Screenshot 1: GUI ab v0.4 nach Umstellung auf Slider/SpinBox auf Mac mit QGIS 3.99.0-Master 23fde5f7
Seit dem gestern, dem 27. Oktober 2025 ist eine neue Version meines QGIS-Plugins „RandomPolygons“ [1] zum Download verfügbar. Das Plugin dient der unkomplizierten Generierung zufälliger, teilweise auch beabsichtigt fehlerbehafteter Testdaten, das kann für Entwicklung und Test von GI-Systemen sehr wichtig sein. Es generiert n zufällige Polygone in der Ausdehnung des aktuellen Kartenausschnittes und im aktuellen Koordinatenbezugssystem.
Diese neue Version v0.4 ist Qt6-kompatibel, läuft also ab QGIS >= v3.44. Die GUI wurde auf Slider/SpinBox umgestellt, ein Fortschrittsbalken (ProcessBar) eingeführt und die Performance bei der Generierung der Zufallstextspalte „test_text“ deutlich gesteigert. Der Code ist auf Github [2] frei verfügbar. Ich habe diese Version unter Windows mit QGIS 3.44.3 und unter Mac mit QGIS 3.99.0-Master 23fde5f7 positiv getestet.
Screenshot 2: GUI ab v0.4, Detail nach Umstellung auf Slider/SpinBox auf Mac mit QGIS 3.99.0-Master 23fde5f7
Am 30. Oktober 2025 findet 19:00 … 21:00 Uhr im Klaustor Coworking Halle [1], Mansfelder Straße 1 das GEO-Meetup #01 [2] statt. Neben anderen Mitwirkenden* darf auch ich als #geoObserver zeigen, „Wie Bürger, Vereine und Unternehmen eigene Online-Karten für Halle erstellen können“ und was bereits jetzt sofort mit ausschließlich freien Daten und freier Software für jeden kostenfrei möglich ist. Ich werde mich dabei auf folgende Schwerpunkte konzentrieren:
Der GeoBasis_Loader (GBL) [1] hat wieder Datenzuwachs bekommen. Seit der letzten Meldung vom 03.09.2025 sind 12 Themen hinzu gekommen, neben der Grauvariante des Amtlichen Stadtplans der Stadt Halle auch elf neue WMS-Themen der WSV – Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung [4] mit:
Zwei Layern „Digitale Bundeswasserstraßenkarte M 1:1.000.000 – WSV (WMS)“
Sieben Layern „WInD – Wasserstraßen Infrastruktur Daten der WSV (WMS)“
Zwei Layern „Inland Elektronische Navigationskarten ENC – WSV (WMS)“
Screenshot: Jetzt 700 Themen im GeoBasis_Loader (GBL) [1] inkl. den 11 neuen Themen der WSV
Aktuell stehen damit 700 Themen im GeoBasis_Loader zur Verfügung, vgl. Status [2]. Den aktuellen Stand der Datenbefüllung im GeoBasis_Loader findet Ihr immer unter “GBL: Meldungen & Störungen” [3]
Schon wieder ein Jahr? Die in vielen GI-Systemen eingebaute und somit auch von vielen Anwendern (mitunter auch unbewusst*) genutzte GDAL – Geospatial Data Abstraction Library [1] ist heute, am 17.10.2025, 27 Jahre alt geworden. Genau heute, vor 27 Jahren veröffentlichte Frank Warmerdam im CSV-Repository [2] die erste Version.
Der #geoObserver sagt: HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH und Danke Frank, Evenund allen Mitstreitern!
Screenshot: Zeitreise 27 Jahre zurück. Am 17.10.1998 wurde die erste GDAL-Version eingecheckt (Quelle: [2])
Alle fünf #geoObserver-Tools für QGIS [1] wurden in den letzten Tagen auf Qt6 umgestellt, so dass sie ab sofort für QGIS 3.34 und nachfolgende 3.xx und vor allem dann ab QGIS 4 zur Verfügung stehen, vgl. QGIS 4 Ready Plugins [2]. Die folgende Tabelle zeigt den aktuellen Status:
Plugin
Qt5
Qt6
QuickPolygonRepair Prüfung auf defekte Geometrien inkl. der Reparatur sowie dem Löschen doppelter Stützstellen
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RandomPolygons Unkomplizierte Generierung zufälliger, teilweise auch beabsichtigt fehlerbehafteter Polygone
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RGB Color Picker Ermittlung der Pixelwerte des Canvas im RGB- (dezimal & hex), CMYK- und HSV-Farbraum
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Show Feature Count Toggle Bestimmung der Anzahl der Features in Vektor-Layern und Tabellen mit nur genau einem Klick
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Set Layer Transparency Einstellen der Transparenz zwischen 0 … 100% für alle oder nur die markierten Themen (Layer) on bloc.
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GeoBasis_Loader Finden und Einfügen vom mehr als 600 WMS-, WMTS-, WFS- und VectorTiles-Diensten aus den Open Data Portalen der Landesvermessungsämter sowie von Hintergrundkarten (OSM, Basemap.de, ESRI, Google, Bing, …) zum aktuellen View.
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Bei der Umstellung haben mir ChatGPT und Kollegen ganz gut geholfen, drei Plugins konnten quasi im ersten Versuch umgestellt werden. Bei den zwei Anderen war es dann doch komplizierter, einmal hab ich ca. 2 h gebraucht, bis es lief. Die KI war auch verwundert 😉 Alle fünf #geoObserver-Tools für QGIS [1] unter Windows 11 mit „Latest Version for Windows (QGIS 3.44) with Qt6 (experimental)“, bei mir 3.44.3 getestet worden, dort liefen sie problemlos (vgl. https://qgis.org/download/). Vielleicht könnt Ihr auch in Eueren Umgebungen testen und mir ggf. Feedback geben. Offen ist jetzt nur noch der GeoBasis_Loader [3], dieser folgt demnächst. Durch den verschobenen QGIS 4-Start [4] ist es ja nun nicht ganz so eilig 😉
Update 14.10.2025: Alle Versionen sind auf v0.x.1 mit qgisMinimumVersion=3.44 angehoben worden.
Screenshot: Alle fünf #geoObserver-Tools in der QGIS 4 Ready Liste auf [2]
Laut einem Blog-Eintrag vom 7. Oktober 2025 [1] hat sich die QGIS-Community entschlossen [2], den Start von QGIS 4 um einen Veröffentlichungszyklus vom geplanten Oktober 2025 auf Februar 2026 zu verschieben. Aus meiner Sicht eine mutige und kluge Entscheidung, so bleibt zum einen mehr Zeit für ausreichende und ausführlichere Tests in der Kern-Software und zum Anderen den vielen Plugin-Entwicklern auch genügend Luft, ihre Erweiterungen auf Qt6 umzustellen. Gerade hier hatte ich schon das Gefühl, es tut sich noch zu wenig. Laut QGIS Plugin Repository [3] sind von 2707 Plugins erst mit Stand heute 55 QGIS4 Ready [4].
Screenshot 2: Mit Stand heute erst 55 QGIS4 Ready [4]
DGGS – Diskrete Globale GitterSysteme – sind Mosaike, die die gesamte Erdoberfläche abdecken und in diskrete Zellen unterteilen (vgl. [1]). Sie dienen der weltweiten Geokodierung, mit ihnen kann man jeden Punkt der Erde referenzieren, neutral und ohne (teilweise nicht vorhandene, fehlerhafte oder missverständliche) Adressdaten. Je feiner eine solches Netz ist, desto genauer wird die Ortsangabe. Im Laufe der Zeit der wurde eine Vielzahl solcher Systeme geschaffen. Das neue QGISL-Plugin „Vgrid“ [3] stellt Euch einen einfachen Zugang zu den verschiedenen DGGS UND jede Menge DGGS Tools zur Verfügung, z. B. die Umwandlung von Polygonen in die Geometrien eines DGGS. Der Code findet Ihr unter GitHub [4].
Animation (Bildquelle [2], [7])
Den Tipp habe ich bei Matt Forrest im LinkedIn [7] gefunden. Bei mir hat die Installation momentan weder auf dem Mac noch unter Windows geklappt, aber das liegt vielleicht auch an mir 😉 Ihr habt vielleicht mehr Erfolg und könnt mir ggf. einen Tipp geben, ich suche weiter …
Die FOSSGIS-Konferenz ist im D-A-CH-Raum die führende Konferenz für Freie und Open Source Software für Geoinformationssysteme sowie für die Themen Open Data und OpenStreetMap. Gestern wurde für die vom 25.–28. März 2026 im Zentralen Hörsaalgebäude der Universität Göttingen stattfindende FOSSGIS 2026 [1] der „Call for Participation“ [2], [3] eröffnet*. Gern gebe ich hier die Aufforderung weiter:
Die FOSSGIS, größte deutschsprachige Anwenderkonferenz für freie Geoinformationssysteme und freie Geodaten, wird vom gemeinnützigen e.V., der OpenStreetMap-Community gemeinsam mit dem Geographischen Institut der Universität Göttingen organisiert und findet vom 25. – 28. März 2026 an der Universität Göttingen statt.
Freie quelloffene Software, Open Data und Open Science leisten einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Digitalen Souveränität. Ziel der jährlich stattfindenden Konferenz ist die Verbreitung von Freier Open Source Software (FOSS) für Geoinformationssysteme (GIS) und Open Data. Hier treffen sich Anwender:innen, Entwickler:innen, Forscher:innen und Interessierte zum gemeinsamen Austausch über GIS-Software, OpenStreetMap und neue Projekte mit Geodatenbezug. Das Programmkomitee der FOSSGIS-Konferenz freut sich auf interessante Einreichungen bis zum 06.11.2025, eine Verlängerung ist nicht geplant.
Die FOSSGIS-Konferenz bietet eine Plattform für Ideen, Projekte und Erfahrungsberichte und wird größtenteils ehrenamtlich organisiert. Teilnehmer:innen der Konferenz sind sowohl professionelle Anwender:innen genauso wie Begeisterte und Interessierte und Forschende aus dem GIS-Umfeld, OpenStreetMap und anderen Projekten. Die Veranstaltung vermittelt Wissen zu Freier und Open Source Software für Geoanwendungen, Open Data und OpenStreetMap.
In Form von Vorträgen, Lightning Talks, Demo-Sessions, Workshops, Anwendertreffen, spontanen Treffen, Expert:innenfragestunden, Postersession oder Studierendenbeiträgen bietet die Veranstaltung die Möglichkeit, Wissen zu erweitern und sich zu vernetzen. Ab 2026 NEU: Am Tag vor der Konferenz können vertiefende Workshops stattfinden, die bis zu 3 Stunden dauern können. Im Wiki gibt es eine Seite mit Themenvorschlägen für Workshops, dies ist ein Ergebnis aus der Evaluation der Konferenzworkshops: https://www.fossgis.de/wiki/Konferenz_2026/Workshop_Orga_WS-Themenvorschlaege
Das Programmkomitee der FOSSGIS-Konferenz freut sich auf interessante Einreichungen bis zum 06.11.2025, eine Verlängerung ist nicht geplant.
Weitere Informationen zur FOSSGIS-Konferenz sind auf der Konferenzhomepage zu finden: https://www.fossgis-konferenz.de/2026. Das Programm und die Anmeldung werden Anfang Januar 2026 freigeschaltet.
Freundliche Grüße Katja im Auftrag des Programmkomitee
Über die Kompaktheit (Compactness) von Polygonen hatte ich hier [1] schon 2021 berichtet. Nun stellt ein neues QGIS-Plugin „Measures of Compactness“ [2] sechs verschiedene Arten der Berechnung der Kompaktheit zur Verfügung, mittels der Berechnung nach:
Polsby-Popper
Skew
Reock
Box Reock
Schwartzberg
Length-Width
Die Benutzung ist denkbar einfach, man nutze den Feldrechner, suche nach den neuen Funktionen für Kompaktheit (z. B. „compact“), wähle die gewünschte Methode aus und lasse sich für die neue Spalte die Kompaktheit berechnen. Ich hab’s exemplarisch nach „Polsby-Popper“ getestet, klappt :-), vgl. Screenshot. Eine Einführung zum Thema findet Ihr in „Geometry and Compactness“ [4]
Ivo Partschefeld alias PyQGIS (@PyQgis) hat ein neues interessantes Video „DGM (aus NRW) in DXF für CAD mit QGIS konvertieren“ [1] an einem realen Beispiel mit NRW-Höhendaten veröffentlicht. Obwohl man erst einmal stutzt: „Rasterdaten zu DXF?“ ist die Lösung einfach und wirklich gut erklärt, ich spoilere mal nicht 😉