Auf GDAL.ORG [1] und Reddit [2] fand ich gestern den Aufruf zur GDAL-Nutzerumfrage 2025, gern leite ich es hiermit weiter. Also Leute, Eure Meinung ist gefragt, bitte ein paar Minuten Zeit nehmen und mitmachen! Ihr habt bis zum 31.12.2025 Zeit, das sollte doch zu schaffen sein? Ich habe übrigens schon teilgenommen 😉
Es ist Zeit für die GDAL-Nutzerumfrage 2025. Das Projekt nutzt die Umfrage, um die Ressourcen des GDAL-Sponsoringprogramms zu steuern, und die letztjährige GDAL-Umfrage [3] war der entscheidende Anstoß für das Projekt, die neue Befehlszeile zu überarbeiten.
Bitte besuchen Sie https://gdal.org/survey/ [4], um uns Ihr Feedback und Ihre Anregungen mitzuteilen. Teilen Sie dem Projekt mit, inwiefern GDAL für Sie erfolgreich ist oder nicht, worauf sich die Entwicklung Ihrer Meinung nach im Jahr 2025 konzentrieren sollte und wie Sie die Einbindung von LLM-generiertem Code in das Projekt bewerten.
Gestern war es soweit, das QGIS-Plugin „GeoBasis_Loader“ [1] konnte den 33333. Download verzeichnen. Ein Grund zum Feiern, Prost 🙂 Außerdem sind einige neue Themen hinzu gekommen, z. B. die Verwaltungsgrenzen von Bayern und der Gebäude-WFS von Schleswig-Holstein. Damit sind jetzt 708 Themen verfügbar, die aktuellen Änderungen findet Ihr wie immer unter Meldungen & Störungen [2] und Status [3]. Aktuelle GeoBasis_Loader-Version ist seit gestern Abend die v1.4.2 [4] mit einigen kleinen Fixes bzgl. Basemap_de
Das habe ich mir schon immer mal gewünscht, ein Vergrößerungsglas über der QGIS-Karte. Mit den neuen, noch experimentellen QGIS-Plugin „Magnifier“ [1] hat man nun eine Lupe, um eine Ebene oder Gruppe über dem Cursor anzuzeigen. Das Plugin ist übrigens Teil des brasilianischen Brandinformationssystems (Sisfogo), das vom Nationalen Zentrum zur Verhütung und Bekämpfung von Waldbränden (Prevfogo/Ibama) entwickelt wurde. Details findet Ihr auf GitHub [2], die englische Dokumentation unter [3].
Screenshot: Mit einem einfachen Klick in die Karte kommt man zu den Optionen, hier mit 5-facher Zoom- und 6-facher Lupenfaktor
Wir setzen den MapServer bereits seit 2001 im KomGIS+ Vorgänger/Prototypen GIS+ und HALgis erfolgreich ein und sind ihm zusammen im KomGIS+ [6], HALgis [7] und dem halleschen Open Data Portal [8] bis heute treu geblieben. Danke alle Mitwirkenden, Großartig!
Einen coolen Tipp für die Beschleunigung von DB-Abfragen in der PostgreSQL-Datenbank habe ich die Tage im Artikel „PostGIS Performance: Data Sampling“ [1], [2] von Paul Ramsey gefunden. Bei Tabellen mit sehr großen Datenmengen können die Abfragen recht lange dauern, mitunter braucht man aber nur gute Näherungen und Stichproben liefern ausreichend genaue Ergebnisse. Es kann also reichen, z. B. nur ein Prozent der Gesamtheit abzufragen und dabei ein ziemlich gutes Stichproben-Ergebnis zu bekommen, aber viel (Abfrage-)Zeit zu sparen. Es hilft das „Gesetz der großen Zahlen“ [3]. Für die PostgreSQL-DB lautet das Zauberwort:
TABLESAMPLE SYSTEM | BERNOULLI
Ich war mal neugierig, hier mein ganz einfacher Test:
Mein Test: Abfragedauer über alle Datensätze und dann nur 10% und 1%
Wir setzen den MapServer bereits seit 2001 im KomGIS+ Vorgänger/Prototypen GIS+ und HALgis erfolgreich ein und sind ihm zusammen im KomGIS+ [6], HALgis [7] und dem halleschen Open Data Portal [8] bis heute treu geblieben. Danke alle Mitwirkenden, Großartig!
Georeferenzierung ist mit QGIS an sich kein Problem, aber es kann mitunter zeit- und nervenraubend sein. Was liegt also näher, als im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz genau diese auch die Georeferenzierungs-Arbeit machen zu lassen. Die beiden Tweets [1], [2] zeigen eindrucksvoll die Möglichkeiten und die IMHO beeindruckende Präzision. Alles realisiert mit dem QGIS-Plugin „Bunting Labs AI Vectorizer“ [3].
The AI Georeferencer in QGIS is now publicly available
1. Aerial imagery georeferences to satellite near the QGIS map canvas 2. The full georeferencer reads coordinates, buildings, streets, PLSS, cities, and other features humans use
PS: Ich habe es noch nicht selbst getestet, es steht aber auf meiner ToDo-Liste. Wenn schon jemand Erfahrungen mit dem Plugin gemacht hat, lasst uns bitte in den Kommentaren daran teilhaben. Danke!
Screenshot: Meine aktualisierte GIS-Umgebung auf Mac M1
Es stand seit einiger Zeit an, gestern Abend habe ich mich endlich mal ran gesetzt und alle aktuellen Komponenten auf meinem Mac installiert. Meine neue GIS-Umgebung, also jetzt:
QGIS 3.99.0-Master mit Qt6 (Test für QGIS v4)
PostgreSQL v18.1 inkl. PostGIS 3.6.1 via Postgres.app 2.9.2
macOS 26.1 „Tahoe“
alles auf einem MAC mit M1
Es war wie immer unkompliziert und läuft erwartungsgemäß hervorragend, Danke allen Mitwirkenden!!!
Einen coolen Plugin-Tipp bekam ich die Tage von Ingo Michalak, einem Bekannten aus der Halleschen Geobubble. Er hat das QGIS-Plugin „Project Packager“ [1] getestet und ist recht angetan. Sein Praxisbeispiel war die Weitergabe eines QGIS-Projektes mit Daten der Römischen Straßen [2], welches ich vor kurzem vorgestellt habe. Hier seine Erfahrungen mit dem Plugin, ein gutes Kochbuch mit Hinweisen auf Fallstricke, Es folgt O-Ton Ingo M.:
Jeder kennt’s vermutlich: man hat ein historisch gewachsenes Projekt gebastelt mit Daten aus verschiedenen lokalen Quellen und nun will man es „mal eben“ an einen Kollegen (oder Auftraggeber) übermitteln oder man will es einfach nur archivieren und fängt an alle Daten zusammen zu sammeln und die Datenquellen im Projekt neu zuzuweisen. Mit dem folgenden PlugIn ist das kein Problem mehr!
Für die Vorbereitung der Daten zur Übermittlung oder Archivierung den Project Packager installieren:
Dann das Projekt noch mal abspeichern (zwingend nötig für das Plugin, ungespeicherte Änderungen kann es nicht handhaben) und den Packager starten.
Dann einen Ziel-Ordner auswählen (hier darf nicht derjenige Ordner ausgewählt werden, in dem das bisherige Projekt liegt). Ich empfehle unter Data storage options die unteren beiden Optionen auszuwählen:
Dann erhält man nämlich ein einzelnes GeoPackage, in dem auch das Projekt selbst enthalten ist.
Wenn man das GeoPackage dann im QGIS-Browser öffnet, sieht man neben den Geodaten auch das Projekt, das man so direkt aus QGIS heraus öffnen kann und alles sieht beim Empfänger so aus wie beim Absender.
Zwei wichtige Einschränkungen: 1) Daten, die als Link im Projekt sind, bleiben Link. Bei WMS ist das klar, bei WFS kein Problem. Bei Daten, die in lokalen Datenbanken liegen (PostGIS-Server auf dem localhost z.B.), sind diese beim Empfänger anschließend nicht verfügbar. Solche Daten müssen also zuerst über irgendein Dateiformat lokal abgelegt und ins Projekt integriert werden.
2) Große Rasterdaten machen dem Plugin offenbar Probleme (diese sind in GeoPackages eh eher unhandlich). Sie sollten also ggf. vor der Anwendung des PlugIns aus dem Projekt entfernt und separat übermittelt werden.
Danke Ingo! Übrigens, das fertige vom QGIS-Plugin „Project Packager“ exportierte GeoPackage findet Ihr unter [3]. Mein Test mit diesem Export klappt bestens, vgl. folgenden Screenshot 🙂