) gemischt werden. Seit Ende des letzten Jahres kann Jupyter Notebook nun auch via dem neuen QGIS-Plugin „QGIS Notebook Plugin“ [2] von Qiusheng Wu direkt im QGIS genutzt werden. IMHO eine wirklich coole Entwicklung, wenn wohl auch noch nicht alles perfekt ist, wie Anita Graser in [4] beschreibt. Mein Tipp: Schaut Euch das Video [5] an, es lohnt sich. Ich bin sicher, das Ding hat Potenzial und QGIS-Entwickler dürfen noch Großartiges erwarten, ich beobachte weiter und halte Euch auf dem Laufenden. Danke Qiusheng Wu! Ich hab’s mal kurz angetestet, siehe Screenshot:
The QGIS Notebook Plugin v0.4.0 has been released. It includes several critical bug fixes and new keyboard shortcuts like JupyterLab. A big thank you to those who submitted bug reports and feature requests!
In meinem vorgestrigen Beitrag [1] gab es wohl einige Fragen [2] bzgl. meiner Ausführungen bei der gemeinsamen Nutzung der vereinfachten Daten in einer Datenbank. Da vermutlich nicht alle die Diskussion verfolgen, versuche ich jetzt noch einmal zu präzisieren. Per SELECT wird die Vereinfachung natürlich nur einmalig für den Anfragenden berechnet, nur ihm/ihr steht das Ergebnis zur Verfügung. Nutzt man die Funktionen hingegen, um die Daten innerhalb der Datenbank zu vereinfachen und das Ergebnis in diese zurück zuschreiben, z. B. mit CREATE, stehen die Ergebnisse dann allen berechtigten Nutzern zur Verfügung. Hier ein Beispiel, die Eingangsdaten werden mit einer Toleranz von 10m mit der CLEAN-Funktion (ST_CoverageClean) [3] vereinfacht:
-- Clean the coverage, merging gaps with width <= 1 CREATETABLE test.test_1_poly_10 asSELECT id, ST_CoverageClean(geom, 10) over() AS GEOM FROM test.test_1_poly;
Screenshot 1: Der Eingangsdatenbestand „test_1_poly“ mit typischen Geometriefehlern wie Lücken und ÜberschneidungenScreenshot 2: Der Ergebnisdatenbestand „test_1_poly_10“ mit CLEAN (ST_CoverageClean) bearbeitet ohne die typischen Geometriefehlern wie Lücken und Überschneidungen in perfekter TopologieScreenshot 3: Eingangs- und Ausgangs-Datenbestand inkl. SQL-Statement
Wer mit Geodaten zu tun hat, kommt oft in die Situation, diese Daten mit geeigneten Werkzeuge zu vereinfachen. Oft wird dazu der lokale GIS-Client mit Funktionen wie Clean oder Simplify genutzt. Das heißt aber auch, dass die Clienten auch bei Nutzung einer Datenbank jeweils nur für sich selbst diese Arbeiten ausführen und ggf. kein Anderer davon partizipiert. Die Datenbank selbst mit ihren spatialen Erweiterungen bietet heutzutage jede Menge leistungsfähiger Funktionen für diese Aufgaben an. Was spricht also dagegen, diese auch gleich dort zu nutzen, z. B. um Abfragen performanter zu machen oder Datenbestände zentral zu vereinfachen? Einen lesenswerten Beitrag dazu „PostGIS Performance: Simplification“ [1] von Paul Ramsey habe ich via X (ehemals Twitter) [2] im crunchydata-Blog [3] gefunden. Dort werden eine Vielzahl nützlicher Vereinfachungs-Funktionen direkt in der Datenbank, aber auch ihre Grenzen vorgestellt:
Screenshot: Neue Daten im „GeoBasis_Loader“ (GBL) [1], hier die Zeitzonen als WFS mit QGIS symbolisiert und beschriftet, im Hintergrund die Light-Variante der NE-Basemap
Gleich zu Beginn des neuen Jahres hat das QGIS-Plugin „GeoBasis_Loader“ (GBL) [1] Zuwachs bei den Layern bekommen. Neu sind einige Themen im GBL-Katalog 3. Zum Jahreswechsel immer besonders interessant zwei Themen (WMS & WFS) mit den Zeitzonen. Außerdem stehen zwei wunderbare, weil sparsame Hintergrundkarten sowie eine weltweites Gradnetz zur Verfügung. Die Daten kommen von Natural Earth [2], die Geodienste werden von der DLR bereit gestellt.
Das neue Plugin „QGIS Dual Viewer“ [1] von Deepak Kumar und Surya Shankar Kaibartya [2] versetzt Euch in die Lage, zwei unabhängige aber synchronisierte Kartenansichten für den direkten visuellen Vergleich verschiedener Themen oder Themenzusammenstellungen im QGIS zu öffnen. Dabei könnt Ihr in beiden Ansichten in Echtzeit synchron zoomen und schwenken. Zur Steuerung verfügt jede Ansicht verfügt über ein eigenes Ebenenbedienfeld („Layers“), was eine einfache, effektive Übernahme ausgesuchter Themen des Hauptfensters in das Vergleichsfenster ermöglicht. Den Quellcode und eine Kurzdokumentation findet Ihr auf GitHub [3].
Screenshot: Mein Test – die (älteren) Google-Satelliten-Bilder verglichen mit den aktuelleren DOP 20 vom LVermGeo LSA am Beispiel der neuen Reileck-Bebauung auf dem GRAVO-Druck-Gelände [4] in Halle (Saale)
Auf GDAL.ORG [1] und Reddit [2] fand ich gestern den Aufruf zur GDAL-Nutzerumfrage 2025, gern leite ich es hiermit weiter. Also Leute, Eure Meinung ist gefragt, bitte ein paar Minuten Zeit nehmen und mitmachen! Ihr habt bis zum 31.12.2025 Zeit, das sollte doch zu schaffen sein? Ich habe übrigens schon teilgenommen 😉
Es ist Zeit für die GDAL-Nutzerumfrage 2025. Das Projekt nutzt die Umfrage, um die Ressourcen des GDAL-Sponsoringprogramms zu steuern, und die letztjährige GDAL-Umfrage [3] war der entscheidende Anstoß für das Projekt, die neue Befehlszeile zu überarbeiten.
Bitte besuchen Sie https://gdal.org/survey/ [4], um uns Ihr Feedback und Ihre Anregungen mitzuteilen. Teilen Sie dem Projekt mit, inwiefern GDAL für Sie erfolgreich ist oder nicht, worauf sich die Entwicklung Ihrer Meinung nach im Jahr 2025 konzentrieren sollte und wie Sie die Einbindung von LLM-generiertem Code in das Projekt bewerten.
Gestern war es soweit, das QGIS-Plugin „GeoBasis_Loader“ [1] konnte den 33333. Download verzeichnen. Ein Grund zum Feiern, Prost 🙂 Außerdem sind einige neue Themen hinzu gekommen, z. B. die Verwaltungsgrenzen von Bayern und der Gebäude-WFS von Schleswig-Holstein. Damit sind jetzt 708 Themen verfügbar, die aktuellen Änderungen findet Ihr wie immer unter Meldungen & Störungen [2] und Status [3]. Aktuelle GeoBasis_Loader-Version ist seit gestern Abend die v1.4.2 [4] mit einigen kleinen Fixes bzgl. Basemap_de
Das habe ich mir schon immer mal gewünscht, ein Vergrößerungsglas über der QGIS-Karte. Mit den neuen, noch experimentellen QGIS-Plugin „Magnifier“ [1] hat man nun eine Lupe, um eine Ebene oder Gruppe über dem Cursor anzuzeigen. Das Plugin ist übrigens Teil des brasilianischen Brandinformationssystems (Sisfogo), das vom Nationalen Zentrum zur Verhütung und Bekämpfung von Waldbränden (Prevfogo/Ibama) entwickelt wurde. Details findet Ihr auf GitHub [2], die englische Dokumentation unter [3].
Screenshot: Mit einem einfachen Klick in die Karte kommt man zu den Optionen, hier mit 5-facher Zoom- und 6-facher Lupenfaktor