DataViz: Quantifizierte Ungewissheit

Einen interessanten Artikel zu “Wertunterdrückenden Unsicherheitspaletten” des UW Interactive Data Lab findet Ihr bei Medium.com. Wie quantifiziert, kodiert und visualisiert man Ungewissheit? Bilden unsere thematischen Karten bei knappen Verhältnissen (z. B. 51% zu 49%) wirklich noch die Wahrheit ab und was ist Zufalle oder Grauzone? Und ist es noch sinnvoll, sie in Entscheidungsprozesse einzubeziehen?

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Vergleich bivariate Karte und Karte mit wertunterdrückender Unsicherheitspalette
Screenshots (Quelle: https://medium.com/@uwdata/value-suppressing-uncertainty-palettes-426130122ce9)

Flaggenfarbe nach Breitengrad?

GIS und Datenvisualisierung sind in der Lage, komplizierte Zusammenhänge zu visualisieren. Mitunter auch Zusammenhänge, auf die man im praktischen Leben nie kommen würde, z. B. die durchschnittliche Flaggenfarbe entlang der Breitengrade. Und immerhin, es scheint bemerkenswerte räumliche Korrelationen zwischen Breitengrad und Flaggenfarbe zu geben, bezogen auf den Rot-Anteil gewissermaßen ein Nord-Süd-Gefälle 😉 (Vollbild).

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Screenshot Flaggenfarbe nach Breitengrad
(Quelle: https://www.reddit.com/r/MapPorn/…by_latitude_oc/)

R: Leichte Karten mit Buntstiften

Wer seinen Karten eine gewisse Leichtigkeit in ihrer Wirkung mitgeben möchte und mit dem freien Statistik-Paket “R” vertraut ist, sollte sich mal das cartography package anschauen. Mit der getPencilLayer() Funktion entstehen herrlich leichte Choroplethen-Karten, wie handgemalt. Zum kompletten Beitrag “COLORED PENCIL MAPS WITH R”.


Beispielkarte (Quelle: https://rgeomatic.hypotheses.org/1333)

Wie entwickelt sich OpenStreetMap?

In der OSM-Wochennotiz 411 habe ich einen Hinweis auf einen interessanten Artikel über eine Analyse der Entwicklung von Daten des OSM-Projektes gefunden. Forscher der Uni Heidelberg veröffentlichten dazu den Artikel “Open source data mining infrastructure for exploring and analysing OpenStreetMap”. Die Ergebnisse sind  unter OSMvis wunderbar visualisiert. Unbedingt anschauen! Play drücken!

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Screenshot der Startseite von OSMvis (Quelle: https://osm-vis.geog.uni-heidelberg.de/)

QGIS: Vintage Gewässer Style

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Momentan scheinen etliche QGIS-Nutzer eine besondere Herausforderung darin zu sehen, historische Karten in ihrer Anmutung mit modernen GI-Systemen nachzuempfinden. Das macht natürlich viel Spaß und schärft den Blick auf die Möglichkeiten der Geo-Software. Mich hat’s auch angefixt, ich hab’s probiert, eine alte Karte mit QGIS nachzubauen. Angefangen hab ich mit den Gewässern. Wenn man die “Geheimnisse” des eingebauten Geometriegenerators mit Negativ-Buffern, der Transparenz und der Gradientenfüllung entdeckt hat, ist das Ganze kein Problem mehr und funktioniert natürlich auch beim Hinzufügen von Objekten, Einfügen von Inseln und Teilen von Polygonen, wie im Video zu sehen ist.
Ihr könnt die Daten, insbesondere die Styles mit Signaturen und Einheiten sowie das Projekt und die Demodaten gern nachnutzen und und anpassen.

Google Trends: QGIS holt auf und ein

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Beobachtet man die Anfragen an Google bzgl. der GIS-Produkte ArcView, ArcGIS und QGIS seit 2004, erkennt man einen deutlichen Trend in Richtung QGIS, besonders deutlich im europäischen Raum. In Deutschland überholt QGIS in 2018 nun erstmalig die Mitbewerber. Natürlich kann man aus der Anzahl der Anfragen nicht allein die Nutzerzahlen ableiten, aber sie sind ein deutliches Indiz für Entwicklungen und Trends.

ArcView, ArcGIS und QGIS in den Google-Trends von 2004 bis heute für:

#DataViz: Vulkanausbrüche seit 1883

Ein besonders schönes Beispiel der Datenvisualisierung findet man bei Lazaro Gamio in seinem Beitrag “Here’s every volcano that has erupted since Krakatoa“. Alle Vulkanausbrüche seit dem berühmten Krakatoa-Ausbruch sind dargestellt, Staat, Typ, Höhe, Datum den letzten Eruption und Anzahl der Ausbrüche seit 1883 sind verfügbar.