Euch allen ein frohes Osterfest, habt ein paar schöne freie Tage für Euch und die Familie! Dieses Jahr mal mit einer ganz besonderen Oster-Wetterlage*, gefunden auf [1].
„In den kommenden Tagen wird sich über Europa ein äußerst ungewöhnliches Jetstream-Muster bilden – in Form eines Eies. 🐤 Innerhalb dieser Formation wird über die Osterzeit hinweg sehr warme Luft verweilen, die ungewöhnlich sommerliche Temperaturen mit sich bringt. Eine derart hochsymmetrische „Osterei“-Form des Jetstreams ist äußerst selten und taucht in meteorologischen Daten nur in Ausnahmefällen auf. 🥚😳“ [1]
An extremely unique jet stream pattern will form over Europe in the coming days – taking the shape of an egg. 🧐 Within this formation, very warm air will persist over the Easter period, bringing unusually summer-like temperatures. Such a highly symmetrical “Easter egg” shape of… pic.twitter.com/kjI7ZA46iQ
Lange, viel zu lange mussten wir dieses ominöse ESRI-Shapefile ertragen und müssen es immer noch. Weiterhin ist es der Quasi-Standard beim Geodatenaustausch, obwohl seine Nachteile oft genug öffentlich kritisiert [1] wurden. Und nun hat es sogar einen Song: „We Didn’t Start the Shapefile“ [2], gesungen nach der Melodie von Billy Joel „We Didn’t Start the Fire“ [3]. Eindeutig ein Song für die Leidtragenden 😉 Jetzt fehlt nur noch die Band, die diesen Song mit neuem Text einspielt. Los Leute, ich bau auf Euch!
We Didn’t Start the Shapefile
Verse 1 We didn’t start the shapefile It was always broken, till we tried to open We didn’t start the shapefile No, we didn’t crash it, but we had to patch it
ArcInfo, MapInfo, PostGIS and GeoJSON QGIS, Esri Pro, layers out of place – oh no! Field Maps, mobile apps, drones are flying overlap Geopackage, KML, datum’s wrong – what the hell?
Python scripts, FME, schema doesn’t match the key SDE and shapefiles fight, still not drawing left or right Coordinate transformation, EPSG frustration GDA2020? Where’s the old projection?
Chorus We didn’t start the shapefile But we hit the limit – and the lines won’t fit it We didn’t start the shapefile Though we georeferenced it, it still disconnected — Verse 2 AutoCAD, DXF, slashes in the path are wrecked Attribute domains fail, orphan records on the trail Cloud-hosted FeatureLayer, download failed? Say a prayer ArcPy, raster tiles, waiting here for hours in style
AGOL or Enterprise, sync’s down, that’s no surprise MapServer timeout, broken link, gotta reroute CRS confusion, data delusion Topology rules break, polygon’s a half-baked snake
Clip it, zip it, WFS won’t flip it Metadata’s out of date, and ISO just won’t validate LiDAR’s here, 3D boom, CityGML consumes Scene layer’s not rendering, rage-induced geo-doom
Chorus We didn’t start the shapefile It was vector madness, spatial data sadness We didn’t start the shapefile But we keep on tryin’, ‘cause the map’s still flyin’ — Bridge Web Mercator’s back again Why’s my point in Michigan? Geocoding fails again Someone call the helpdesk, man! GeoTIFF or ECW? Raster’s wrong – but what can you do? CartoCSS, Mapbox GL, Google Maps just broke as well — Final Chorus We didn’t start the shapefile Though it’s kinda tragic, there’s still GIS magic We didn’t start the shapefile No, we didn’t make it, but we won’t forsake it!
Wir haben das Shapefile nicht gestartet
Strophe 1 Wir haben das Shapefile nicht gestartet Es war immer kaputt, bis wir versucht haben, es zu öffnen Wir haben das Shapefile nicht gestartet Nein, wir haben es nicht zum Absturz gebracht, aber wir mussten es flicken
ArcInfo, MapInfo, PostGIS und GeoJSON QGIS, Esri Pro, Ebenen am falschen Platz – oh nein! Field Maps, mobile Apps, Drohnen fliegen überlappend Geopackage, KML, das Datum ist falsch – was soll’s?
Python-Skripte, FME, Schema stimmt nicht mit dem Schlüssel überein SDE und Shapefiles streiten sich, zeichnen immer noch nicht links oder rechts Koordinatentransformation, EPSG Frustration GDA2020? Wo ist die alte Projektion?
Chorus Wir haben das Shapefile nicht gestartet Aber wir sind an die Grenze gestoßen – und die Linien passen nicht hinein Wir haben das Shapefile nicht gestartet Obwohl wir es georeferenziert haben, ist es immer noch nicht verbunden — Strophe 2 AutoCAD, DXF, Schrägstriche im Pfad sind kaputt Attribut-Domänen schlagen fehl, verwaiste Datensätze auf der Spur Cloud-gehosteter FeatureLayer, Download fehlgeschlagen? Sprich ein Gebet ArcPy, Raster-Kacheln, stundenlanges Warten hier im Stil
AGOL oder Enterprise, Sync ist ausgefallen, das ist keine Überraschung MapServer Timeout, kaputter Link, muss umleiten CRS Verwirrung, Datenwahn Topologieregeln brechen, Polygon ist eine halbgare Schlange
Clip it, zip it, WFS won’t flip it Metadata’s out of date, and ISO just won’t validate LiDAR’s here, 3D boom, CityGML consumes Scene layer’s not rendering, rage-induced geo-doom
Chorus We didn’t start the shapefile It was vector madness, spatial data sadness We didn’t start the shapefile But we keep on tryin‘, ‚cause the map’s still flyin‘ — Brücke Web Mercator ist wieder da Warum ist mein Punkt in Michigan? Die Geokodierung schlägt wieder fehl Jemand sollte den Helpdesk anrufen, Mann! GeoTIFF oder ECW? Das Raster ist falsch – aber was kann man tun? CartoCSS, Mapbox GL, Google Maps sind auch gerade kaputt gegangen — Final Chorus We didn’t start the Shapefile Auch wenn es irgendwie tragisch ist, es gibt immer noch GIS-Magie We didn’t start the Shapefile Nein, wir haben es nicht geschafft, aber wir werden es nicht aufgeben!
Screenshot 1: Der Nachweis mit Negativ-Buffern – Meine kleine „qgis2web“-Anwendung [2]
Man hört es immer wieder: „Egal wo du dich in Dänemark befindest, es ist nie weiter als 52 Kilometer bis zum Meer.“ [1], aber stimmt das wirklich? Als Geo-Mensch wollte ich es natürlich genau wissen und prüfen, die Methoden und Werkzeuge sind schließlich Inhalt meiner täglichen Arbeit. Also ran, Faktencheck mit kleiner GIS-Fingerübung: DK-Grenzen gesucht, QGIS gestartet, DK-Grenzen geladen, Buffer-Funktion mit negativen Werten (-10 km, -20 km, -30 km, …) genutzt, visualisiert und eine kleine „qgis2web“-Anwendung [2] generiert. Und, das Ergebnis? Ich kann es bestätigen, die obige Aussage stimmt tatsächlich, aber nur, wenn man Grönland ausklammert 😉 Ich komme auf ca. 51 km, was ganz sicher an meinen nicht 100%igen DK-Grenzen liegt. Glückwunsch liebe Dänen, da habt Ihr es verglichen mit Anderen ja tatsächlich immer schön nah zum Meer.
Screenshot 2: Der Centroid des 50 km Bereiches, als der am weitesten vom Meer entfernte Punkt in Dänemark
Screenshot: Halle (Saale), Paulusviertel in Comic Sans (Bildquelle [4])
Naja, die Comic Sans [1], [2] ist eine Schriftart, die wohl schon immer die Gemüter erhitzt hat, wirklich ernst genommen wurde sie wohl nur von Wenigen und selten, Imho zu Recht. Schlimm wurde es immer dann, wenn diese Schrift für wirklich ernste Dinge verwendet wurde. Nun aber ist etwas Unglaubliches passiert, es gibt jetzt eine Karte [3], [4], [5] nur mit dieser Schrift. Am besten, Ihr urteilt selbst … 😉
Ich kenne natürlich die Mär von der Erde als Scheibe, aber dass es die auch als so präzise und trotzdem alberne topografische Karte names „Gleasons neue Standardkarte der Welt“ [1] gibt, war mir nicht klar. Dank Brilliant Maps weiß ich es nun. Danke! Übrigens, Alexander Gleason hat sich offensichtlich auf Grundlage seiner flachen, kreisförmigen Weltkarte ein Zeitdiagramm [3] patentieren lassen, Patent-Nr. US497917A.
Screenshot 1: „Golf von Mexiko (Golf von Amerika)“ (Bildquelle [1])
Ich bin immer noch einigermaßen fassungslos, so einfach geht das also. Ein Mann im Weißen Haus hat da mal eine seiner „Ideen“ und etliche Große folgen dieser ganz plötzlich, auch wenn es (m. M. n.) eine … Idee ist. Nachdem der Golf von Mexiko in Deutschland auf Google Maps immer noch so hieß, steht dort nun plötzlich „Golf von Mexiko (Golf von Amerika)“. In der Suche nach „Gulf of America“ hat man ihn schon vorher gefunden. Bei der USGS ist er offiziell eingetragen [1]. Oder ist das Ganze doch nur ein Mapfail? Und nun, kommt schon die nächste … Idee, einen Gesetzentwurf gibt es wohl schon: „Gesetzentwurf im US-Kongress – Republikaner: Grönland soll ‚Red, White and Blueland‘ heißen“ [3]. Ich hätte auch mal so eine Idee, wie wäre es den mal mit „#geoObserver Bay“, den Standort könnt Ihr für mich aussuchen und falls Ihr auch Ideen für kuriose Änderungen geografischer Namen habt, gern in den Kommentaren 😉
Screenshot 2: Suche „Golf von Amerika“ (Bildquelle [1])Screenshot 3: In OpenStreetMap und Nominatim ist die Welt übrigens noch in Ordnung! 🙂 (Bildquelle [2])
Hier ein paar Tweets zum Thema:
The Gulf of America is now officially in the Geographic Names Information System (GNIS) pic.twitter.com/R0pJZyM2Lv
🔊"Air Force One is currently in international waters, the first time in history flying over the recently renamed Gulf of America." 🇺🇸 pic.twitter.com/XHXXrvtYzf
Mein Beitrag zum Wochenende in der Rubrik „Wieder was dazu gelernt.“: Wusstet Ihr schon, dass sich Australien um ganze 7 cm pro Jahr nach Norden verschiebt? Nein? Dann wisst Ihr es jetzt. Googelt mal nach „australia moving 7cm per year“ [1]. Mehr Infos im Wikipedia [2], Youtube [3], X (ehemals Twitter) [4], … Und ich vermute mal, das haben sich einschlägige Branchen ausgedacht, um immer schön im Geschäft zu bleiben, beispielsweise Geodäten und deren Lieferanten, Landkarten-, Atlas- und Globus-Hersteller, GPS-Hersteller und -Betreiber, … 😉 Übrigens: Langjährige, aufmerksame #geoObserver-Leser haben es ganz sicher schon gewusst, vgl. „Australien verrutscht?“ [5]
Screenshot: Die maximale PDF-Größe über Deutschland im QGIS
Wenn man mal (nicht Besseres zu tun hat und) nach „maximum pdf size“ die Suchmaschine der Wahl bemüht, findet ma schnell die Antwort und ich jedenfalls war erstaunt. Bisher hatte ich ein PDF so rein größenmäßig eher im klassischen Papierbereich, also A6 … A0 und vielleicht ein bißchen größer angesiedelt, tatsächlich kann eine PDF-Datei lt. Wikipedia [1] aber eine Größe von 381 km x 381 km (= (145,161 km2) haben. Ich habe es mal im QGIS erfasst und visualisiert, siehe Screenshot. Das Mini-QGIS-Projekt und die Daten findet Ihr zum Download unter [2].
Im Open Data Portal des Landes Sachsen Anhalt [1] findet man auch das Digitale Geländemodell (DGM) und das Digitales Oberflächenmodell (DOM) als WCS-Dienste. Im GeoBasis_Loader-Plugin [2] sind ab v0.9 (befindet sich gerade in der QGIS Plugin Repository-Freigabe) werden WSC unterstützt. Lokal habe ich diese natürlich schon verwendet und die Unterschiede zwischen DGM und DOM sind gut auszumachen, sehr anschaulich bei der Marktkirche und dem Roten Turm.
Screenshot 1: Das Digitale Geländemodell (DGM) Screenshot 2: Das Digitale Oberflächenmodell (DOM)
Aber, Oops, was ist denn dort auf dem Hallmarkt im DOM zu sehen. Ein Gebäude steht dort nicht, das Objekt immerhin ca. 53 m lang, die Höhe 133m, Bodenhöhe ca. 81 m, also ca. 52 m hoch. Spricht für ein Riesenrad und für Hallmarkt-Verhältnisse sogar ein ziemlich großes. Nach einigem Suchen habe ich es dann gefunden, DuBistHalle.de [3] sei Dank! Ist schon etwas verrückt, dass genau zu dieser Zeit die Überfliegung für Digitales Oberflächenmodell (DOM) stattfand 😉 Stellt sich nur noch die Frage, ob ein amtliches DOM an solchen Stellen korrigiert werden sollte?
Screenshot 3: Das Digitales Oberflächenmodell (DOM) mit Marktkirche, Rotem Turm und dem rätselhaften Hallmarkt-Objekt
Update 02.08.2024: In Kassel scheint es das Problem auch schon zu geben, vgl. folgenden Tweet [4]:
Das scheint ein Trend zu sein. Auf dem Königsplatz in Kassel war auch gerade Jahrmarkt als die Aufnahmen für das DOM 2021 entstanden sind. pic.twitter.com/x3ZOdALg0O
Zum Wochenstart was Kurioses, der halbe Baum von Sheffield [1], natürlich georefenziert [2]. Die eine Hälfte ist wohl leider einem kleinlichen Nachbarkeitsstreit zum Opfer gefallen. Dafür ist Sheffield jetzt um eine touristische Attraktion reicher. Nun ergibt sich ja zwangsläufig die Frage nach einer passenden Visualisierung, also der neuen Signatur „Halber Baum“, hier mein gemeinfreier Vorschlag, Baumkataster müssten wohl erweitert werden:
Mein (Kontruktions-) Vorschlag zur neuen Signatur „Halber Baum“: Zeichenvorschriften sind zeitnah zu ergänzen 😉
Dass es halbe Bäume auch aus ganz natürlichen Gründen geben kann, zeigt uns ein Baum in Neuseeland [4], Ursache ist nicht der Nachbar, sondern der stetige ungebremste Südwind.