OSM & Strado: Lebensqualitätswerte auf Straßenebene

Screenshot: Halle (Saale) mit Strado analysiert (Bildquelle [2])

In der gestrigen Wochennotiz 820 [1] habe ich Interessantes zur Auswertung von OpenStreetMap-Daten mit einem neuen Tool Strado [2] im Blog von L_J_R [3] gelesen. Dort heißt es:

Funktionsweise

Strado analysiert 22 Kategorien von POIs aus OSM – Restaurants, Gesundheitseinrichtungen, Haltestellen, Parks, Schulen, Nachtleben, Lebensmittelgeschäfte und mehr – und berechnet anhand eines H3-Hexagonrasters (Auflösung 9, Kantenlänge ca. 174 m) Lebensqualitätswerte auf Straßenebene.

Die Idee ist einfach: Wenn du in eine neue Stadt ziehst, solltest du Stadtteile danach vergleichen können, was tatsächlich zu Fuß erreichbar ist. Keine Meinungen, keine gesponserten Einträge – nur Daten.
[3]
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

Und das ist wichtig: „Keine Meinungen, keine gesponserten Einträge – nur Daten.“ – das findet man Netzt tatsächlich nicht so oft, damit wird die Auskunft deutlich neutraler, allerdings ist sie eben auch vom Erfassungsgrad anhängig. In OSM-gesättigten Gegenden [4] sollte dann also eine wirklich gute, neutrale Bewertung als Ergebnis heraus kommen.

Mögen sich die Stadt-, Landschafts- und Sozialplaner ein Fachurteil bilden und uns hier teilhaben lassen, gern in den Kommentaren. Wie gut bildet ein solches Modell mit dem Schwarmwissen die Sozialfaktoren ab, was ist gut, was weniger? Ich bin gespannt.

[1] … https://weeklyosm.eu/de/archives/18506
[2] … https://strado.info/map?lat=51.4196&lon=12.1595&zoom=10
[3] … https://www.openstreetmap.org/user/L_J_R/diary/408463
[4] … https://geoobserver.de/2025/06/11/ohsome-aktualitaet-qualitaet-von-osm-daten-ein-dashboard/

2 Gedanken zu „OSM & Strado: Lebensqualitätswerte auf Straßenebene

  1. Die Statistiken bilden wahrscheinlich viel mehr ab, was bei OSM gemappt wird, als was vor Ort tatsächlich da ist, denn das ist in verschiedenen Gegenden und Ländern sehr unterschiedlich. Unklar bleibt auch, wie die verschiedenen Faktoren verrechnet werden, bei mir bleibt der Eindruck: Da wo viele Läden, Restaurants, und andere Einrichtungen sind, ist die Karte halt grüner. Das ist aber nur sehr begrenzt hilfreich. Und die vielen KI-Texte über die Städte und die „Partner-Links“ machen klar, dass hier jemand auf Link-Fang ist, sich vielleicht als Dienstleister für den Immobilienmarkt enbieten will, ich würde das also eher unter „Spam“ ablegen.

    • THX! Ja, man sollte kritisch sein 🙂 Insbesondere dann, wenn man das Modell nicht kennt (ich finde keine Verweise zum Code). Trotzdem ist die Grundidee, OSM-Daten für solche Analysen zu nutzen vollkommen richtig, oder? Und gute, verlässliche Sozialfaktoren zur Bewertung von Lebensqualität zu finden ist schon immer sehr schwer und umstritten, auch und insbesondere bei Sozialplanern. So war in in den 90ern/2000ern in Halle immer wieder Verwunderung, warum das Paulusviertel so beliebt ist, rein nach den damals gängigen Sozialfaktoren hätte es eigentlich unbeliebt sein müssen. Die Beurteilung, ob das Spam ist, maße ich mir nicht an, freue mich aber über den Input von den Leuten, die das besser wissen (sollten). Dazu hatte ich ja aufgerufen.

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