Ohne GDI: QGIS und die fernen Geodaten

Den Zugriff auf Geodienste wie WMS und WFS kennen die meisten schon, aber nicht immer ist der Aufwand für eine GDI gerechtfertigt. Um trotzdem auf entfernte Geodatenbestände zugreifen zu können, stellt die Kombination aus dem neuen GDAL und QGIS3 jetzt neue Zugriffsmöglichkeiten zur Verfügung. Einfach mal so auf ein Shapefile über das Web (http, https, ftp, …) via Port 80 zugreifen. Ich hab’s probiert, das Ergebnis ist in der kleinen Animation anzusehen:

Demo_QGIS_Remote_GeoFiles.gif

Die Testdaten (“paulusviertel.shp”) findet Ihr beim geoObserver (Grundlage sind die OpenData-Daten der Stadt Halle hier die Baublöcke auf das Paulusviertel reduziert), die URL der Daten http://www.geoobserver.de/paulusviertel.shp wird im QGIS und GDAL mit “/vsicurl/” zu /vsicurl/http://www.geoobserver.de/paulusviertel.shp ergänzt.

Die kompletten Möglichkeiten der “GDAL Virtual File Systems” findet Ihr unter: http://www.gdal.org/gdal_virtual_file_systems.html

QGIS-Tipp: Punkt-Attribute in Polygonen summieren

Das Problem gibt es immer wieder, man hat einen Punkt-Datenbestand mit verschiedenen Werten (Spalten) und will diese Daten auf Flächen aggregieren, z. B. die Einwohnerdaten (EW/Gebäude) auf Baublöcke, Stadtteile, Stadtviertel, …
Die Lösung im QGIS ist einfach, wenn man sie kennt ;-). Im Werkzeugkasten die Funktionen “Attribute nach Position zusammenfügen” oder in der engl. Version “Join attributes by location”. Wichtig ist die Einstellung: Attributzusammenfassung auf “Zusammenfassung der schneidenden Objekt erstellen”!

readme.pngEinwohner/Kinderzahl der Punktdaten (points) summiert auf die Baublöcke (polys)

Zum Testen ein QGIS-Projekt und die Dummy-Daten (EW=Einwohnerzahl, Kinder=Kinderzahl). Die Polygone sind dem OpenData-Portal der Stadt Halle (Saale) entnommen.

QGIS3 Installer verfügbar

Nachdem am letzten Freitag (23.2.2018) QGIS3 offiziell frei geschaltet wurde, sind nun seit gestern auch die entsprechenden Installer im QGIS-Download-Bereich verfügbar. Twitter war voll von freudigen Meldungen, zurecht.  Ich werde demnächst auf dem Zweitrechner ausführlich testen, im produktiven Betrieb bleibt vorerst die LTR, so wie es gedacht ist.

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#QGISday: QGIS 3 startet

Leute, heute ist es soweit, QGIS 3 kommt, im Bild die aktuelle Roadmap. Für Nutzer, die sich auf die LTRs (Long Term Release) verlassen, heißt es noch ein bisschen länger warten, dafür dann aber mit stabilem, im echten Einsatz erprobten und gehärtetem Code in die QGIS 3-Welt starten. Und wer vorab noch mal ein paar Infos über die neuen Features von QGIS 3 haben möchte, dem sei Kurt Menkes Beitrag “My Favorite Features of QGIS 3.0…To Date” empfohlen (Danke Kurt!)

qgis_roadmap_20180223_1.png
Die QGIS-Roadmap vom 23.02.2018
(Quelle: https://www.qgis.org/de/site/getinvolved/development/roadmap.html)

QGIS 3: noch eine Woche!

Für Freitag, den 23. Februar 2018 ist die Version 3 des freien GI-Systems QGIS angekündigt, also heute in genau einer Woche. Gemeinhin heißt es ja, „Vorfreude, schönste Freude“, ich hoffe auch auf Freude danach 😉 Den schon bekannten Ankündigungen zu Folge und rückblickend auf die 2.99, darf sich wirklich gefreut werden. Bleibt gespannt!

1week2qgis3_1.jpg

QGIS: Bemaßung mit Bordmitteln II

Am 5.2.2018 gab’s schon mal die “QGIS: Bemaßung mit Bordmitteln” – hier nun die Ergänzung. In der schon zitierten Anfrage in der QGIS-Liste hat Michel Stuyts noch ein weiteres Beispiel für eine Bemaßungs-QML-Datei vorgestellt. Die Dateien für QGIS 2.18 und 2.99 findet Ihr unter [1]. Ich hab’s probiert, klappt 😉

Test_QGIS_2_18_Bemassung_1.png
[1] … https://www.dropbox.com/sh/2d1eai…EMoMmUSwf3pnza?dl=0 (Obsolete)

Update 12.11.2018:
[1a] … http://www.geoobserver.de/legend_dimensions_polygon_qgis_2_99.qml
[1b] … http://www.geoobserver.de/legend_dimensions_polygon_qgis_2_18.qml

Update 01.11.2018:
[2] … https://github.com/mstuyts/qgis_styles/tree/master/collections/dimensions (für QGIS 3.x)
[3]  … https://geosupportsystem.wordpress.com/2018/11/01/haftig-geometrigenerator/

QGIS-Tipp: Brücken

QGIS_Bruecken_1.gif

Brücken in Karten mit QGIS hinreichend kartografisch korrekt darzustellen ist gar nicht so schwierig, einfach die QGIS-Bordmittel nutzen: Zwei Linien unterschiedlicher Stärke für Brückenfläche und Umrandung plus zwei Markierungslinien für die Abschlüsse mit den Endsymbolen aus einem senkrechten Liniensymbol in speziellem Winkel (z. B. 45° und 135°) jeweils am Anfang und Ende der Linie. Fertig. Natürlich lässt sich das Ganze noch verfeinern, hier ging es ja “nur” um das Prinzip 😉

Das Beispiel zum Ausprobieren _demo_bruecken.zip (19 KByte) inkl. QGIS-Projekt, Demodaten und QGIS-Layer-Dateien.