„In ganz Deutschland sollen neue Rechenzentren entstehen, dabei bleiben das Ausmaß und die Folgen dieses ungebremsten Ausbaus bisher im Dunkeln – Wir schaffen Transparenz.“ [1]
Das Aktionsbündnis „Heiße Luft“ [1] hat sich zur Aufgabe gemacht hat, mit kritischem Blick die Folgen des massiven Aufbaus neuer Rechenzentren zu betrachten. Neben Daten wie beispielsweise Eigentümer, Investor und Betreiber sowie Standort, Status und Art des Rechenzentrums liegt der Fokus auf den technisch relevanten, unser Klima beeinflussenden Faktoren wie Gesamtfläche des Gebäudes (m²), Anschlussleistung (kW) und prognostiziertem Stromverbrauch (kWh). Vertiefende Informationen könnt Ihr dem Heise-Artikel „Interaktive Karte zeigt viele geplante Rechenzentren in Deutschland“ [2] entnehmen.
Hitze, Dürre und Starkregen werden weltweit aber auch in Deutschland zu einem immer größeren werdenden Problem. Die Ursachen sind weitestgehend bekannt, die eigentlich klaren und dringend nötigen Lösungen leider immer noch in Frage gestellt *Kopfschüttel*. Nun wurde via LinkedIn auf ein neues Stadtklimadashboard [2] hingewiesen, welches gemeinsam vom mit dem Leibniz Institute of Ecological Urban and Regional Development (IOER) [3], LUP – Luftbild Umwelt Planung GmbH [4] und der University of Kassel [5], im Auftrag des BMWSB und des BBSR entwickelt wurde. Dort heißt es:
Das Stadtklimadashboard bündelt die zentralen Kennwerte zur Klimaanpassung für jede deutsche Stadt ab 10.000 Einwohnern an einem Ort, online und frei zugänglich. Zwei zentrale Indikatoren darin: die Erreichbarkeit kühlender Grünflächen zu Fuß im Umkreis von 500 Metern der Anteil unversiegelter oder gering versiegelter Flächen im Stadtgebiet … und einige mehr. [1]
Ich habe mir mal die Daten für meine Heimatstadt Halle (Saale) [6] angeschaut, die Ergebnisse sehen bei den Wasser/Versickerungsfähigen Oberflächen nicht so gut aus, Rang 46 von 67, Bodenversiegelung 74,6 %, Bodenversiegelung 183 m²/EW und Versickerungsfähige Fläche 62 m²/EW. Wesentlich besser schneidet Halle beim Grün/Erreichbarkeit kühlender Grünflächen ab, Rang 12 von 67, Grünvolumen 497 m³/EW und Grünversorgung 25,0 m²/EW.
Wusstest Ihr schon, dass Ihr mit „Warlok“ [1] von User Rphyrin die Rangfolge der aktivsten OSM-Mapper, also die Top-Mitwirkenden, in einem Gebiet ermitteln könnt? Einfach die Anwendung [1] starten, in das gesuchte Gebiet bewegen. Es muss mindestens Zoomlevel 18 erreicht werden, Ihr müsst also weit reinzoomen. Seit Ihr dann an der richtigen Stelle und habt genügend reingezoomt, kann die Analyse mit „Analyze Current Area“ gestartet werden. Ich hab’s probiert, in Port Pirie im Süden Australiens [2], wo ich vor 13 bzw. 11 Jahren mal ein paar Objekte erfasst habe und tatsächlich bin ich dort als Nutzer „stadtvermesser“ immer noch der Gewinner 😉 Den Code findet Ihr auf GitHub [3], gefunden habe ich das Tool unter [4], [5].
Screenshot: Der „stadtvermesser“ war im Untersuchungsgebiet am aktivsten (Bildquelle [1])
So Leute, der Urlaub ist vorbei, ab heute wieder arbeitswochentäglich eine Meldung vom #geoObserver. Das war ja eine schöne Überraschung, genau zu meinem Geburtstag konnte der GeoBasis_Loader [1] seinen 60.000. Download vermelden, eine Zahl, die einen doch erfreuen kann. Natürlich verbinde ich das auch mit einem Dank an meine Mitstreiter Anton May und Thomas Wölk.
Soeben steht der Zähler schon auf 60.359 (31.08.2026, 07:37 Uhr), derzeit stehen 877 Themen [2] für den Einsatz zur Verfügung. Demnächst dürft Ihr ein Update erwarten, die v2.2 steht in den Startlöchern. Dort wird es einige interessante Neuerungen geben, beispielsweise
ein andockbares GBL-Panel,
Verbesserungen bei Favoriten und Presets
sowie das Anhängen räumlicher Lesezeichen an die Presets.
So, es ist soweit, der #geoObserver macht Urlaub. Das heißt aber auch, dass es nun für ca. zwei Wochen mal nicht jeden Wochentag was von mir zu lesen gibt. Ich hoffe, Ihr könnt das verstehen und bleibt mir trotzdem treu? Im Urlaub kommen vielleicht auch mal vereinzelt ein paar Beiträge, ab September geht es wie gewohnt weiter.
alle VectorTile-Themen wurden wieder mit Symbologie aktiviert und laufen mit den zugewiesenen Style-Dateien
SN: 2x BRW 2026 hinzugefügt
Damit stehen mit Stand heute 877 Themen im GeoBasis_Loader zur Verfügung. Den aktuellen Stand findet Ihr übrigens immer live im Status [2] und bei der Meldungen [3]. Danke allen Zuarbeitenden 🙂
Animation: Die Welt in verschiedenen Projektionen, Halle (Saale) ist markiert 😉 (Bildquelle [1])
Die Erde ist annähernd eine Kugel oder besser ein Ellipsoid, in jedem Fall aber ein dreidimensionaler Körper. Diesen nun möglichst exakt in eine Fläche zu projizieren, ist eine Aufgabe, der sich schon viele Spezialisten gewidmet haben. So entstanden die verschiedensten Projektionen. Um sich das Ganze besser vorstellen zu können, gibt es viele Illustrationen, Animationen, Applikationen, … Manchmal hilft aber, ganz Vintage und im besten Sinne, die Arbeit mit dem Bastelbogen. Also mit echter Papier-Haptik, selbst ausgeschnitten und zusammengeklebt, da werden die Zusammenhänge klarer. Folding Globes [1] von MapScaping hilft Euch dabei.
„Druck es aus. Schneide es aus. Falte die Welt mit deinen eigenen Händen – und markiere deine Plätze darauf.“ [1]
Also, erstellt Eure eigenen Globen und begreift sie dann besser. Genießt die vielfältigen Varianten der Map Styles, wechselt zwischen Sheet und Globe und schaut Euch die vielen Animationen an. Es lohnt sich!
Herzlichen Glückwunsch an dieses großartige Projekt, an diese weltweite freie Karte! Danke allen beteiligten Mappern und bitte weiter so!
Sorry, ich bin leicht verspätet. Am Sonntag war es wieder so weit, das OpenStreetMap-Projekt [1] hatte Geburtstag, den 22. Wann genau OSM nun wirklich geboren, lässt sich wohl so einfach nicht feststellen, aber eine Einladung zum 1. Geburtstag [2] war auf den 9. August 2005 datiert. Also sollte es der 9. August 2024 gewesen sein.
Screenshot: Die Einladung zum 1. OSM-Geburtstag im OSM-Wiki (Quelle [2])
Screenshot 1: Koordinatenpaare zur einem Polygon importiert
Das neue QGIS-Plugin „Coord2Polygon“ [1] dient der Generierung von Geometrien aus Koordinaten. Dabei stehen zwei Methoden zur Verfügung. Zum einen die Angabe von Fenster-Koordinaten (xmin, ymin, xmax, ymax) und zum anderen die Eingabe eines Polygonzuges aus vielen Korrdinatenpaaren per Semikolon getrennt. In beiden Fällen wird bei der Generierung der Polygon-Geometrie ein neuer temporärer Layer „Coord2Polygon“ erstellt. Sollte es diesen schon geben, werden die Ergebnisse der Generierung in diesem Layer gespeichert. Bei Polygonzügen mit Geometriefehlern (z. B. Selbstüberschneidungen) wird gewarnt, sie jedoch werden auf Wunsch trotzdem importiert. Eure Koordinaten müssen im aktuellen Koordinatensystem Eures QGIS-Projekts vorliegen. Details findet Ihr auf der Webseite [2], Code [3] und Lizenz [4] auf GitHub. Einige Testdaten stehen zum Download bereit. Bitte beachtet auch die Nutzungsbedingungen [6].
Damit reiht sich ein weiteres Plugin in die Reihe der geoObserverTools [7] ein. Bei der Erstellung des Python-Codes und der Testdaten habe ich mich von einer KI unterstützen lassen. Manch einer wird sich fragen, ob die Funktionen nicht auch mit QGIS-Bordmitteln realisierbar gewesen wäre. Ja, wären sie, aber IMHO mit etlichen Schritten mehr. Für mich ist es so viel einfacher und vor allem schneller. Was meint Ihr?
Screenshot 2: Import erfolgreichScreenshot 3: Auch bei Polygonzügen mit Geometriefehlern (z. B. Selbstüberschneidungen) kann nach Warnung und Bestätigung importiert werden.
Testdaten: Es stehen drei Testdateien für Polygonzüge, zwei mit 100, eine mit 200 Stützstellen zum Download [5] im EPSG:25832 bereit. In einer Datei sind beabsichtigt Geometriefehler enthalten.
Stoff fürs Wochenende: Vermutlich sind hier die meisten von Euch Leute, die sich mit dem Thema Geo, GIS oder Kartographie beschäftigen und auskennen. Ich habe nun einen interessanten Beitrag bei ARTE gefunden, der sich quasi mit dem Gegenteil beschäftigt, mit „Gegenkartografie“. Ja, so hab ich auch geschaut 😉
Die Frage, was neben den bekannten praktischen und utilisierten Fakten, die wir so aus Karten ablesen, noch so steckt. Wie neutral sind Karten eigentlich? Können auch Gefühle und Emotionen vermittelt werden, wie werden Erlebnisse weiter gegeben? Wie kann man die Welt neu zeichnen? Gespannt? Na dann mal los: „Gegenkartografie: Was Google Maps euch nicht zeigt“ [1].