Gestern, am 01.06.2026, wurde mit dem QGIS-Plugins „GeoBasis_Loader“ (GBL) [1] die Marke von 50.000 Downloads erreicht. Eine Zahl, über die ich mich sehr freue und die zeigt, wie groß der Bedarf an einem einfachen Zugang zu Geobasisdaten im QGIS ist. Das das aktuelle Update [2] hat sicherlich seinen Teil zu diesem Meilenstein beigetragen. Inzwischen stehen 846 frei verfügbare Themen [3] direkt über das Plugin zur Verfügung. Die aktuelle Version ist v2.1.0.
Ein solcher Erfolg ist nie eine Einzelleistung. Deshalb geht mein besonderer Dank an Anton May und Thomas Wölk für ihre engagierte Mitarbeit am Projekt. Ebenso danke ich allen Anwenderinnen und Anwendern für Downloads, Feedback, Fehlermeldungen und Verbesserungsvorschläge sowie allen Fördernden. Eure Rückmeldungen und Eure Unterstützung helfen dabei, den GeoBasis_Loader kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Seit Freitag, dem 29.05.2026, um 12:05 Uhr ist eine neue Version des QGIS-Plugins „GeoBasis_Loader“ [1], aktuell v2.1. Was ist neu? 1. Zuwachs im GBL-Team: Nachdem bislang Anton May die Programmierung verantwortet hat und ich das Projekt als Maintainer sowie als Erfasser der inzwischen 846 Geodienste betreue, freuen wir uns, seit März mit Thomas Wölk einen weiteren Entwickler im GBL-Team begrüßen zu dürfen. Und natürlich 2. Neue Features: Neben umfangreichem Code-Refactoring bringt die neue Version vor allem inhaltlich einige Neuerungen mit sich – konkret wurden folgende Funktionen ergänzt:
1. Werkzeug/Button Neben der Steuerung über das Erweiterungs-Menü gibt es den „GeoBasis_Loader“ jetzt auch mit einem Werkzeug/Button, an dem das gleiche Menü angehängt ist
Screenshot 1: Der neue Button des GBL in der Werkzeugleiste
2. Favoriten Unter Favoriten kann der Nutzer jetzt seine persönlich bevorzugten Themen einstellen und so jederzeit ganz schnell auf diese zugreifen.
Screenshot 2: Die neuen GBL-Favoriten
3. Presets (Zusammenstellungen) Mit den Zusammenstellungen können persönliche Gruppen von Themen gespeichert und verwaltet werden, z. B. Alle Schutzgebietsdaten (NSG, LSG, P30-Biotpe, GLB, FND) oder alle Daten der Flüsse (Bundeswasserstraßen, PegelOnline-Daten), …
Screenshot 3: Die neuen GBL-Presets, der Tooltip zeigt auch gleich die enthaltenen Themen an
Bei Bedarf kann zur jedem Preset auch auch ein räumliches Lesezeichen gespeichert und genutzt werden. Diese Lesezeichen steht dann auch im QGIS-Browser als Benutzerlesezeichen in der Rubrik „GeoBasis_Loader“ zur Verfügung.
Screenshot 3b: Die räumlichen Lesezeichen für GBL-Presets
4. Kontextmenü für alle Themen zum Handling der Favoriten, Presets, Ein- und Ausblenden, Aktivieren und Deaktivieren
Screenshot 4: Das neue GBL-Kontextmenü – rechte Maustaste auf jedem Thema
Screenshot: Original-Listen-Eintrag vom PostGIS-Start [1]
Herzlichen Glückwunsch PostGIS & Danke vom #geoObserver & Weiter so!
Der erste Post zu PostGIS von Dave Blasby ist auf der PostGIS-User-Liste auf den Zeitstempel „Thu May 31 15:49:24 PDT 2001“ [1], [2] datiert.
Ich selbst habe 2001 mit GIS+ dem Vorgänger von KomGIS+ angefangen, war also von Anfang an dabei. Ich durfte diese 25 Jahre als PostGIS-Nutzer begleiteten, war dabei immer begeistert und zufrieden. Nie war es einfacher, GIS-Funktionalitäten mit freier Software auf freien Datenbanken zu erleben. NULL Lizenzkosten, kein für juristische Laien unleserlicher Vertrag mit irgendwelchen Rechtsabteilungen der Firmen und trotzdem voller Support, wo darf man das erleben?
Das Geo-Wochenende ist gerettet 😉 Ich hatte über das Thema, wie aus LIDAR-Daten wunderschöne Karten, fast schon Kunst werden, bereits zweimal berichtet, vgl. [1] und [2]. Faszinierend sind diese Karten für mich immer noch. Nun bin ich auf ein Youtube-Tutorial [3] gestoßen, was die Erstellung von REM-Karten mit Lidar-Daten in R beschreibt, hochinteressant, quasi DataViz par excellence! Übrigens, den vollständigen Code gibt’s auf GitHub [5], die LIDAR-Daten bei der USGS [6].
Das QGIS Plugin „Layer Multiply Toggle“ [1] hat gestern ein neues Update erhalten und ist ab sofort in der Version v0.5.1 verfügbar. Neben diversen kleineren Fehlerbehebungen bringt die neue Version vor allem zahlreiche spannende Erweiterungen und Komfortfunktionen mit — ein Blick ins ChangeLog lohnt sich also definitiv. Das Plugin kann wie gewohnt über das QGIS Plugin Repository [2] als ZIP-Datei oder direkt über den QGIS-Erweiterungsmanager installiert werden. Der vollständige Quellcode steht außerdem auf GitHub [3] bereit.
Nachdem ich die ersten beiden Versionen noch gemeinsam mit Unterstützung einer KI entwickelt habe, hat sich bei der aktuellen Entwicklung Thomas Wölk mit neuen Ideen und Verbesserungen eingebracht. Vielen Dank dafür, Thomas!
Zu den auffälligsten Neuerungen gehört ohne Zweifel die Möglichkeit, Layer, die bereits auf den Mischmodus „Multiplizieren“ gesetzt wurden, direkt über Icons im Layer-Panel individuell ein- und auszuschalten. Die Anzeige dieser Icons lässt sich bei Bedarf komfortabel über die Option „Show layer icons“ aktivieren oder deaktivieren.
Screenshot 1: Die neuen Features (rot) vom Plugin „Layer Multiply Toggle“ [1] und ein Ergebnis, die Multiplikation von DOP20 mit der Basemap.de (grün). Die Inhalte, z. B. Beschriftungen der Basemap.de schein durch das Luftbild durch.
Anzeigen/Ausblenden der Symbole pro Ebene nach Bedarf über ein Dropdown-Menü auf der Symbolleisten-Schaltfläche (globale Einstellung)
Optionen für Wiederherstellen, Symbole entfernen, ausschalten im Dropdown-Pfeil der Symbolleisten-Schaltfläche
Behält die ursprünglichen Mischmodi beim Ausschalten bei und stellt sie exakt wieder her
Projektbezogene Beibehaltung des Ein-/Aus-Zustands
Projektionsmodus-Umschaltung pro Ebene im Ebenenbaum über ein anklickbares Indikatorsymbol
Kompatibel mit dem Plugin Reloader-Plugin (sauberes Neuladen)
Mischmodus bewusst auf „Multiplizieren“ beschränkt
Die bewährte Grundfunktion des Plugins „Layer Multiply Toggle“ bleibt natürlich weiterhin erhalten, ganz nach dem Motto: „Keine Information geht mehr verloren, kein Thema (Layer) wird mehr überdeckt.“ Dadurch lassen sich selbst komplexe Karteninhalte deutlich transparenter und gleichzeitig übersichtlicher darstellen:
Animation: Das Plugin „Layer Multiply Toggle“ [2] v0.2 in Aktion. Eigentlich überdeckt die Basemap.de alle anderen Themen, aber mit einem Klick multipliziert sind die 32 Dipul-WMS und die Basemap.de sichtbar
Wenn man mal ganz schnell einen Plan braucht und vielleicht das gewohnte GI-System gerade nicht verfügbar ist, dann lohnt es sich, mal bei der Plantaube [1] von Julian Lindner [2] vorbei zu schauen. Mit wirklich wenigen Klicks und Eingaben könnt Ihr einen Plan erstellen und in verschiedenen Formaten exportieren. Ich habe es mal ausprobiert und es funktioniert absolut problemlos. Aus meiner Sicht sind vor allem die einfache Bedienung und die sehenswerte Plangrafik hervorzuheben. Mein Ergebnis-PDF findet Ihr unter [3]. IMHO: Coole Lösung! Genutzt werden selbstverständlich die OpenStreetMap-Daten.
Das Projekt ist noch im Entstehen, um Feedback wird ausdrücklich gebeten. Ich würde mir noch bessere Beschriftungsmöglichkeiten, den verpflichtenden Hinweis auf OSM-Daten im PDF und vielleicht die Einbindung eigener Daten wünschen, aber ich bin mir sicher, dass kommt bestimmt noch, ich habe schon angefragt.
Screenshot 1: Die Adresse suchen, hier Halle, Ankerstraße 3b, Maßstab, Papierformat und -Orientierung sowie Himmelsrichtung wählenScreenshot 2: Opetionen Einstellen, hier z. B. die Schatten für Gebäude und BäumScreenshot 3: PDF generieren lassen
Screenshot 1: Der VeganGuide [1] weltweit, auffällig der besonders hohe Anteil in Europa und die verschwindend kleine Anzahl in der Antarktis 😉 (Bildquelle [1])
Der VeganGuide [1] ist eine auf OpenStreetMap (OSM) basierende Karte, die Euch das Finden veganer und/oder vegetarischer Restaurants, Imbisse und FastFood-Lokationen erleichtert. Momentan, also mit Stand heute, den 20.05.2026, 00:06 Uhr zeigt diese Karte alle im OSM erfassten und entsprechend getaggten 49.579 veganen Lokale in 167 Ländern. Unterschieden wird nach Kategorien wie „vegan“, „vegan options“ und „limited vegan options“ je nach veganem bzw. vegetarischem Anteil. Ich habe es mal für Halle (Saale) getestet, an einer Stelle, die ich ganz gut kenne, am Reileck [2].
Screenshot 2: Die Situation in Halle (Saale), am Reileck [2] gleich zwei vegane Lokationen in unmittelbarer Nähe (Bildquelle [2])
Coole Geschichte, ich würde mir vielleicht doch eine etwas deutlichere Unterscheidung bei den Kategorien in der Karte wünschen. Die Anwendung ist Open Source, den Code findet Ihr auf Codeberg [3]. Weiter Infos zum Thema Vegan/Vegetarisch via OSM-Daten findet Ihr unter [4] und [5].
Am 7. Mai 2026 fand das Webinar „Geobasisdaten & Kartenerstellung“ [1] der Firma NTI zusammen mit dem #geoObserver statt. Seit einigen Tagen ist die Webinar-Aufzeichnung auf Youtube [2] online. Wer also nicht mit den mehr als 180 Teilnehmern live dabei sein konnte, kann sich ggf. noch einmal via diesem Mitschnitt informieren.
Neben der aktuellen Version v2.0.0 des GeoBasis_Loaders [3] stellte ich auch erstmalig neue und geplante Funktionen für v2.1 und 2.2 als Prototyp vor. Im zweiten Teil zeigte NTI-Fachkollege Jakob Wilhelm, wie im QGIS mit den wunderbaren freien und nun auch via GeoBasis_Loader einfach geladenen Daten eine Karte erstellt werden kann.
Video: QGIS- & GeoBasis_Loader-Webinar – Der Mitschnitt
Wenn Du mal ganz schnell ein 3D-Modell eines Planungsgebietes brauchst, kann Dir ganz sicher Map3D[2], [3] weiterhelfen. Dort heißt es:
„Dies ist ein 3D-Gebäudekartierungsdienst, der mit React-Three-Fiber implementiert wurde. Er ermöglicht den Export als GLB-Datei und alle Funktionen sind kostenlos nutzbar. Auf diesem Projekt aufbauend lassen sich verschiedene Funktionalitäten wie digitale Zwillinge, Drohnenvermessungen und GPS-Markierungen realisieren.
Die Kartendateien basieren auf OpenStreetMap-Daten.“ [2]
Auf der Webseite des Projektes [2] kann man die Funktionsweise testen, ich habe es mal probiert, es funktioniert wunderbar. Noch nie bin ich einfacher zu (m)einem 3D-Modell gekommen. Man braucht nur folgende fünf Schritte auszuführen:
Schritt 1: In das gewünschte Gebiete bewegen/zoomenSchritt 2: Zu berechnenden Ausschnitt markierenSchritt 3: kurz rechnen lassenSchritt 4: Ergebnis der Berechnung Schritt 5: Das fertige 3D-Modell
Momentan sind realisiert: 3D-Gebäude erstellen, Straßen bauen und GLB exportieren. In Zukunft soll es noch mehr geben: Gebäudestruktur, Höhenanpassung, Material und Höhenkarte. Ihr findet den Quellcode und noch weitere Details auf GitHub [2].
Hier der Original-Tweet [1]:
Someone open sourced a tool that generates a full 3D model of any city on Earth in seconds real buildings, roads, elevations, exportable as GLB for Unity, Blender, AR, or drones.