Rätsel gelöst: Mona Lisa georeferenziert!

Screenshot: Die Mona Lisa georeferenziert In Lecco, Italien (Bildquelle [2])

Die Mona Lisa – ein Mysterium in vielen Richtungen. Nun scheint der wahrscheinliche Schauplatz für eines der berühmtesten Gemälde der Welt ermittelt, in Lecco, Italien [2], auf Soar sehr schön visualisiert [3] Mehr zur Story und den Hintergründen findet Ihr im Guardian “Mystery of where Mona Lisa was painted has been solved, geologist claims” [4] und der New York Times “Mona Lisa, Smile: You’re in Lecco, After All” [5].

Hier der Original-Tweet [1]:

[1] … https://x.com/sergioajv1/status/1795254384781312050
[2] … https://www.google.com/maps/@45.8450917,9.3861243,13.5z?entry=ttu
[3] … https://soar.earth/draw/941?pos=45.8377821960495%2C9.24108724385317%2C12.97
[4] … https://www.theguardian.com/artanddesign/article/2024/may/11/where-mona-lisa-was-painted-mystery-solved-geologist-claims
[5] … https://www.nytimes.com/2024/05/12/arts/mona-lisa-location-solved.html

QGIS-Tipp: Plugin Viper, der Snake-Clone

Screenshot: Mein Viper-Test
Animation: Viper in Aktion (Quelle: [2])

Entspannung zum Wochenende mit einem Spiel? Und das noch unter QGIS? Viel Spaß! Einfach das Viper-Plugin [1] installieren, die Parameter könnt Ihr erstmal so lassen und spielen. Wem es zu schnell geht, der kann ja gern die Geschwindigkeit begrenzen 😉

Was hier (fast nur) wie ein Spiel aussieht, hat natürlich auch einen ernsten Hintergrund jenseits der Unterhaltung, dazu liest man unter GitHub [2]:

Viper ist ein QGIS-Snake-Klon, der vollständig aus Qgs- Objekten erstellt wurde und QGIS- Geometriemanipulationsmethoden nutzt, um ein funktionierendes Spiel zu erstellen.
Es handelt sich um ein kleines Projekt, das sich für Workshops zum Unterrichten von GIS und QGIS (oder Programmierung im Allgemeinen) eignet.
Daraus können Konzepte wie R-Tree (räumlicher Index) und Geometrieobjekte und -methoden (Punkte, Polygone, Schwerpunkte …) sowie allgemeine Arbeiten und Programmierung für QGIS gelehrt werden.”
[2]

[1] … https://plugins.qgis.org/plugins/Viper-QGIS-snake-clone-main/
[2] … https://github.com/ViperMiniQ/Viper-QGIS-snake-clone

Longitunes: Längengradgesteuerte, KI-generierte Musik

Screenshot (Bildquelle [1])

Mal wieder leichte Kost zum Wochenende, heute gibt’s breitengradgesteuerte, KI-generierte Musik von Longitunes [1]. Also einfach Kopfhörer und Lautstärkeregler auf, einen Längengrad angeklickt: dann könnt Ihr “ein KI-generiertes Lied über diese Gegend zu hören”, MapBox- und OpenStreetMap-basiert. Einfach testen und freuen …

Übrigens: Mehr Lesestoff zu “geobasierter” Musik findet ihr hier beim #geoObserver in der Suche [2]

Hier der Original-Tweet [3]:

[1] … https://longitunes.netlify.app/
[2] … https://geoobserver.de/?s=musik&submit=Suchen
[3] … https://x.com/dkwiens/status/1778613841477201926

Mapfail: Nullmeridian?

Wieder mal leichte Kost zum Wochenende oder wo liegt der Nullmeridian [1]? Eigentlich in Greenwich, oder? Nicht jedoch bei greenwichcoffee [2], [3]. Dort liegt er woanders, aber auch nicht einheitlich. Oder ist das ein Test und ich bin darauf reingefallen?
Übrigens: Das Greenwich tatsächlich nicht ganz genau auf NULL liegt, habe ich schon 2015 in “Greenwich: NULL oder NICHT NULL?” [4] erwähnt.

Screenshot (Quelle [1])

[1] … https://de.wikipedia.org/wiki/Nullmeridian
[2] … https://greenwichcoffee.com.tr/galeri?pgid=kmw17xst2-2a40c392-918a-4ba4-9066-2f27ecffc7a3
[3] … https://x.com/TerribleMaps/status/1765879476582314292?s=20
[4] … https://geoobserver.de/2015/09/03/greenwich-null-oder-nicht-null/

Tektonik: Teilt sich Afrika?

Wenn man die Meldungen so liest, könnte man glauben, wir hätten bald zwei Afrikas, aber vorerst Entwarnung, die Prozesse laufen sehr langsam, man geht von mindestens 5 bis 10 Millionen Jahren aus. Beobachtet wird ein 35 Meilen langer Riss, der sich seit 2005 in Äthiopien beginnend langsam vergrößert, die Geschwindigkeit liegt wohl bei max 1 Zoll pro Jahr. Ursache: Die nubische, somalische und arabische Platte trennen sich.

Hier die Tweets [1], [2], [3]:

[1] … https://x.com/Rainmaker1973/status/1752946413292400768
[2] … https://x.com/missfacto/status/1752946645539717157
[3] … https://x.com/Civixplorer/status/1752947545888661970

Mysteriös: El Ojo – die bewegte Insel?

Screenshot: El Ojo in Google Maps (Quelle [1])

Hier im #geoObserver sollen auch immer mal wieder geografische Mysterien irgendwo auf dieser Welt thematisiert werden. Heute, El Ojo, das Auge [1], erst 2015 entdeckt, kreisrund und rotierend. Bei Galileo [2] heißt es “Zwei fast perfekt Kreise, wie von Menschenhand gemacht. Sind sie aber nicht.”, im Wikipedia [3] findet Ihr dazu:

El Ojo (dt.: Das Auge) ist ein See mit einer etwa 100 m großen schwimmenden Insel im Reserva Natural Río Luján zwischen den Flüssen Río Luján und Río Paraná und zwischen den Städten Campana und Belén de Escobar in der argentinischen Provinz Buenos Aires. Die Insel ist etwa 100 m groß, fast kreisrund, zum Teil mit Bäumen bewachsen und liegt in einem nur wenig größeren, kreisrunden See. Satellitenaufnahmen belegen, dass die Insel rotiert. Den Namen wählte der argentinische Filmproduzent Sergio Neuspiller.”

Youtube [2]:

Hier der Original-Tweets [4], [5]:

[1] … https://www.google.com/maps/place//@-34.2522083,-58.8309825,1305m/data=!3m2!1e3!4b1?entry=ttu
[2] … https://www.youtube.com/watch?v=4VEd8eiGkK0
[3] … https://de.wikipedia.org/wiki/El_Ojo
[4] … https://x.com/Locati0ns/status/1729725836067250412?s=20
[5] … https://x.com/Yunhehtn/status/1729727898762846384?s=20

Breaking News ;-) LOD: +2 msec/100 a!

Wer hätte das gedacht? Ja, die Tage werden langfristig länger, laut BKG um zwei Millisekunden pro Jahrhundert [1]. Ursache: die Gezeiten. LOD = Length of Day = Tageslänge. Details findet Ihr in [1].

[1] … https://www.linkedin.com/posts/bkg-bund_wirgebenorientierung-tageslaeunge-gezeiten-activity-7132666101942890496–g7i

QGIS-Tipp: Klaus Schulze & GIS?

Screenshot: (Quelle [1])

Was Schönes zum Wochenende: Hannes alias Cartocalypse hat inspiriert von der Musik des großartigen Klaus Schulze (Wer kennt ihn noch?*) und dem Osiris-Video [1] mit dem Geometrie-Generator von QGIS experimentiert und es ist wirklich Cooles entstanden. Unter “A Klaus Schulze inspired, animated QGIS geometry generator doodle” [2] könnt Ihr das Ergebnis bewundern und den Code entdecken und ggf. nachnutzen.
Wer kommt schon auf die Idee, ein GI-System als Editor für Kunst zu verwenden? Spoiler: Nur echte GeoNerds & GIS-Vertraute 😉 Wieder einmal zeigt uns ein Insider die Mächtigkeit und Freiheit von QGIS und dem Geometrie-Generator. Danke Hannes und … Danke Klaus (posthum)!

* … Übrigens, ich hatte sie (natürlich!) und ich habe sie bis heute, die einzige Klaus Schulze-LP in der DDR auf Amiga. Mehr zu Klaus Schulze, bekannt auch als Schlagzeuger bei Tangerine Dream unter [3].

Meine Klaus Schulze-LP 1982 auf Amiga

[1] … https://www.youtube.com/watch?v=xyyWXHtwx0k
[2] … https://hannes.enjoys.it/blog/2023/11/a-klaus-schulze-inspired-animated-qgis-geometry-generator-doodle/
[3] … https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Schulze

QGIS: Wo ist (wirklich) die Mitte von Berlin?

Wer im Internet nach dem Mittelpunkt der Hauptstadt Berlin sucht, wird schnell fündig, z. B. beim größten Suchmaschinenbetreiber mit der Abfrage nach “mittelpunkt berlin” [1]. Ich war am Wochenende in Berlin und Dank des Tipps eines meiner Söhne waren wir vor Ort, am in massiven Granit (?) ausgeführten Stein, wirklich solide gemacht! Auch im OpenStreetMap [2] ist dieser Punkt seit neun Jahren zu finden.

Der “Mittelpunkt” von Berlin in Kreuzberg, Nähe Alexandrinenstraße 12 (Foto: #geoObserver)

Eine gute Idee, aber der geübte GIS-Blick auf den Stein ließ mich irgendwie zweifeln, rein optisch würde ich den Mittelpunkt eher etwas nördlich und östlich vermuten. Den Anderen ging es ähnlich und im Berlin-Blog [3] finde ich die Bestätigung: “Grundlage war eine offizielle Vermessung, nach unserem Geschmack müsste der Mittelpunkt weiter nördlich sein, aber nun ja, dafür gibt es ja Experten. Vielleicht kennt sich da jemand aus, siehe Kommentarbereich.” [3] So angepingt bin ich also gleich auf die Suche nach den Geodaten der Berlin-Umrisse gegangen. Gesucht, gefunden [4], im QGIS geladen und das Zentroid prozessiert. Dann mein Foto vom Stein georefenziert und hinterlegt.

Screenshot: Mein QGIS-Test mit dem neuen (?) Zentroid

Und … mein/unser erster optischer Eindruck wurde bestätigt, der berechnete Mittelpunkt liegt eher tatsächlich nördlicher und östtlicher als der auf dem Stein dargestellte. Die Entfernung zwischen beiden beträgt ca. 3000 m! So, und warum nun? Welche Erklärungen könnte es geben?

  1. Angegeben sind am Stein die Berliner Grenzen von 1996, meine geladenen Grenzen [4] sind jünger, angegeben mit ALKIS 03/2023, aber im Sichtvergleich scheinen sie ungefähr die gleiche Geometrie zu haben, also eher nein.
  2. Meine Georeferenzierung ist eher “quick & dirty”, aber rein optisch hinreichend genau
  3. Sind die QGIS-Algorithmen zu ungenau (ich habe mehrere getestet, immer das gleiche Ergebnis) – NEIN: Jetzt noch einmal neu mit FME, SAGA und QGIS überprüft, alle kommen auf den gleichen Zentroiden in der Nähe der Alexandrinenstraße 12 – zum Glück 😉
  4. Die Abbildung auf dem Stein ist nicht ganz exakt? Künstlerische Freiheit oder so? (Mein Favorit)
  5. Wer noch andere Ideen und Erklärungen hat, gern in den Kommentaren, ich bin gespannt …

[1] … https://www.google.com/search?q=mittelpunkt+berlin
[2] … https://www.openstreetmap.org/node/2862216432
[3] … https://blog.inberlin.de/2014/10/der-mittelpunkt-von-berlin/
[4] … https://opendata-esri-de.opendata.arcgis.com/datasets/esri-de-content::bezirke-berlin